Letztes Mal drei Tage Modular – und wie es danach weitergeht | Aktuelle Nachrichten und Informationen

Das Modular 2027 wird anders aussehen. Wie genau? Das bleibt noch offen. Erste Ideen sind jedoch bereits bekannt – ebenso wie die Gründe für den Abschied vom bisherigen Festivalformat.

Letztes Mal drei Tage Modular – und wie es danach weitergeht

Schon in dieser Woche wird das Modular am Gaswerk stattfinden. Die Vorfreude ist groß – und doch mischt sich ein Hauch von Wehmut darunter. Denn es wird vorerst das letzte Modular im dreitägigen Festivalformat sein. Trotz des bevorstehenden Abschieds blickt der Stadtjugendring (SJR) mit Zuversicht auf die kommenden Jahre.

Steigende Kosten und strukturelle Probleme

Die Nachricht war wohl für viele Modular-Liebhaber ein Schock: Auf Instagram teilte der Stadtjugendring auf dem Festival-Account mit, dass das Ende des dreitägigen Festivals bevorsteht. „Not allowed!“, heißt es dort ebenso wie „Jetzt schon Liebeskummer“. Es muss wohl gesagt werden: Eine Ära geht damit zu Ende. 2012 hatte das Modular im Wittelsbacher Park begonnen, danach war es 2019 an das Gaswerk umgezogen. Für viele galt es innerhalb der Jugendszene als das Event des Jahres und zog stets zahlreiche Besucher an.

Trotzdem: Auch in den vergangenen Jahren zeigten sich bereits erste Schwierigkeiten. Gerade in Zeiten diverser Krisen und Herausforderungen galt die Finanzierung schon länger als zentrales Problem, das sich zuletzt noch weiter verschärft hat. „Kosten für Sicherheit, Technik, Infrastruktur und Personal steigen seit Jahren massiv. Gleichzeitig sollen Festivals für junge Menschen bezahlbar bleiben“, heißt es seitens des SJR. Für Diskussionen sorgte zuletzt auch die temporäre Verkleinerung des Festivals im Jahr 2024, die eine Antwort auf personelle Veränderungen innerhalb des SJR gewesen war. Es hieß, man brauche eine Übergangsphase, um Kapazitäten zu bündeln und neue Räume zu schaffen.

Nun erklärt der SJR, dass es nicht reichen würde, an kleinen Stellen zu schrauben. Stattdessen brauche es grundlegende Veränderungen, die nicht einfach während des laufenden Betriebs umgesetzt werden könnten. Deshalb gibt es nun ein Entwicklungsjahr, in dem das Modular neu erfunden werden kann. „Echte Veränderung braucht Zeit, Fokus und Klarheit“, heißt es in der Mitteilung. Es ist also kein Ende des Festivals, sondern vielmehr ein neuer Anfang.

Wie könnte das neue Modular aussehen?

An erster Stelle steht für den Stadtjugendring, die Jugendlichen in die Planung einzubeziehen und ihnen bei der Neuausrichtung eine Stimme zu geben. So wird es beim anstehenden Festival am SJR-Stand die Möglichkeit geben, eigene Vorschläge einzubringen, wie das Modular in Zukunft gestaltet werden könnte. Erste Ideen nennt der SJR auch schon selbst: Das neue Modular soll zunächst kleiner, urbaner und dezentraler sein. Im Raum stehen derzeit Pop-up-Formate, kleinere Bühnen, Modular-Camps, Beteiligungsaktionen oder Veranstaltungen in der Innenstadt und in den Stadtteilen. Die Idee dahinter: „Nicht nur junge Menschen sollen zum Modular kommen. Das Modular soll auch zu ihnen kommen.“ Konkret geplant sei bereits in diesem Jahr die Newcomerbühne „Young Aux – The Stage is Yours“ am 25. Juni auf den Sommernächten.

Ein letztes großes Wochenende am Gaswerk

Nachdem das Modular in seinem dreitägigen Festivalformat vorerst also zum letzten Mal stattfinden wird, gilt es, dieses Jahr noch einmal ganz besonders zu genießen. Auf welche Acts ihr euch also schon am Wochenende am Gaswerk freuen könnt? Das erfahrt ihr hier: