Das Modular zieht um. Grund zur Traurigkeit?

Das Modular ist vorbei. Mit einem lachenden Auge blicken wir zurück auf die schönen letzten Tage und mit einem weinenden sagen wir auf Nimmerwiedersehen Wittelsbacher Park. Wie geht es jetzt weiter?

Das Modular zieht um. Grund zur Traurigkeit?

Wie haben wir die letzten Tage genossen. Die Bands waren super, die Stimmung gut und das Wetter spielte auch größtenteils mit. Besser kann ein Festival-Wochenende im schönen Wittelsbacher Park kaum verlaufen. Die grünen Wiesen, der schön angelegte Parkgarten und die großen Bäume, die auch bei starker Mittagssonne den nötigen Schatten spenden. Man muss schon sagen, dass das Modular Festival auch wegen dem Wittelsbacher Park so charmant ist. Doch dem Park geht es jetzt an den Kragen. Dieses Jahr fand das Modular hier zum letzten Mal statt.

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Warum nicht mehr im Wittelsbacher Park? Vielleicht fragt ihr euch, warum dem schönen Wittelsbacher Park der Rücken gekehrt wird? Schließlich lieben wir das Modular Festival doch genauso wie es ist. Die Diskussionen flammten in den letzten Jahren immer wieder auf, weil sich viele Anwohner rund um den Kongress am Park über die Lautstärke beschwerten. In diesem Jahr bemühten sich die Organisatoren also nochmal richtig und statteten die Bühnen mit besonderen Lautsprechern aus, die noch gezielter den Schall transportieren, sie senkten die Lautstärke und staffelten das Line-Up so, dass es zu keinen parallelen Überschneidungen kam. Denn besonders kritisierten Anwohner in den Vorjahren den vermischten Sound verschiedener Bühnen. Anscheinend haben die Maßnahmen Wirkung gezeigt. Es gab nur zwei Lärmbeschwerden. Eine erfolgte als das Festival noch gar nicht lief und für die andere war eine private Gartenparty in der Rosenaustraße verantwortlich. Wenn das mal keine gute Statistik ist!

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So wie es aussieht, hat der Wittelsbacher Park trotzdem keine Zukunft für das Festival. Immer wieder ist auch der Natur- und Tierschutz ein großer Kritikpunkt. Vielleicht können wir in dieser Hinsicht alle ein wenig mehr Verständnis aufbringen und uns gegenüber einem anderen charmanten Fleckchen in Augsburg öffnen.

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Positiv denken... das Gaswerkareal hat Potential Gejammert ist natürlich immer schnell und natürlich haben wir den Wittelsbacher Park geliebt, aber ändern können wir es sowieso nicht. Wir sollten also lieber positiv denken. Momentan sieht es stark danach aus, dass das Gaswerkareal die neue Heimat vom Modular wird. Klar wird sich einiges vom Ambiente ändern. Weniger Natur, dafür mehr Industrie und die Anbindung ist vielleicht auch nicht unbedingt der Hammer. Wenn wir uns aber mal vor Augen führen, was die Veranstalter in der Vergangenheit mit unvergleichlich viel Herz auf die Beine gestellt haben, sollten wir uns keine Sorgen machen. Die Liebe, die jeder Einzelne des Orga-Teams in unser Augsburger Festival steckt, ist entscheidend.

Der Park alleine macht das Modular nicht zu dem, was es ist. Es ist die Leidenschaft in jedem einzelnen Programmpunkt. Es ist die Detailverliebtheit. Es ist der Fakt, dass wir uns alle jedes Jahr treffen und friedlich gemeinsam wunderschöne Stunden bei guter Musik verbringen. All das kann uns keiner nehmen. Das wird an jedem Veranstaltungsort weiterleben, egal ob im Gaswerkareal oder auf einem Acker außerhalb der Stadt. Und sind wir doch mal ehrlich. Das Gaswerk hat schon wieder seinen ganz eigenen Charme...

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Wir sehen uns also im nächsten Jahr. Ganz egal wo. Wichtig ist nur, dass wir uns sehen.

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