Mülltrennen – aber richtig!

In Deutschland wird viel Wert auf Mülltrennung gelegt. Trotzdem gibt es so einige Regeln, die öfters falsch befolgt werden.

Mülltrennen – aber richtig!

Nobody’s perfect. Das gilt auch im Rahmen der häuslichen Tätigkeiten. Wir alle tun unser bestes, um die Bude sauber zu halten und gleichzeitig alles richtig zu machen. Gerade bei der Mülltrennung gibt es jedoch einige Punkte, die gerne mal falsch gemacht werden. Egal ob einfach nicht gewusst oder falsch gelernt – die folgenden Irrtümer können bei einer Änderung viel ausmachen!

Kassenzettel in den Papiermüll

Der Klassiker im Ansammeln: alte Kassenzettel und Fahrkarten. Die gehen auf den ersten Blick als Papier durch, bestehen aber in den meisten Fällen aus Thermopapier. Dieses Material kann nicht wie normales Papier verwertet werden und gehört deshalb in den Restmüll.

Backpapier in den Papiermüll

Backpapier beinhaltet zwar im Namen Papier, in die grüne Tonne darf es aber auf keinen Fall. Grund ist nämlich die Beschichtung die verhindert, dass es sich komplett in Wasser auflöst. Also gilt hier auch wie beim Thermopapier: Restmüll. Ein Grund, vielleicht mal auf eine abwaschbare Dauerbackfolie zu wechseln oder versiegelte Backbleche, die gar kein Backpapier mehr benötigen.

Fleischreste in den Restmüll

Fleischreste werden oft extra nicht in die Biotonne, sondern den Restmüll geschmissen, um Ungeziefer zu vermeiden. Offiziell gehören sie grundsätzlich aber wie alle anderen Lebensmittel in den Biomüll. Wenn Du das Ungeziefer-Problem vermeiden möchtest, kannst Du sie z.B. in Zeitung einzuwickeln.

Kunststoffbecher zum Platzsparen ineinander stapeln

Eigentlich klingt es logisch, dass es ja nur von Vorteil sein kann, wenn Du deinen Plastikmüll platzsparend ineinander stapelst. Die Wahrheit sieht aber anders aus. Kunststoffbecher für Joghurt, Quark oder andere Lebensmittel müssen die Sortieranlage nämlich einzeln durchlaufen. Nur wenn sie lose in den Gelben Sack oder die Gelbe Tonne geworfen werden, können die unterschiedlichen Kunststoffe nach ihrer Art in der Sortieranlage aussortiert werden.

Alle Gläser in einen Container

Glas ist Glas? Pustekuchen! Es hat schon seinen Sinn, dass bei den Containern zwischen Weiß- und Grünglas unterschieden wird. Bei der Abholung wird nichts vermischt, schließlich kann aus dem bunten Gemisch kein Weißglas mehr entstehen. Farbiges Glas, das du nicht zuordnen kannst, kommt immer zum Grünglas.

Glasscherben in den Altglascontainer

Das selbe gilt auch, wenn’s mal gescheppert hat. Fenster-, Trinkglas- und Spiegelscherben sind Materialmischungen, die das Altglas verunreinigen könnten. Dementsprechend nicht erst für den Container sammeln, sondern gleich ab in den Restmüll damit.

CDs in den gelben Sack

Zu faul, alte CDs im Plattenladen oder auf dem Flohmarkt zu verramschen? Dann aber bitte nicht in den gelben Sack stecken. CDs und DVDs sind zwar größtenteils aus Kunststoff, der gelbe Sack ist aber trotzdem nicht die richtige Entsorgung. Auf dem Wertstoffhof gibt es ein spezielles Verfahren, um die Materialien zu recyceln. Die Hüllen kommen dann in den Restmüll.

Pizzakarton in den Papiermüll

Der Lieferdienst war mal wieder zu Besuch, der Schmaus ist verputzt und der Müll stapelt sich in der Küche. Pizzakartons oder Burger-Verpackungen gehören aber keinesfalls in den Papiermüll! Alle Kartonagen und Papierüberreste, die – etwa von Essen – verschmutzt sind, bringen Schmutz mit ins Altpapier. Ab damit in den Restmüll.

Plastik in den gelben Sack

Kunststoff gehört in den gelben Sack – Ist klar, oder? Das gilt aber hauptsächlich nur für Verpackungen. Alles andere wie Kugelschreiber oder Klobürsten gehört nicht in die gelbe Tonne. merk Dir also die grobe Regel: Produkte aus Kunststoff, die keine Verpackungen sind, müssen in den Restmüll. Solltet ihr schon die neue Wertstofftonne haben, dann dürfen selbstverständlich Hartkunststoffe wie z. B. Tupperboxen, Kinderspielzeug oder Eimer und Metalle wie z. B. Schrauben, Pfanne oder Töpfe dort weggeworfen werden.

Taschentücher in den Papiermüll

Bei Erkältungen stapeln sie sich gerne mal zu großen Haufen an: Gebrauchte Rotzfahnen. Leider verirren sie sich danach viel zu oft in den Papiermüll. Fakt ist: Wurden Papiertücher benutzt, müssen sie in den Restmüll.

Medikamente gar nicht in die Tonne

Endlich können wir auch bei einer bisherigen Annahme Entwarnung geben. Denn all die abgelaufenen Tabletten und sonstigen Medikamente müssen nicht zwangsläufig in der Apotheke abgegeben werden, sondern dürfen auch bedenkenlos im Restmüll entsorgt werden.

Joghurtbecher vor dem Wegwerfen ausspülen

Eine weitere falsche Annahme ist, dass Joghurtbecher oder andere Verpackungen aus Plastik zwingend ausgespült werden müssen, bevor sie im Gelben Sack bzw. in der Gelben Tonne landen. Der Müll wird in der Verarbeitung zur Wiederverwertung sowieso irgendwann gereinigt. Es genügt völlig, wenn die Becher „löffelrein“ bzw. „tropffrei“ sind.

Worauf Du stattdessen achten solltest: immer die Deckel aus Aluminium vom Plastik trennen! In der Sortieranlage kann Metall nämlich nur einzeln aussortiert werden. Die Infrarotsensoren der Sortieranlagen erkennen die verschiedenen Materialien nur wenn sie getrennt in der Gelben Tonne landen.

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