Wert von Musik in Augsburg: Studie klärt über Bedeutung auf

Was ist der Wert von Musik in Augsburg? Um das herauszufinden haben sich mehrere deutsche Städte und Länder zusammengeschlossen. Die Ergebnisse sollen den jeweiligen ökonomischen Wert von Musik zeigen.

Wert von Musik in Augsburg: Studie klärt über Bedeutung auf

Musik ist ökonomisch und sozial von großer Bedeutung. Zu diesem Ergebnis kam die Studie „Der Wert von Musik: Ökonomische Wirkungsanalyse des Musikökosystems“ der Städte Augsburg, Bremen, Köln, München, Hannover, Stuttgart und der Länder Bayern, Sachsen und Sachsen-Anhalt. Unter anderem wurden Teilbereiche wie Veranstaltungen, Spielstätten, Hörfunk, Musikaufnahmen, -verlage und -schulen betrachtet.

Musikbereich in Augsburg erzielt 128 Millionen Umsatz

„Aktuell wird auch die soziale Bedeutung von Musikveranstaltungen besonders greifbar.“

Die Studie zeigt: In Augsburg arbeiten 1.942 Erwerbstätige im direkten Musikökosystem. Der Musikbereich erzielt rund 128 Millionen Euro Umsatz im Jahr. Somit lässt sich ein Wachstum von 22,19 Prozent verzeichnen. Der Bereich hat sich nicht nur positiv entwickelt, sondern liegt über dem durchschnittlichen gesamtwirtschaftlichen Wachstum der betrachteten Gebiete. „Die Studie unterstreicht die besondere Bedeutung der Musik in Augsburg“, sagt Jürgen K. Enninger, Referent für Kultur, Welterbe und Sport der Stadt Augsburg. „Ein Prozent der Gesamtwirtschaftsleistung ist darüber hinaus ein überzeugendes Ergebnis der wirtschaftlichen Betrachtung.“ Die Wechselwirkungen seien spürbar. „Mit Musik entsteht mehr Miteinander in der Stadt und den Stadtteilen“, erklärt er.

Gerade in Zeiten der Pandemie hatte es die Musikbranche nicht einfach. Einige Teilbereiche wurden in eine Art Schockzustand versetzt. Daher zeigt die Studie auch, welche Auswirkungen Corona auf das Musikökosystem hatte. Die Ergebnisse zeigen Positiv- und Negativ-Trends und sollen vor allem bei zukünftigen Entscheidungen sowie Beobachtungen helfen. Professor Dieter Gorny von der Initiative Musik gGmbH sagt: „Die Musikkultur wird im politischen Diskurs häufig vergessen.“ Diese Denkweise sei während der Corona-Pandemie sehr deutlich gewesen. „Die Kultur- und Kreativbranche wird von vielen Politikerinnen und Politikern leider noch viel zu oft als nicht systemrelevant eingestuft“, erklärt er. „Die Studie ermöglicht für die beteiligten Kommunen und Regionen belastbare Zahlen und Daten, die zeigen, wie viel das Musikökosystem jeweils zur Bruttowertschöpfung beiträgt.“

Über die Studie

Die Studie ist ein Kooperationsprojekt zwischen der Initiative Musik gGmbH und dem Musikzentrum Hannover gGmbH und berechnet den wirtschaftlichen Wert von Musik in den jeweiligen Gebieten. Die Ergebnisse sollen verdeutlichen, wie relevant Musik in unserer heutigen Gesellschaft ist. Mit der Durchführung wurde Sound Diplomacy beauftragt.

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