Erfolgreiche Mode Start-Ups aus Augsburg

Blusen, die Rotwein standhalten und Multifunktionstücher mit Augsburg-Print. Die Augsburger Gründerszene wächst und wächst. Wir haben euch Neuigkeiten von Heaters, Lebelei und Sanoge für euch.

Erfolgreiche Mode Start-Ups aus Augsburg

Die Lebelei

Die Lebelei steht für nachhaltige, moderne und liebevoll gestaltete Augsburg-Souvenirs. Hinter dem Label steht Gründerin Isabel König. Sie ist Grafik-Designerin und versieht fair hergestellt Souvenirartikel mit Augsburg-Motiven. Wer nach fetten Augsburg Schriftzügen unter einer riesigen Zirbelnuss sucht, ist hier falsch. Die gebürtige Kaufbeurerin entwirft farbenfrohe, moderne Designs und integriert darin Silhouetten bekannter Augsburger Gebäude. Angefangen hat alles mit Weihnachtsgrußkarten. Mittlerweile umfasst das Lebelei-Sortiment zahlreiche Artikel. Darunter Buttons, Tassen und Taschen.

Multifunktionstücher im Augsburg-Design wurden dieses Jahr besonders gern gekauft.

Im vergangenen Jahr nahm sie an der SchwabIllu im Glaspalast teil, und das mit „unerwartet großem Erfolg“, wie sie sagt. Die Prints, die sie extra für die Ausstellung angefertigt hatte, stießen auf großen Anklang und wurden noch lange nach der SchwabIllu nachgefragt. Auch im Pop-Up-Designerkaufhaus „Zwischenzeit“ war die Lebelei vertreten. Hier kamen die handgeschöpften Schokoladen der Aichacher Konditorei Gulden besonders gut an. Isabel König verlieh diesen ein neues Kleid mit buntem Augsburg-Print. In Coronazeiten kaum überraschend, waren auch die neu designten Multifunktionstücher von Lebelei ein Verkaufsschlager.

Nachhaltig und regional

Bei Lebelei werden ausschließlich ökologisch und fair produzierte Produkte in Augsburg-Accessoires umgewandelt. Das gilt insbesondere für ihre Textilien. Die T-Shirts für ihre Lebelei-Shirts erhält sie über die Zusammenarbeit mit dem Augsburger Öko-Label „Degree Clothing“. Die Lebelei-Taschen werden wiederum von „manomama“ hergestellt, einer Augsburger ökosoziale Textilfirma, die zu 100 Prozent ökologische Kleidung produziert.

Isabel König arbeitet stetig weiter daran, ihr Sortiment auszuweiten. Für dieses plant sie Babybodies und eventuell auch Mützen. Soweit zumindest der Plan: „Mal sehen, was Corona mit meinen Plänen macht“, meint sie.

Sanoge

Schon vor einem Jahr haben wir euch dieses aufstrebende Start-Up aus der Modewelt vorgestellt. Bei Sanoge geht es um maßgeschneiderte Business-Wear für Frauen. Und die hat es in sich. Dahinter steht ein dreiköpfiges, junges Team voller Tatendrang und neuen Ideen.

Rettung für dein Date

In der letzten Zeit haben sie nach einer Lösung für ein Problem, dass bestimmt viele von euch kennen: Auf deinem ersten Date, einem romantischen Dinné, verschüttest du vor Aufregung Rotwein auf deine strahlend weiße Bluse. Toll, der Abend ist gelaufen! Hier kommt Sanoge ins Spiel. Zusammen mit einer französischen Textilfirma haben sie einen Stoff entworfen, dem Rotwein nichts anhaben kann. In deiner Date-Situation, würdest du lediglich kurz ins Bad verschwinden, die Bluse mit einem feuchten Tuch abwischen und makellos wieder zu Tisch kommen. Möglich ist das, aufgrund der speziellen Webart des Blusenstoffs. Anders als bei vergleichbaren Produkten, wird der „Abperl-Effekt“ nicht durch eine Beschichtung erreicht, sondern durch die Webart. Der Vorteil: keine umweltschädlichen Chemikalien, keine Abnutzung der Beschichtung durch das Waschen und somit kein Verlust der „Fleckenfrei-Funktion“.

„Unternehmertum bedeutet für mich proaktive Kreativität, vereint mit radikaler Verantwortungsübernahme“ - Sarah Maria Nordt, Gründerin und CEO von Sanoge

Auch Sanoge legt großen Wert auf Umweltverträglichkeit. Die Stoffe werden direkt von den Lieferanten bezogen, um Transportwege zu minimieren. Der spezielle Stoff, aus dem die fleckenresistenten Blusen hergestellt werden, kommt aus einer französischen Weberei in der Nähe von Paris.

Heaters

Hinter dem Augsburger Modelabel und Start-Up „Heaters“ steht unter anderem Burak Küçük. Vor vier Jahren gründete er, zusammen mit Jonathan Kreuzer und Josua Janda, seine eigene Streetwear-Marke. Und nicht nur das: Nebenbei ist er in der Augsburger Kulturszene und der Politik aktiv. Er ist DJ und Mitbegründer des „Generation AUX e.V.“

Das letzte Jahr war für das Modelabel ein ganz Besonderes: Es stieg innerhalb einer Woche in die Maskenproduktion ein. Im Mai 2020 hatten sie bereits 70.000 Masken gefertigt. Die Heaters-Masken ließen sie in Europa herstellen, in Portugal und Bulgarien. Das Ziel war es, hochwertige Masken, die unter fairen Arbeitsbedingungen hergestellt wurden, günstig anzubieten. Der Plan ging auf. Mittlerweile sei der jedoch Markt gesättigt, wie Burak schon im August gegenüber B4B Schwaben erzählte. Die drei Gründer widmen sich nun wieder voll und ganz der Streetwear und arbeiten an der neuen Kollektion.

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