Diskussion in Augsburg: Wie soll die Maxstraße in Zukunft aussehen?

Die Ausschreitungen Mitte Juni auf der Augsburger Maximilianstraße haben viel in Gang gesetzt. Nun berät sich ein Gremium aus VertreterInnen von Gastronomie, Hotellerie, Anwohnerschaft und Stadtjungendring über die Gestaltung der Straße.

Diskussion in Augsburg: Wie soll die Maxstraße in Zukunft aussehen?

Die Maxstraße neu überdenken, ihre Herausforderungen und Potenziale als zentrale „Lebensader“ der Stadt zusammenbringen und generationenübergreifende Lösungen finden. Zu diesem Zweck hat Augsburgs Oberbürgermeisterin Eva Weber zusammen mit dem Ordnungsreferent Frank Pintsch zu einem Auftakt-Workshop geladen.

Motto: „Was braucht die Maximilianstraße?“

Für OB Eva Weber ist klar: Für die Maximilianstraße muss ein neues Konzept her: „Der exzessive Gewaltausbruch in der Nacht auf den 20. Juni hat eine Grenze überschritten. Wir müssen mit der Maxstraße etwas tun und offen über Lösungswege sprechen – auch wenn sich damit schon Generationen von Stadtregierungen beschäftigt und die Zähne ausgebissen haben“, sagt sie.

Ein Workshop, der VertreterInnen aus der Augsburger Gastronomie, der Hotellerie, Teile der Stadtverwaltung, Augsburg Marketing, den Stadtjungendring und VertreterInnen der AnwohnerInnen der Maxstraße zusammenbringt, soll nun Lösungen erarbeiten. Am Dienstag, den 6. Juli, fand der Auftakt-Workshop statt.

Toiletten, stabile Mülleimer, weniger Verkehr: Das wurde im Workshop diskutiert

Ein Nachtwächter soll Ansprechpartner für Anwohnende, Kulturschaffende, Gastro- und HotelbetreiberInnen sein.

Die insgesamt 35 Workshop-TeilnehmerInnen waren sich darin einig, dass die Maxstraße neu gestaltet werden muss, um allen Nutzungsgruppen gerecht zu werden. Als wichtig dafür erachten sie die Verkehrsreduzierung sowie die Sperrung der Straße in bestimmten Zeiträumen. Zudem wurde die Schaffung einer neuen Stelle beschlossen: Die des Nachtwächters. Er soll für AnwohnerInnen, Hotel- und GastrobetreiberInnnen, sowie für Kulturschaffende vor allem nachts ein offenes Ohr haben.

Auch müsse das Angebot der Gastronomie sich weg von To-Go-Verkauf und hin zu gehobenerer Gastronomie entwickeln, so ein diskutierter Vorschlag. Vor dem Hintergrund des vielen Mülls, der nach der Feierei zurückgelassen wird, sprachen die Workshop-TeilnehmerInnen über Respekt gegenüber der Maximilianstraße. „Dieser notwendige Respekt gegenüber der Bedeutung unserer Innenstadt muss wieder deutlich ins Bewusstsein kommen“, meint hierzu Ordnungsreferent Frank Pintsch. Unter anderem sollen auch stabilere Mülleimer her, um dem Müllproblem entgegenzuwirken.

Unplugged Bühne in der Maxstraße

Gesprochen wurde auch über ein Bühnenkonzept für die Maximilianstraße. Hier sollen KünstlerInnen unplugged auftreten können. Wolfgang Doßmann, ein Anwohner der Maxstraße und Gründer der Aktionsgemeinschaft Maximilianstraße wünscht sich „eine Kultur für alle“ und „keine Kultur des Lärms“.

Augsburgs Oberbürgermeisterin Eva Weber betont, wie wichtig ihr das Thema Maxstraße ist: „Wir haben die Maxstraße auf die Agenda gesetzt. Das bedeutet, mit den Bedarfen aller umzugehen. Das hat hohe Priorität, denn die Maxstraße hat eine weit über Augsburg reichende überregionale Qualität. Es kommt jetzt darauf an, dass wir einen guten gemeinsamen Nenner finden, um Verbesserungen zu erzielen.“

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