Corona-App Luca: Stadt Augsburg greift zu neuen Methoden

Zur Eindämmung der Corona-Pandemie setzt die Stadt Augsburg nun auf die Luca-App. Sie soll eine Schnittstelle zum örtlichen Gesundheitsamt bilden.

Corona-App Luca: Stadt Augsburg greift zu neuen Methoden

Nach einem Jahr mit Corona steigen die Fallzahlen noch immer. Ein Ende ist vorerst nicht in Sicht. Ein wesentlicher Aspekt bei der Eindämmung des Virus ist die Kontaktnachverfolgung. Das soll mit der neuen Luca-App möglich sein, die am 24. März für das Augsburger Stadtgebiet freigeschalten wurde.

So funktioniert die Luca-App

Bei der Luca-App handelt es sich um eine Anwendung für Smartphones. Die NutzerInnen scannen vor Betreten eines Lokals, Geschäfts oder einer Freizeiteinrichtung einen QR-Code und sind somit registriert. So kann auch ein privates Treffen organisiert werden, bei welchem die TeilnehmerInnen über einen QR-Code einchecken können. Anhand der Daten wird dann eine Kontakt- und Besuchshistorie erstellt. BürgerInnen ohne Smartphone können einen speziellen Schlüsselanhänger mit QR-Code benutzen. Die Anhänger sollen über die städtischen Bürgerbüros kostenlos bereitgestellt werden.

Vorgehen im Ernstfall

Falls ein Nutzer oder eine Nutzerin mit dem Coronavirus infiziert sein soll, können die Kontaktinformationen abgerufen und an das Gesundheitsamt weitergeleitet werden. Dieses ermitteln dann, mit wem sich die Person getroffen hat und wer sonst noch an dem jeweiligen Ort war. Bei denjenigen, die Luca über den Schlüsselanhänger nutzen, kann die Seriennummer abgefragt und anhand dieser die Daten entschlüsselt werden.

Datenschutz der App

Digitale Nachverfolgung von Kontaktpersonen sehen viele als Eingriff in die Privatsphäre. Ähnlich wie bei der altbekannten Corona-Warn-App, setzen die Entwickler der Luca-App auf eine verschlüsselte und datensichere Übermittlung. Seit mehreren Wochen steht die Stadt Augsburg mit ihnen in Kontakt, um eine saubere Schnittstelle zum örtlichen Gesundheitsamt zu ermöglichen. Wichtig ist, dass sich möglichst viele NutzerInnen registrieren und das Angebot nutzen. Deshalb wollen die IHK Schwaben und die HWK (Handwerkskammer) gemeinsam Online-Schulungen zur Bedienung der Luca-App anbieten.

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