Die Sonne strahlt, die Temperaturen steigen, der Sommer steht vor der Tür. Und trotzdem verbringt man oft Stunden am Handy, scrollt durch TikTok oder landet abends wieder vor dem Fernseher. Nur um am Ende das Gefühl zu haben, den Sommer gar nicht richtig erlebt zu haben. Genau deshalb setzen diesen Sommer immer mehr Menschen auf einen „Digital Detox“. Weg vom Dauer-Scrolling, hin zu mehr echten Erlebnissen. Hier kommen unsere Tipps für einen Sommer, der sich wirklich nach Sommer anfühlt.
Das Handy ist längst zum ständigen Begleiter geworden, Social Media überall präsent. Dem Ganzen zu entkommen, scheint fast unmöglich. Gleichzeitig wächst aber der Wunsch nach einem bewussteren Umgang mit digitalen Medien. Analoge Hobbys erleben ein Comeback, mehr Menschen lesen wieder Bücher und versuchen aktiv, ihre Bildschirmzeit zu reduzieren. Besonders die Gen Z sehnt sich zunehmend nach einer Zeit zurück, in der man nicht permanent online war. Die Herausforderung dabei: Man muss bewusst gegensteuern. Schließlich sind wir an den Komfort des Smartphones gewöhnt – Google Maps, Musik, Nachrichten, Unterhaltung – alles ist jederzeit verfügbar. Komplett darauf zu verzichten, ist unrealistisch. Aber den eigenen Konsum bewusster zu gestalten, ist definitiv möglich.
Sunlight anstatt Screentime
Für einen entspannteren Start in den Tag kann es helfen, das Handy erst eine Stunde nach dem Aufstehen zu benutzen. Auch abends lohnt es sich, das Smartphone vor dem Schlafengehen bewusst wegzulegen. Wer noch einen Schritt weitergehen möchte, kann versuchen, einen ganzen Sonntag offline zu verbringen. Generell hilft es, die tägliche Screen Time zu reduzieren: zum Beispiel, indem Instagram oder TikTok nur noch für eine begrenzte Zeit am Abend genutzt werden. Für alle, denen das schwerfällt, gibt es Apps mit Zeitlimits oder Verzögerungen, bevor Social Media geöffnet werden kann. Oft vergeht in diesen paar zusätzlichen Sekunden schon die Lust, TikTok & Co. überhaupt zu öffnen. Auch kleine Veränderungen machen einen Unterschied: Fokusmodus aktivieren, Push-Benachrichtigungen ausschalten oder während des Essens das Handy einfach mal weglegen. Besonders wohltuend sind sogenannte „Tech-Free Hours“, also feste Zeiten ganz ohne digitale Geräte. Stattdessen kann man einen „No-Phone-Walk“ machen, die Sonne genießen oder einfach mal wieder bewusst die Umgebung wahrnehmen.
Was man statt Doomscrolling machen kann
Das Leben ist zu kurz, um den ganzen Tag nur am Bildschirm zu verbringen. Deshalb lohnt es sich, eine Bucket List mit Dingen zu erstellen, die man schon immer machen wollte und diese auch wirklich abzuhaken. Wie wäre es zum Beispiel damit, spontan mit dem Zug in eine fremde Stadt zu fahren und sie ganz ohne Google Maps zu erkunden? Solange es das Deutschlandticket noch gibt, sollte man das definitiv ausnutzen. Weitere Ideen für eure Sommer-Bucket-List: Sternschnuppen beobachten, Sonnenaufgänge mit Freund:innen erleben, Flohmärkte besuchen, Badeseen-Hopping, Spieleabende, gemeinsam kochen oder Open-Air-Kino. Die Möglichkeiten sind endlos. Eine Liste hilft dabei, Pläne nicht nur zu sammeln, sondern auch tatsächlich umzusetzen. Und selbst wenn das Wetter mal nicht mitspielt – was in Augsburg durchaus vorkommen kann – gibt es genug Dinge, die man zuhause machen kann, statt stundenlang durch TikTok zu scrollen. Zum Beispiel dem Zimmer ein kleines Make-over verpassen, Möbel umstellen oder endlich mal ausmisten. Auch Journaling kann helfen, Gedanken zu sortieren und bewusst abzuschalten. Gerade durch Social Media prasseln täglich unzählige Informationen auf uns ein. Da tut es gut, sich zwischendurch einen Moment Ruhe zu gönnen.
Summer Like It’s 2014
Wer das echte Kindheitsgefühl zurückholen möchte, sollte mal wieder Dinge machen, die früher ganz selbstverständlich waren: eine Wasserschlacht mit Freund:innen, Kartenspiele im Park, Nachtspaziergänge oder spontane Grillabende. Oft sind genau diese einfachen Momente viel erfüllender als endloser Social-Media-Konsum. Auch Minigolf spielen, Eis essen gehen oder einfach stundenlang draußen sitzen fühlt sich plötzlich wieder besonders an, wenn das Handy mal in der Tasche bleibt. Statt mit dem Smartphone kann man Fotos mit einer Polaroid- oder Digitalkamera machen. Und warum nicht mal wieder den alten MP3-Player oder Discman hervorholen? Selbst ein handgeschriebener Brief oder eine Postkarte kann heute etwas Besonderes sein – gerade, weil man es kaum noch macht.
Social Media ohne Social-Media-Burnout
Natürlich ist die Vorstellung, komplett ohne Handy zu leben, heutzutage ziemlich unrealistisch. Aber man kann lernen, bewusster online zu sein, statt ständig nur zu konsumieren. Hilfreich ist zum Beispiel, Accounts zu entfolgen, die Stress verursachen oder ungenutzte Apps zu löschen. Oft wirkt das Handy dadurch direkt aufgeräumter und weniger überfordernd. Außerdem bietet es sich an, statt stundenlang kurze Reels zu schauen, längere Inhalte zu konsumieren, etwa YouTube-Videos, Podcasts oder Dokumentationen. Wer noch weitergehen möchte, kann das Handy minimalistischer gestalten: nur Musik- und Kamera-Apps behalten oder das Display auf Graustufen stellen. Kleine Challenges helfen zusätzlich dabei, langfristig weniger Zeit am Bildschirm zu verbringen: zum Beispiel jeden Tag eine Stunde ohne Kopfhörer draußen verbringen oder ein komplettes Wochenende analog leben.