Augsburger Zoo: Ein Kugelgürteltierbaby kam zur Welt

Vom Paar zur Kleinfamilie: Im Zoo gab es überraschenden Nachwuchs. Ein kleines Kugelgürteltier hat im September zum ersten Mal das Licht erblickt.

Augsburger Zoo: Ein Kugelgürteltierbaby kam zur Welt

Das hört sich zwar toll an, doch ihr habt keine Ahnung, was genau ein Kugelgürteltier überhaupt ist und wo es herkommt? Keine Sorge, hatten wir auch nicht. Doch wir haben es für euch herausgefunden!

Ein kleiner Steckbrief

Die Kugelgürteltiere kommen aus Südamerika. Dort leben sie im offenen Grasland, in Savannen und trockenen Waldgebieten. Ihr Kopf, Körper und Schwanz ist von einem lederartigen Panzer bedeckt, der aus vielen dunkel- bis graubraunen, sechseckigen Horn- und Knochenplatten besteht. Sie haben einen schmalen Kopf mit spitzer Schnauze und einen langen Schwanz. Ein erwachsenes Kugelgürteltier wird zwischen 35 und 45 Zentimeter lang und bis zu 20 Jahre alt. Auf dem Speiseplan der Einzelgänger stehen überwiegend Insekten. Mit ihren scharfen Krallen reißen sie die Rinde von Bäumen ab und holen die Beute mit ihrer klebrigen, langen Zunge aus ihren Verstecken. Ab und zu naschen sie auch gerne mal Früchte oder andere Pflanzenteile. Feinde haben sie unterdessen nur wenige. Grund dafür ist ihre perfekte Verteidigungsstrategie: Bei Gefahr rollen sie sich zu einer Kugel zusammen und sind so durch den Panzer gut geschützt, sodass kein feindlicher Räuber an sie herankommen kann. Ihr größter Feind ist wohl der Mensch. Weil das wenige Fleisch unter ihrem Panzer sehr schmackhaft ist, werden sie gerne gejagt.

Der kugelige Nachwuchs im Zoo

Kugelgürteltiere bringen immer nur ein Junges zur Welt. Nach 120 Tagen Tragezeit wird es geboren und lediglich zwei bis drei Monate lang gesäugt. Die Schwangerschaft ist bei den gepanzerten Tieren nicht zu erkennen, weshalb die Geburt immer eine plötzliche, aber zugleich auch sehr schöne Überraschung ist. Auch die Mutter des Kleinen war sehr aufgeregt. Um dem Kind und ihr ein bisschen mehr Ruhe zu verschaffen, wurde der Vater übergangsweise im Gehege der Nachtaffen untergebracht.

Der noch namenlose Nachwuchs hat zusammengerollt gerade einmal die Größe eines Tischtennisballs. Auch sein Panzer braucht noch einige Zeit, bis er vollständig ausgehärtet ist. Doch gut behütet von seiner Mutter und den Zoowärtern wird er sicher schnell zu einem stattlichen Kugelgürteltier heranwachsen, denn sehen wir uns die Bilder doch mal an: Vom Aussehen kommt er doch ganz nach seiner Mutter, oder?

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