Hallo neues, altes Modular – Der erste Tag am Gaswerk

Alles neu aber doch wie immer. Der erste Tag auf dem neuen Modular-Gelände ist vorbei und wir sind noch völlig berauscht von den ganzen Eindrücken.

Hallo neues, altes Modular – Der erste Tag am Gaswerk

Endlich ist es so weit. Wir waren so lange gespannt auf das neue Modular. Und als wir dann am gigantischen Beton-Wal vorbei auf das Gelände am Gaskessel laufen, können wir es nicht erwarten, alles zu erkunden. Es gibt viel Skepsis im Vorfeld, denn, sind wir mal ehrlich, der Wittelsbacher Park war schon einfach perfekt für das Festival.

…es fühlt sich direkt wieder nach Modular an – nur irgendwie urbaner.

Dann die Erleichterung: Nach dem ersten Rundgang fühlt es sich direkt wieder nach Modular an – nur irgendwie urbaner. Da es mehr Kies und Asphalt und weniger Wiesen gibt, büßt es ein bisschen von seiner Gemütlichkeit ein. Aber der Eindruck wird vielleicht auch vom Gewitter verstärkt, das uns nach kurzer Zeit in die Regenponchos und die Unterstellmöglichkeiten treibt. Perfekt um den chilligen Klängen von Telquist an der Bühne im Theater zu lauschen. Der Sound ist überragend. Und als wir uns dann wieder nach draußen wagen, ist das Gewitter schon fast vorüber. Die Sonne kommt heraus, und lässt das Festival-Gelände in seiner vollen Pracht erstrahlen. Hunderte Helfer haben das Gaswerk so liebevoll gestaltet, dass wir auch das neue Areal einfach nur liebgewinnen können.

Es glitzert, es blinkt und es rockt.

Bevor die Jagd von einer zur nächsten Band losgeht, schaffen wir uns noch eine Grundlage in der Schlemmer-Meile. Die Auswahl ist dieses Jahr so groß, dass es echt nicht leicht ist, sich zu entscheiden. Jetzt noch schnell ein Bier holen und dann ab zu BONAPARTE an die Mainstage vor dem Gaskessel. Die heizen dem absolut relaxten Publikum ein – nur dürfte es ruhig ein bisschen lauter sein. Spätestens mit dem darauffolgenden Act von Superorganism geht’s dann aber richtig ab. Es glitzert, es blinkt und es rockt – was für eine abgefahrene Band! Der Münchner Roger Rekless, der kurzfristig für Nate57 eingesprungen ist, sorgt an der atmosphärischen Bühne im Park mit seinem Rap für Gänsehaut-Momente.

Eigentlich kann man sich gar keine Pause leisten, denn es sind so viele Acts am Start. Aber für ein bisschen Entspannung zwischen den Auftritten ist die Obstwiese perfekt. Viele, kleinen Stände und ein riesiger Bereich für Kinder mit Spielen, Bastelsachen und großartigen Betreuern, die die Kinder schminken. Und das alles auf einer großen, grünen Wiese – die chilligen Klänge der Bühne auf der Lichtung im Hintergrund. Hier kann man einfach in der Sonne liegen und das Leben genießen.

Irgendwie verfliegt die Zeit. Wir wollen noch die coolen Augsburger Labels im Kühlergebäude abchecken. Aber dafür bleiben ja noch Freitag und Samstag – ein Glück. Der Abend schließt mit einem nie endenden Konzert von Friska Viljor ab. Die schwedischen Jungs und Mädels wollen die Bühne gar nicht mehr verlassen und spielen eine Zugabe nach der anderen.

Wir sind völlig erschöpft als dann wirklich der letzte Gitarren-Sound verklingt und machen uns auf dem Weg nach Hause. So darf es gerne die nächsten beiden Tage weiter gehen.

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