Mehr Platz für Musik in Augsburg: Übergabe der „Musikbox“ am Gaswerk

Im Zuge der Schließung des Kulturparks West versprach die Stadt Augsburg MusikerInnen ein alternatives Raumangebot. Nun kann ein neues Gebäude bezogen werden.

Mehr Platz für Musik in Augsburg: Übergabe der „Musikbox“ am Gaswerk

Die Kultur- und Kreativszene in Augsburg durchlebt gerade aufregende Zeiten. Die weiter andauernde Sanierung des Staatstheaters beschäftigt die Stadtgesellschaft und im Besonderen eine neue Initiative, die sich für ein Theaterviertel einsetzt, das „zum Herzstück des gesellschaftlichen und kulturellen Lebens in Augsburg“ werden soll.

Auch auf dem Gaswerksgelände hat sich zuletzt viel getan. Das Areal, das immer wieder Ort für verschiedene Veranstaltungen ist, wurde in den vergangenen Jahren deutlich aufgewertet. Nun löst die Stadt ein Versprechen ein und stellt MusikerInnen neue Räumlichkeiten auf dem Gelände zur Verfügung.

„Versprechen müssen gehalten werden“, sagte Augsburgs Oberbürgermeisterin Eva Weber im Rahmen der Übergabe der durch die Stadtwerke Augsburg (swa) errichteten „Musikbox“ an die Stadt Augsburg. Im Zuge der Schließung des Kulturparks West hatte die Stadt den letzten in der früheren Reece-Kaserne verbliebenen MusikerInnen ein neues Raumangebot versprochen.

„In der Musikbox können nun auch Musiker und Bands eine dauerhafte Heimat auf dem Gaswerksgelände finden“, freut sich swa-Geschäftsführer Alfred Müllner. Das neue Gebäude, das in nur neun Monaten Bauzeit errichtet wurde, besteht aus 52 Räumen für die Musikproduktion. Damit haben die swa und die Stadt Augsburg seit 2019 insgesamt 113 Räume für die Kulturproduktion auf ca. 4500 m² Nutzfläche in vier Gebäuden auf dem Gaswerksgelände geschaffen.

„Eine kulturelle Kernaufgabe“

„Raum für Kultur zu schaffen, ist eine kulturelle Kernaufgabe. Daher freut es mich besonders, mehr als 1800 m² neue Kulturfläche übernehmen zu dürfen. Die Musikbox erweitert das kulturelle Ökosystem Gaswerk um eine weitere, wichtige Facette im Bereich der Musik, wie Musikwirtschaft“, betont Jürgen K. Enninger, Referent für Kultur, Welterbe und Sport.

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