Das war das Modular 2026 | Aktuelle Nachrichten und Informationen

Am vergangenen Wochenende feierten tausende Besucher:innen beim Modular Festival 2026 auf dem Gelände am Alten Gaswerk.

Das war das Modular 2026

Wie immer am Pfingstwochenende hieß es auch in diesem Jahr in Augsburg wieder: Ab aufs Modular! Nach zahlreichen Regenschauern und Schlamm in den letzten Jahren überzeugte das Festival, das zum letzten Mal in diesem Format stattfand, zum Abschluss nochmal mit drei Tagen Sonne! Das Gaswerkgelände verwandelte sich dabei in einen Ort für Jugendkultur und Musik. Tausende Besucher:innen strömten an den drei Tagen auf das Gelände, um ihre Lieblingsacts, Freundschaft, Kultur und gemeinsame Zeit zu feiern. Das bleibt vom Modular 2026.

Große Vielfalt auf dem Modular

Das Gaswerkgelände wurde in seiner ganzen Vielfalt bespielt: Nicht nur Musik auf den Bühnen, sondern auch Installationen im Teleskopgasbehälter, Walking Acts, DJ-Spots und nächtliche Closing-Sets im Scheibengasbehälter. Neu im Programm war der „Bus Aldrin“: ein ausgemusterter swa-Bus, der sich jeweils ab dem späten Nachmittag in einen vibrierenden Dancefloor verwandelte. Der Technobus, wie er zumeist genannt wurde, entwickelte sich zu einem echten Publikumsmagneten und ging auch in den sozialen Medien viral.

Auch mit dem Bühnenprogramm setzte das Modular Akzente. Besonders die Entscheidung, die Hauptbühne am Gaskessel am Sonntag komplett mit „female fronted Acts“ zu bespielen, wurde vom Publikum und den Acts selbst begeistert aufgenommen. „Dass Acts wie Großstadtgeflüster oder Blond diese Entwicklung selbst auf der Bühne thematisiert und gefeiert haben, hat nochmal unterstrichen, wie wichtig diese Sichtbarkeit für neue wie etablierte Musiker:innen ist“, so die Veranstalter.

Das Modular trifft den Zeitgeist

Auch 2026 zeigte sich das Modular erneut als Festival mit Haltung. Großen Zuspruch erhielten dabei Projekte wie die Installation im Teleskopgasbehälter in Zusammenarbeit mit SOS Humanity oder künstlerische Walking Acts zum Thema Wasserschutz. Das gastronomische Angebot war wie die letzten Jahre auch heuer wieder komplett fleischfrei und fand viel Zuspruch. Die kulinarische Vielfalt auf dem Gelände kam bei dem jungen Publikum gut an. So knackte die Vegane Fleischerei am letzten Festivaltag die Marke von 1000 verkauften Leberkässemmeln. All das zeigt: Nachhaltige Produkte, regionale Partner:innen und ein bewusst gestaltetes Angebot gehörten für viele junge Gäste ganz selbstverständlich zum Festivalerlebnis dazu. Felicia Lester, stellvertretende Vorsitzende des SJR, sieht darin einen wichtigen Teil der Festivalidentität:

„Jugendverbände, Initiativen und junge Menschen greifen auf dem Modular genau die Themen auf, die ihre Generation bewegen. Nachhaltigkeit, gesellschaftliche Verantwortung, Beteiligung oder kulturelle Vielfalt sind keine Randthemen, sondern Teil des Modulars.“

Auch der Einsatz der Awareness-Teams sowie die enge Zusammenarbeit mit den Behörden bewährte sich. Trotz der hohen Temperaturen blieb das Festival das sicherste Großevent im Raum Augsburg. Allein an der kostenlosen Wasserstation vor dem swa Club Bulli wurden täglich rund 3000 Liter Wasser ausgegeben.

Die Zukunft des Modulars

Der Stadtjugendring (sjr) richtet den Blick bereits nach vorne. Fabienne Kündgen, Vorsitzende des sjr, betont:

„Die Gespräche und Rückmeldungen auf dem Festival zeigen uns ganz klar: Jugend braucht Räume, Beteiligung und bezahlbare Kulturangebote.“

Sie führt weiter aus, dass der Stadtjugendring dankbar für den Rückhalt aus der Stadtpolitik und den gemeinsamen Schulterschluss mit der Stadt Augsburg ist, der es ermöglicht, dem Modular 2027 bewusst Zeit und Raum für die Weiterentwicklung zu geben. Sie betont, dass sich Jugendkultur nicht nur auf drei Festivaltage im Jahr beschränken darf. Junge Menschen wünschten sich noch mehr Mitgestaltung sowie niedrigschwellige und vor allem bezahlbare, im besten Fall kostenlose Angebote. Genau daran wolle der sjr ansetzen. In Zukunft soll das Modular deshalb gemeinsam mit der Beteiligung Jugendlicher und junger Menschen weiterentwickelt werden.

Modulamore made by Volunteers

Neben Musik, Programm und Festivalstimmung stand auch diesmal wieder vor allem das Miteinander im Vordergrund. Über 520 Volunteers beteiligten sich am Aufbau sowie an den drei Festivaltagen in unterschiedlichsten Bereichen: von Einlass und Artist Care bis Trash Heroes, Logistik und Platzgestaltung. Aber auch in anderen Bereichen, vor allem der Organisation des Festivals, engagierten sich viele von ihnen bereits seit Monaten ehrenamtlich. „Die ehrenamtliche Crew ist auch 2026 wieder Herzstück des Festivals“, so Julia Appel vom Modular-Team und Verantwortliche für die Ehrenamtskoordination. „Raum für diese Kreativität und das Miteinander aufzumachen, ist in meinen Augen eine der zentralsten Aufgaben in der Koordination der ehrenamtlichen Crew – und dazu gehört es, auch mal waghalsig erscheinende Ideen mit Mut zu begleiten. […] Die Gemeinschaft, die entsteht, wenn alle ihren Beitrag zum großen Ganzen leisten und sich in dem, was wir tun, wiedererkennen, ist einmalig!“

Während auf dem Gaswerkgelände schon bald nichts mehr vom Modular Festival übrig sein wird, bleibt eines für immer: die Erinnerung.