Ausbau des ÖPNV: Stadtjugendring Augsburg fordert Mobilitätswende

Soziale Teilhabe wird insbesondere durch Mobilität ermöglicht. Deswegen macht sich der Stadtjugendring (sjr) für eine zukunftsorientierte, klimafreundliche und jugendgerechte Mobilitätswende in Augsburg stark.

Ausbau des ÖPNV: Stadtjugendring Augsburg fordert Mobilitätswende

Der Stadtjugendring (sjr) fordert einen für die Jugend zugänglicheren ÖPNV im Raum Augsburg. Die Arbeitsgemeinschaft findet: Stärker als für alle anderen Bevölkerungsgruppen ist Mobilität für sie ein Schlüssel für soziale Teilhabe. Gleichzeitig seien Jugendliche noch zu selten in politische Entscheidungsprozesse einbezogen.

Ringverbindung als Lösungsvorschlag

Ob zur Schule, zur Universität, zum Ausbildungsbetrieb oder für Freizeitaktivitäten – Mobilität ist eine Voraussetzung für Inklusion, Selbstbestimmung und Partizipation von Jugendlichen. Nicht selten greifen sie dafür auf Fahrräder, E-Roller, Busse oder Straßenbahnen zurück. Laut Stadtjugendring sei das Thema Nachhaltigkeit ein wichtiger Aspekt bei der Wahl des Verkehrsmittels: „Der Klimawandel ist gerade für junge Menschen eines der drängendsten Probleme ihrer Zukunft“, meint Daniel Schweiger, stellvertretender Vorstand des Stadtjugendrings Augsburg. „Daher entscheiden sie sich bewusst für umweltfreundliche Alternativen.“ Gerade deswegen sei ein bezahlbarer ÖPNV wichtig. „Die Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen dürfen nicht vergessen werden“, betont er.

„Eine […] Mobilitätswende ist dringend notwendig.“

Eine Mobilitätswende erfordere im ersten Schritt Investitionen in den Nahverkehr, um das Streckennetz auszubauen und bestehende Verbindungen zu verbessern. Die Verbindungen im Augsburger ÖPNV müssen so angelegt sein, dass junge Menschen aus dem Umland in die Stadt kommen, so der Stadtjugendring. Mit einer zusätzlichen Ringverbindung über B17, A8 und der Schleifenstraße würden lange Fahrzeiten verringert und die Straßenbahnlinien an den Außenbereichen der Stadt miteinander verbunden werden.

Bizarre Fahrtzeiten

„Die Bus- und Bahnverbindungen im ÖPNV müssen sich an der Realität der Fahrgäste orientieren“, sagt Schweiger. Er erzählt: „Wenn ich von Göggingen nach Leitershofen zu meinen Freunden fahren will, bin ich 40 Minuten unterwegs und muss zweimal umsteigen. Mit dem Auto brauche ich aber nur sechs Minuten.“ Das stehe in keinem Verhältnis und zeige deutlich, dass in Augsburg eine Ringverbindung benötigt wird.

Des Weiteren erfordere die derzeitige Situation nicht nur den Ausbau der Strecken, sondern ein Umdenken bei der Preisgestaltung und beim Tarifsystem, um die Nutzung gerade für die junge Generation bezahlbar zu machen. „Ich denke im besten Fall an eine kostenlose Nutzung des ÖPNV für alle jungen Menschen“, so Schweiger. Aber auch eine kurzfristige finanzielle Entlastung würde vielen Menschen aktuell weiterhelfen.

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