Die Lichtinstallationen auf den Augsburger Light Nights

Die diesjährigen Light Nights in Augsburg sind größer als je zuvor. Wir haben uns ein paar der Lichtinstallationen genauer angesehen und wollen euch die Infos rund um die Lichtkunst nicht vorenthalten.

Die Lichtinstallationen auf den Augsburger Light Nights

Um die Light Nights genießen zu können braucht ihr kein besonderes Hintergrundwissen, da die meisten Lichtinstallationen für sich sprechen. Doch der ein oder andere von euch freut sich bestimmt über nähere Infos zu den Installationen und beteiligten KünstlerInnen. Wir waren am Donnerstag, den 21. Oktober, also genau einen Tag vor dem Start der Light Nights, in der Augsburger Innenstadt unterwegs und können euch schon einmal einen kleinen Vorgeschmack geben.

Wer steckt hinter den Light Nights?

Die Light Nights wird von Augsburg Marketing in Zusammenarbeit mit den Machern der „Festival of Lights“-Reihe veranstaltet. Sie sind echte Profis der Lichtkunst und haben schon ähnliche Spektakel in Dubai, New York oder Moskau veranstaltet.

Lichterinstallationen am Königsplatz

Vielleicht habt ihr es ja auch schon gesehen, am Königsplatz reiht sich eine Lichtinstallation an die nächste. Hier hat sich unter anderem der Lichtkünstler Jörn Hanitzsch ausgetobt. Er hat leuchtende Bögen um die Bäume auf dem Königsplatz angeordnet. Jede Anordnung erzählt eine andere Geschichte, wie uns Hanitzsch erklärt. An den Abenden der Light Nights wird der Königsplatz in Kunstnebel getaucht. Die Lichter werden zum Beat der Musik leuchten.

Ins Auge fallen auch die schwebenden Lichtsäulen, die in kräftigen Farben leuchten. „Wir fotografieren überall auf der Welt Säulen, um zu zeigen, dass wir dort gewesen sind“, erzählt Hanitzsch. „Jetzt können die AugsburgerInnen diese Säulen fotografieren, um ihren Besuch bei den Light Nights zu zeigen“.

Sein ganzer Stolz sind die Pinguine, die leuchtend auf einem Wagen mit mehreren Waggons stehen. Die kleinen Kerlchen sehen mit ihren Sonnenbrillen und den Puscheln ziemlich süß aus. Achtet in jedem Fall auch auf den letzten Waggon. Erkennt ihr einige Politiker-Pinguine an ihren Frisuren? Der Pinguin-Express wird in der Innenstadt unterwegs sein und sich durch die BesucherInnen schlängeln.

Ebenfalls am Königsplatz zu sehen, gibt es die „Guardians of Time“ von Künstler Manfred Kielnhofer. Die Statuen standen tatsächlich schon in Sydney und Toronto und sind nun hier in Augsburg als stille Beobachter aufgestellt.

Lichter-Highlights in der Fußgängerzone

Auf eurem Weg vom Königsplatz zum Rathausplatz, nehmt doch den Weg über den Fuggerplatz. Hier leisten mehrere Projektoren ganze Arbeit und schaffen eine wunderschöne Atmosphäre. Animierte Kreise, Tupfer und intensives Leuchten verwandeln den ganzen Platz in ein einziges Kunstwerk.

Show am Rathausplatz

Besonders beeindruckend ist das Spektakel, das euch auf dem Rathausplatz erwartet. Der Perlachturm hat durch die leistungsstarken Projektoren eine völlig neue Fassade bekommen und auch das Rathaus erstrahlt in neuem Licht. Hier erwartet euch eine mit Musik hinterlegte Show, die das Rathaus regelrecht lebendig macht. Die solltet ihr euch nicht entgehen lassen. Die Macher der etwa sieben-minütigen Projektionsshow haben all das mit einfließen lassen, das Augsburg ausmacht: So kommt beispielsweise die Puppenkiste vor, Mozart und das Augsburger Wasser.

Licht und Kunst im Schaezlerpalais

Auch das Schaezlerpalais wollte sich in die diesjährigen Light Nights einbringen. Die Videokünstlerin Stefanie Sixt hat sich Elemente der Kunstsammlung des Schaezlerpalais vorgenommen und daraus eine sieben-minütige Videoprojektion gestaltet. Diese wird mit begleitender Elektro-Musik im Innenhof des Palais zu sehen sein. „Wir wollen gezielt auch junge Leute mit unserer Kunst ansprechen“, erklärt Sixt die Wahl des Musikgenres. Übrigens wird auch das Café des Schaezlerpalais geöffnet sein, in dem ihr euch mit einem heißen Getränk versorgen könnt. Der Innenhof lädt außerdem zum Verweilen und Genießen ein.

Und das ist noch längst nicht alles, was ihr auf den Light Nights entdecken könnt. Auch an der Kirche am Moritzplatz und an einigen weiteren Orten gibt es was zu sehen. Ihr werdet es ganz sicher entdecken.

Kostet das nicht alles total viel Strom?

Bei so viel aufwändiger Beleuchtung liegt der Verdacht nahe, dass der Stromverbrauch der Stadt während den Light Nights rasant in die Höhe schnellen wird. Laut den VeranstalterInnen sei dies jedoch nicht der Fall. Zum einen werden LEDs verwendet und zum anderen falle die Standart-Beleuchtung der Fassaden und Straßen in vielen Fällen weg. Denn damit die Lichter der Light Nights gut wirken, wurden viele Straßenlaternen ausgeschaltet. Läden wurden gebeten ihre Schaufensterbeleuchtung auszuschalten und natürlich fällt auch die Fassadenbeleuchtung von Perlachturm, Rathausplatz und anderen Gebäuden weg. Insgesamt werde dadurch sogar weniger Strom verbraucht als sonst, so die VeranstalterInnen.

Wann? Freitag, den 22. Oktober, bis Sonntag, den 24. Oktober, jeweils von 19 bis 23 Uhr

Weitere Informationen zu den diesjährigen Light Nights findet ihr hier:

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