Wie steht es um die Luca-App in Augsburg?

Ist die Luca App nun cool oder nicht? Welche Augsburger Geschäfte sind dabei? Und warum besteht gerade so ein Wirbel um die App? Wir klären euch auf.

Wie steht es um die Luca-App in Augsburg?

Die Luca-App wurde uns als rettende Lösung charmant von Smudo präsentiert und wir alle haben uns gefreut: Endlich kommt ein Konzept, dass es uns ermöglicht wieder Shoppen zu gehen und vielleicht sogar anderen Freizeitgestaltungen nachzugehen. Doch jetzt gibt es einiges an Wirbel um die App.

Viel Kritik an der Luca-App

Derzeit werden die kritischen Stimmen zur Luca-App immer lauter. Dabei geht es vor allem um Datenschutz-technische Dinge. Der Chaos Computer Club (CCC) warnte am vergangenen Dienstag, den 13. April, eindringlichst vor der App und betitelt sie als „unreifes und untaugliches Produkt“. Den App-ProgrammiererInnen ginge es zu einem großen Teil darum, Gewinn aus der Luca-App zu erwirtschaften, etwa durch die Anbindung in Ticket-Systeme. Viel zu viele Steuergelder seien bislang für Lizenzen von den Ländern an das Unternehmen geflossen, ohne den Nutzen der App und Konkurrenzprodukte umfassend zu prüfen.

Spärliche Luca-App-Erfassung im Augsburger Einzelhandel

Für Augsburg hat die Luca-App, angesichts der stetig steigenden Infektionszahlen zurzeit keinen großen Nutzen. Es gilt Click & Collect und Click & Meet, wobei letzteres nur noch mit tagesaktuellem negativen Corona-Test genutzt werden darf. Das hat einen drastischen Rückgang von BesucherInnen in Augsburger Läden zufolge. Wenn man sich in der Innenstadt umsieht, stößt man nur vereinzelt auf Geschäfte, die einen Check-In über die Luca-App anbieten. Darunter die Buchhandlung Thalia, die Schlosser’sche Buchhandlung, Brax, Ulla Popken, L’Occitaine en Provence und Absolute Run.

Wie steht die Stadt Augsburg zu Luca?

Bayern hat bislang 5,5 Millionen Euro für einen Einjahres-Lizenz für die Luca-App ausgegeben, damit Gesundheitsämter, Gastronomie und andere Organisationen die App kostenlos einsetzen können. Die App sei ein „wichtiger Baustein zur Unterbrechung von Infektionsketten“, heißt es in der Pressemitteilung der Bayerischen Staatsregierung vom 7. April 2021.

Seit Ende März ist die Luca-App für Augsburg freigeschaltet. Wie der IHK-Regionalgeschäftsführer Jens Walter gegenüber B4B Schwaben erklärte, sei die App für den Einzelhandel, das Gastgewerbe und viele weitere Branchen ein „wichtiges Hoffnungssignal“.

Dass in der nächsten Zeit noch deutlich mehr Einzelhändler eine Luca-Registrierung anbieten, erscheint aktuell unwahrscheinlich. Doch auch, wenn die Infektionszahlen derzeit steigen, zeigte sich Augsburgs Oberbürgermeisterin Eva Weber auf der Pressekonferenz vom Donnerstag, den 15. April, zuversichtlich, was die weitere Entwicklung des Infektionsgeschehens angeht. Mit dem Impfen würde man gut vorankommen. Unter diesen Umständen rückt der Einsatz der Luca-App dann doch wieder näher.

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