Bürger wollen autofreie Maxstraße

Augsburger wünschen sich für ihre Prachtmeile eine Zukunft ohne Autos. Die Entscheidung liegt beim Stadtrat.

Bürger wollen autofreie Maxstraße

Die Maximilianstraße ohne Autos – ein Bild, von dem anscheinend viele Augsburger träumen. Bei der vergangenen Bürgerversammlung im Goldenen Saal des Rathauses wurde von den anwesenden Bürgern beschlossen, dass alle PKWs aus der Prachtmeile verbannt werden und die Semmeltaste für halbstündiges kostenloses Parken schnellstmöglich abgeschafft wird. Ob die Forderungen realisiert werden, muss nun der Augsburger Stadtrat beraten. Bei der jährlichen Bürgerversammlung kann jeder wahlberechtigte Bürger Anträge stellen, über die abgestimmt wird. Die Empfehlungen aus der Bürgerversammlung müssen innerhalb von drei Monaten vom Stadtrat behandelt werden.

Für eine lebenswerte Innenstadt

Der Verkehr stand generell im Fokus des Abends. Weitere Themen waren verstopfte Straßen oder parkende Autos in der Innenstadt. Ein Großteil der Anträge beschäftigte sich damit, wie die Innenstadt durch weniger Autos lebenswerter werden könnte. Vor allem die Maximilianstraße war Gesprächspunkt. So wird sie von Bürgerseite als leblos beschrieben und durch die Autos, der Gastronomie und den Partys auf der Straße gestört. Es existiere bereits ein Stadtratsbeschluss, nach dem ab 20.30 Uhr kein Auto mehr in die Maximilianstraße fahren darf – dieser wurde aber noch nicht umgesetzt.

Mehr Grün und Änderungen der Parksituation

Es wurde auch der Wunsch nach Bäumen geäußert. Dieser sei aber schon deshalb nicht möglich, weil unter der Straße römische Schätze, Keller und andere Hinterlassenschaften eine Pflanzung unmöglich machen würden. Oberbürgermeister Kurt Gribl versprach aber eine konsequente Begrünung im Rahmen des Möglichen, beispielsweise durch Pflanzkübel. Lob erhielt der neue Fahrradstreifen in der Maximilianstraße. Es kam aber auch die Frage auf, bis wann alle parkenden Autos verschwinden würden, die derzeit noch einen Teil des Streifens belegen. Außerdem wurde von einem Bürger eine „Parkraumreform“ gefordert, die eine Abschaffung der Semmeltaste, eine Anpassung der Parkgebühren und beispielsweise Parkplätzen für Lastenräder beinhaltet. Dazu gäbe es aber seitens der Stadt derzeit noch keine Bestrebungen.

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