Fair und hochwertig- Was macht die Kleidung von Life Tree so besonders?

Was bewegt uns eigentlich dazu fair gehandelte Kleidung aus teilweise gänzlich unbekanntem Material zu kaufen? Der Augsburger Laden „Life Tree“ zeigt es uns.

Fair und hochwertig- Was macht die Kleidung von Life Tree so besonders?

Das schwierige an umweltbewusstem Handeln ist, dass egal wie sehr wir uns anstrengen keine tierischen Produkte zu konsumieren, Fahrrad statt Auto zu fahren, Müll zu trennen oder Strom und Wasser zu sparen, keine Anzeichen von direkter Verbesserung des Klimas oder der Umwelt zu bemerken sind. Wir übernehmen somit Verantwortung für etwas, das wir als Einzelperson überhaupt nicht verantworten können. Trotzdem gibt es heutzutage kaum ein wichtigeres Thema, das jeden Einzelnen betrifft und immer mehr betreffen wird, wenn wir nicht jetzt beginnen lösungs- oder zumindest verbesserungsorientiert zu handeln.

Es sind die alltäglichen Gewohnheiten, die in der Masse und über einen langen Zeitraum betrachtet einen Unterschied machen.

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Diesen Ansatz machte sich auch das Unternehmen Life Tree zu Nutze. Mit innovativen, hochwertigen und vor allem nachhaltigen Materialien werden Produkte geschaffen, die kein schlechtes Gewissen und Leid verursachen. Dabei legen Manuel und Martin, die Gesichter, die hinter „Life Tree“ stecken, außerdem viel Wert auf ein ansprechendes und naturnahes Design und zeigen, dass Fair-Trade keine geschmacklosen Kleiderschrankfüller sind.

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Aber was macht die Life Tree Fair-Trade Kleidung denn letztendlich so viel umweltfreundlicher, als das was wir bisher so in den Läden vorgefunden haben? Den Hauptunterschied finden wir, wenn wir die verarbeiteten Materialien etwas genauer ins Auge fassen. Wir stellen fest, dass neben der, für fair-trade obligatorischen Bio-Baumwolle außerdem noch drei weitere Fasern benutzt wurden. Welche Besonderheiten diese Fasern aufweisen, werde ich euch nun erklären.

#hanfliebe

Wer sich schon mal auf die eine oder andere Art mit der Wunderpflanze Hanf beschäftigt hat, der weiß sicherlich auch um den hohen Wert der Hanffasern in der Textilindustrie. Die robuste Pflanze wird für die Produktion der hanfliebe-Kleidung regional angebaut und verarbeitet. Somit verringern sich CO² Emissionen und der Produktionsprozess wird für die Abnehmer transparenter. Ein besonderer Aspekt der Hanffaser ist, dass sie die gleiche mikroelektrische Spannung aufweist, wie die menschliche Haut. Somit eignet sie sich perfekt für Allergiker und Menschen mit empfindlicher Haut. Außerdem verfügt Hanfkleidung über eine antibakterielle Wirkung, was bedeutet, dass sich einerseits weniger schnell unangenehme Gerüche einstellen und wir sie andererseits weniger häufig waschen müssen, als Baumwollstoffe.

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Tencel

Wenn ihr den Namen dieses Stoffes noch nie gehört habt - kein Problem, es ging mir zunächst genau so. Nach genauerer Recherche stellte sich jedoch heraus, dass Tencel ein extrem nachhaltiger Rohstoff ist, der sich aufgrund seines schnellen Wachstums und seiner Genügsamkeit als äußerst zukunftsrelevant erweist. Es handelt sich hierbei um eine Faser aus Eukalyptus, die verglichen mit Baumwolle zehn mal so hohe Erträge bringen kann. Dabei ist der Einsatz von Pestiziden nicht notwendig und durch den geschlossenen, umweltschonenden Produktionskreislauf kommt die Umwelt nicht zu Schaden.

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Bio-Baumwolle

Manchmal, wenn man durch die altbekannten Einkaufspassagen schlendert, kommt hin und wieder eine etwas schwierig zu beantwortende Frage auf: „Was ist denn eigentlich so schlimm an „normaler“ Baumwolle? Es werden doch eigentlich keine Tiere ausgebeutet, dadurch dass Baumwolle ein nachwachsender Rohstoff ist, oder?“

So einfach ist das leider nicht. Der Anbau von Baumwolle hat im Normalfall heftige gesundheitliche Konsequenzen für die Farmer, was auf den dauerhaften Einfluss der verwendeten Pestizide zurück zuführen ist. Häufig handelt es sich bei den Baumwollpflückern um Kinder, die zur Kinderarbeit gezwungen werden. Das ganze geschieht ohne die Berücksichtigung von Sicherheitsvorschriften oder Rechten der Arbeitnehmer, ganz zu schweigen von fairen Löhnen.

Bio-Baumwolle dagegen wird (in den meisten Fällen zumindest) unter fairen Arbeitsbedingungen, ohne Kinderarbeit und zu gerechten Löhnen und Arbeitszeiten produziert. Es kann auf eine bessere Wasserbewirtschaftung geachtet werden und der Gebrauch von umweltschädlichen Pestiziden oder Düngern, sowie genetisch verändertes Saatgut sind verboten. Für uns Verbraucher hat der fair gehandelte Stoff natürlich auch den einen oder anderen Vorteil: Die Qualität wird gesteigert, was bedeutet, dass unsere Baumwoll-Shirts und Pullis weichere, stärkere und langlebigere Fasern haben.

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Lenzing Modal

Ja und zu guter letzt: Lenzing Modal. Bitte was?! Das klingt eigentlich eher nach einer Marke für custom-Kaffeemaschinen, aber ihr habt richtig gehört. Bei dem Material, das kurz „Modal“ genannt wird, handelt es sich um Cellulosematerial, welches aus Buchenholz gewonnen wird. Das hat für uns wiederrum einige entscheidende Vorteile: Europa gehört zum natürlichen Verbreitungsraum von Buchenwäldern, welche über 7000 Tierarten Heimat und Lebensraum bieten. Allein durch das lokale Wachstum verkürzen sich so die Produktionsabläufe und folglich der CO² Fußabdruck des Materials. Da Buchen außerdem nicht zusätzlich bewässert werden müssen und sich eigenständig fortpflanzen, braucht der Mensch nicht großartig in den Wachstumsprozess eingreifen und vermeidet so auch die Verwendung von Pestiziden und Düngern. Die Modal-Fasern weisen eine verbesserte Strapazierfähigkeit auf, als beispielsweise Viskose und teilweise Baumwolle. Auf deutsch gesagt bedeutet das, dass wir lange Spaß an den hochwertigen Kleidungsstücken haben und ein Kauf sich über lange Zeit hinweg auszahlt.

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life tree Oberer Graben 15 86152 Augsburg

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