Achtung, geheim: Lost Places in Augsburg und Umgebung

Verlassene Gemäuer, verwucherte Ruinen und ein gehöriger Adrenalinschub: Das steht beim Urban Exploring auf der Tagesordnung. Wer dabei in Augsburg und Umgebung Lost Places finden möchte, ist hier – wortwörtlich – an der richtigen Adresse.

Achtung, geheim: Lost Places in Augsburg und Umgebung

Aber mal langsam: Was ist dieses Urban Exploring (kurz: Urbexing/Urbex) eigentlich? Darunter versteht man das Erkunden alter, unbewohnter Gebäude – die auch „Lost Places“ genannt werden. Der Ausdruck Lost Place bedeutet dabei sinngemäß „vergessener Ort“ – und das kann auch in Augsburg der Fall sein. Urbexer:innen zeichnen sich dadurch aus, dass sie aus Neugier und Interesse diese Orte aufsuchen, um entweder Nervenkitzel zu spüren, fotographfische Aufnahmen zu schießen oder einfach das Gelände zu erkunden. 

Wichtige Tipps vorab

Wer jetzt schon zu den Lost Places in Augsburg aufbrechen möchte, der sollte auf seinem Weg allerdings noch ein paar grundlegende Infos mitnehmen, die unbedingt zu beachten sind.  

  1. (Abgezäunte) Gebäude, die nicht mehr genutzt werden, besitzen trotz ihrer Verlassenheit in den meisten Fällen einen Eigentümer. Wer sich dabei unerlaubt Zutritt beschafft, begeht in der Regel Hausfriedensbruch und kann sich somit strafbar machen. Also: Vorher um Erlaubnis fragen! Allerdings gibt es ebenso vollständig legale Lost Places, die meist unter privatem oder staatlichem Schutz stehen und exklusiv fürs Urbexing genutzt werden können.  

  1. Lost Places sollten weder beschädigt noch verschmutzt werden – um auch für die Zukunft für andere einen Besuch wert zu sein. Genauso gilt, dass ihr nichts davon mitnehmen dürft. Wer zu den Urbexer:innen gehört, der hinterlässt einen Lost Place genauso, wie er ihn vorgefunden hat.  

  1. Ein Handy, Proviant sowie eine Taschenlampe solltet ihr unbedingt einpacken.  

Wer sich diese Regeln verinnerlicht, dem steht einem erfolgreichen Urban Exploring nichts mehr im Weg. Aber Moment, wo befinden sich eigentlich Lost Places in Augsburg und Umgebung? 

Die Suche beginnt: Lost Places in Augsburg

Ein alter Grundsatz in der Urbexing-Szene ist zwar: Wer einen Lost Place kennt, verrät ihn nicht weiter. So können ihn auch noch andere finden und unvoreingenommen erkunden. Trotzdem haben wir zwei spannende Tipps für euch parat.

Zuerst ist dabei der St. Georgsturm beim Schloss Blumenthal auf dem Kellerberg erwähnenswert. Der Turm gehört zu den Überresten einer gleichnamigen Renaissancekapelle aus dem 17. Jahrhundert. Jedoch wurde die Kirche zu Beginn des 19. Jahrhunderts während des Säkularisationsprozesses als überflüssiger Bau ernannt und nahezu vollständig bis zum heutigen Zustand abgebrochen. Demnach ist dieser Ort nicht nur wegen seines beachtlichen Alters interessant: Da er allein in einem ruhigen Wald steht, ist er dazu ein sehenswertes Fotomotiv.  

Von Fabrik zu Fabrik 

Die Überreste der Sprengstofffabrik Fasan II in Bobingen sind zwar architektonisch weniger anspruchsvoll, aber dafür nicht weniger faszinierend. Dieser Lost Place bei Augsburg wurde von der Wehrmacht errichtet und ist nach der Eroberung durch die Amerikaner:innen gegen Ende des Zweiten Weltkriegs nicht mehr in Betrieb. Entlang der Wertach befinden sich noch heute Gebäude davon. Offiziell besichtigt werden können sie zwar nicht, denn alle liegen auf Privatgrund. Das gilt jedoch nicht für einen anderen Teil der Anlage. Weiter im Südwesten, jenseits der Wertach, finden sich ebenso Mauerreste sowie eine ganze Fertigungshalle.  

Andere Lost Places lassen sich beispielsweise auf Google Maps finden oder in der Facebookgruppe des Augsburgers Robert Harpaintner.

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