Lokal statt global – Im Gespräch mit Augsburgs „Lokalhelden“

Augsburgs Gastronomie-Szene entwickelt sich weiter und weiter – und ist dabei so bunt und vielfältig wie ein Gemüsebeet!

Lokal statt global – Im Gespräch mit Augsburgs „Lokalhelden“

Besonders die Eröffnung vieler Ketten wie Starbucks, Hans im Glück oder Block House lässt einige Augsburger stutzen. Denn mittlerweile orientieren sich viele lieber lokal als global - ganz nach dem Motto „Support your local dealer“! Doch apropos Gemüse: Was ist eigentlich das Schöne an lokalen Produkten? Mona Ridder, die Inhaberin des Ladens und Lokals Lokalhelden in Augsburg, hat es uns verraten.

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Wie kam es zu der Idee der „Lokalhelden“?

„Meine beste Freundin hatte mir zum Geburtstag eine Pacht für einen Stadtacker geschenkt. Ich fing an, mich mit Gärtnern, Gemüsebau etc. zu beschäftigen und war ganz begeistert, was für wunderbares, vielfältiges Gemüse in unseren Breitengraden wächst. Da kann die Gemüseauswahl im Supermarkt nicht mithalten! Und so kam die Idee auf, einen Laden für regionale Produkte zu eröffnen. Am besten mit eigenem Restaurant, so dass wir diese Produkte auch selbst weiterverarbeiten können und so möglichst wenig Lebensmittelverschwendung entsteht.“

Welche Philosophie steckt dahinter?

„Unser Slogan sagt eigentlich schon viel aus: regional, fair, lecker. Wir wollen regionales Gemüse und andere Grundnahrungsmittel (die wahren Lokalhelden also) verfügbar machen, den Erzeugern faire Preise zahlen, den Kunden Transparenz gewährleisten und dabei vor allem nicht auf den Genuss verzichten.“

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Was ist das Schöne an der Arbeit mit lokalen Produkten?

„Es ist einfach toll zu wissen, wo die Produkte herkommen! Wir stehen mit all unseren Lieferanten in persönlichem Kontakt. Und die Frische ist einfach unschlagbar. Es kommt nicht selten vor, dass ein Salat, der mittags bei uns im Regal liegt, morgens noch auf dem Feld war.“

In Augsburg eröffnen neuerdings immer mehr Ketten. Siehst du darin eine Gefahr für kleinere Läden, Restaurants und Cafés in der Stadt?

„Leider ist es so, dass Ketten häufig die kleinen, individuellen Läden und Gastronomien aus der Innenstadt verdrängen. Das liegt zum einen an der Macht der Big Player, zum anderen an den Mietpreisen. Kleinere Unternehmen sind dadurch gefordert, sich ihre Nischen zu suchen, ihr Angebot zu individualisieren und den Kunden besondere Produkte oder Dienstleistungen zu bieten. Das erfordert Kreativität und vor allem Mut! Ich denke, es wird immer Leute geben, die dies auch zu schätzen wissen. Und neben den Ketten-Läden entstehen ja in Augsburg immer wieder richtig schöne Laden- und Gastrokonzepte. Ich finde unsere Start-Up-Szene kann sich durchaus sehen lassen!“

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Siehst du Bio als eine Art „Trend“, der mit der Zeit wieder abklingen wird?

„Nein, ich glaube fest daran, dass es ein langfristiger Prozess ist, die Landwirtschaft mehr und mehr auf nachhaltigere Produktionsweisen umzustellen. Und freue mich sehr darüber, dass die Nachfrage dies auch verlangt!“

Was liegt dir besonders am Herzen?

„Esst viel buntes Gemüse!“

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Adresse: Bismarckstraße 10, 86159 Augsburg

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