Aux gegen Menschenhandel - Ein Schritt gegen die Sklaverei

Nur wenige sprechen darüber. Trotzdem ist es auch in der heutigen Zeit ein großes Problem. Die Zahlen menschlicher Sklaven sind erschütternd. Ein Augsburger Verein stellt sich mutig dagegen.

Aux gegen Menschenhandel - Ein Schritt gegen die Sklaverei

Wie hoch die Zahlen der Betroffenen von Menschenhandel tatsächlich sind, kann niemand beantworten. Statistiken basieren auf Mutmaßungen oder Hochrechnungen. Was hinter verschlossen Türen geschieht, weiß niemand. Der Augsburger Verein „Aux gegen Menschenhandel“ geht von einer höheren Zahl aus als je zuvor und versucht mit aktiver Aufklärungsarbeit etwas Positives zu bewirken.

Kleiner Einblick in großes Leid

Auch wenn sämtliche Statistiken keine 100% korrekten Zahlen liefern können, ermöglichen sie dennoch einen Eindruck vom Ausmaß bestimmter Thematiken. Die internationale Arbeitsorganisation geht von weltweit etwa 21 Millionen Menschen aus, die von Sklaverei betroffen sind. Davon sind rund 4,5 Millionen Menschen Opfer sexueller Ausbeutung. Mit weitem Abstand sind davon der Großteil Frauen und Mädchen. Laut dem Augsburger Verein sind in Deutschland rund 400.000 Prostituierte tätig. 90% gehen dieser Tätigkeit unfreiwillig nach.

Auch konkret bezogen auf Augsburg liefert der Verein erschütternde Statistiken. In unserer Stadt arbeiten demnach 600 bis 700 Prostituierte, die meistens kein Deutsch sprechen und zu großen Teilen zu ihrer Tätigkeit gezwungen werden. Ein Arbeitstag mit 12 Stunden ist keine Seltenheit. Die gesetzlichen Vorgaben können kaum überprüft werden. Gefangen in einem Teufelskreis aus Geldnot, Gewalt und Zwang, ist die Lage für die Betroffenen scheinbar aussichtslos.

Aux gegen Menschenhandel

Um etwas zu bewegen, spielt Aufklärung eine zentrale Rolle. Die Gesellschaft muss Missstände kennen bis im gesellschaftlichen Diskurs weitreichende Veränderungen möglich sind. Der Verein „Aux gegen Menschenhandel“ engagiert sich für die Aufklärung der Augsburger. Bei regelmäßigen Aktionen, Gesprächen und Informationsveranstaltungen werden die Bürger auf die Probleme hingewiesen.

Jeder Einzelne zählt

Doch das ist alles nur ein Schritt gegen Menschenhandel. Am Ende entscheidet jeder Einzelne, inwieweit er welche Machenschaften toleriert oder gar unterstützt. Wer Bordelle besucht, sollte sich bewusst sein, was er dem Gegenüber damit antun könnte. Reiseanbieter, die den Sextourismus unterstützen, sollten boykottiert werden. Jeder kann in seinem Umfeld zu einer breiten Aufklärung beitragen. Werdet aktiv, informiert euch bei „Aux gegen Menschenhandel“ und leistet euren Teil für eine bessere Welt.

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