Augsburger Band Mount Adige in Staatstheater-Produktion: Wie kam's?

Die Band Mount Adige wird als eine der vielversprechendsten Bands Augsburgs gehandelt. Nun schnuppern sie sogar Theaterluft.

Augsburger Band Mount Adige in Staatstheater-Produktion: Wie kam's?

Mount Adige – ein Name, den ihr mittlerweile sicher schon öfter gehört habt. Die fünfköpfige Band aus Augsburg spielte bereits auf vielen (Festival)Bühnen in und um Augsburg. So zum Beispiel 2020 beim „Sommer 100“ in Schwabmünchen, beim Local Natives Festival 2020 in Augsburg oder beim Festival der Kulturen 2021.

In diesem Jahr könnt ihr die fünf AusnahmemusikerInnen sogar bei einem Stück des Staatstheaters Augsburg sehen.

Das sind Mount Adige

Die Band, in der aktuellen Konstellation, gibt es nun seit zwei Jahren. Zuvor haben die Geschwister Lotte und Paul Etschberger zu zweit musiziert. Bei den beiden kam jedoch schnell der Wunsch nach einer Band auf. So kam bald Jonas, der Bassist, ins Bandprojekt und mit ihm Luisa. Die beiden kennen sich seit ihrer Teenagerzeit, erzählen sie uns. Schließlich holten sie Felix über eine Connection aus der Musikschule mit ins Boot. Seither ist viel passiert und die fünf sind aus der Augsburger Musikszene längst nicht mehr wegzudenken.

Ihr Lieblingsort? Die Bühne

Auf unsere Frage hin, was ihnen am Band-Dasein am meisten Spaß macht, fällt die Antwort glasklar auf die Live-Auftritte. „Dafür machen wir in erster Linie Musik und es macht einfach nur Spaß, unsere Passion mit anderen zu teilen“, sagt Paul. Das Songwriting sei auch sehr schön, aber nur schwer mit der Euphorie eines Live-Konzerts zu vergleichen.

Beim Schreiben von Liedern gehe es ihnen darum, die eigenen Gefühlswelten zu erkunden. „Und um den Überraschungseffekt, auf welche wilden Ideen wir im Prozess so kommen“, fügt Paul hinzu.

Hört hier die Hooksession „Hector & Paris“

Eine weitere Empfehlung zum Sofort-Anhören: Die Spotify-EP „What a time“.

Der Anruf aus dem Theater

In der Junk-Oper „Shockheaded Peter“, die aktuell vom Staatstheater Augsburg inszeniert wird, sind Mount Adige auch am Start. Wie es kam, dass ihr bei so einer großen Produktion des Theaters involviert seid? „Das wüssten wir auch gerne“, lacht Paul. „Wir haben einen Anruf erhalten und waren natürlich sofort dabei“. Das Stück „Shockheaded Peter“ ist eine Show voller musikalischer Einlagen, die Mount Adige zusammen mit einem Tubisten begleitet. Inhaltlich orientiert sich die bildgewaltige Show an den Geschichten und Figuren des Struwwelpeters, die mit viel schwarzen Humor und in einem völlig neuen Kontext zum Leben erweckt werden.

Die Premiere des Stücks hat bereits stattgefunden. Seitdem gab es nur es lobende Worte über die Musik der Band. „Jedes Lied hat seinen eigenen Charakter, Kompliment an die junge Augsburger Band Mount Adige für ihre Wandlungsfähigkeit!“, schreibt etwa die Neue Augsburger Rundschau.

„Besonders freut es uns, dass wir so warmherzig vom gesamten Theater-Team aufgenommen wurden.“ - Paul Etschberger, Mount Adige

Wandlungsfähig? Ganz genau, denn Mount Adige sind musikalisch eigentlich im Jazz-Pop zu verorten. Für die Produktion des Staatstheaters mussten sie ihre „bisherige Komfortzone“, was das Musikgenre angeht, etwas verlassen, wie uns die Band erzählt. Deshalb sei ihr Job beim Staatstheater auch musikalisch eine spannende Herausforderung. An der Produktion und an der Zusammenarbeit mit den SchauspielerInnen haben die fünf jungen MusikerInnen extrem viel Spaß, wie sie uns erzählen. „Wir saugen die neuen Eindrücke voll und ganz auf und wachsen als Band noch enger zusammen“, sagt Paul.

Mount Adige live erleben

Wenn ihr euch jetzt fragt, wann ihr die Band live erleben könnt, dann haben wir gute Nachrichten für euch. Mount Adige werden beim Modular 2022 mit dabei sein. Vom 3. bis zum 5. Juni 2022 findet das beliebte Festival in diesem Jahr statt. Mount Adige freuen sich schon sehr auf euch: „Es wird ein Fest!“

Außerdem könnt ihr euch noch Karten für das Doppelkonzert „Brechtbühne un/plugged“ sichern. Am Freitag, den 18. März, stehen hier neben Mount Adige auch die Singer-Songwriterin Ami Warning sowie die MusikerInnen der Augsburger Philharmoniker auf der Bühne.

Und natürlich solltet ihr euch auch die Junk-Oper „Shockheaded Peter“ nicht entgehen lassen. Auf der Website des Staatstheaters Augsburg gibt es Tickets.

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