Einbrüche – wie sicher ist es in Augsburg wirklich?

Einbrüche in und um Augsburg: Welche Tendenzen gibt es und was unternehmen die Augsburger Polizei und die Kripo gegen die Kriminellen?

Einbrüche – wie sicher ist es in Augsburg wirklich?

Stell Dir vor, ein schönes, langes Wochenende bei Freunden geht zu Ende. Zurück in der Wohnung bemerkst Du schon beim Öffnen der Haustüre, dass etwas nicht stimmt. Ein Luftzug entsteht und die sonst geschlossene Türe zum Wohnbereich steht offen. Beim Gang ins Wohnzimmer dann der Schock: Das Fenster ist weit geöffnet und nach dem Betätigen des Lichtschalters wird Dir klar, dass eingebrochen wurde. Ein furchtbares Gefühl, dass einen nicht so schnell wieder loslässt.

Welche Rolle spielen Einbrüche in Augsburg?

…das Gefühl von Sicherheit im eigenen Zuhause geht verloren.

Neben dem materiellen Verlust kommen oft persönliche Gegenstände abhanden und am schlimmsten: das Gefühl von Sicherheit im eigenen Zuhause geht verloren. Auch Augsburg und Umgebung ist nicht vor Übergriffen durch Einbrecher sicher. Um jedoch keine unnötige Panik zu verbreiten, hier die positive Info vorab: Die Zahl der Einbrüche hat in diesem Jahr abgenommen.

Während 2015 in Augsburg und Umgebung noch über 300 Einbrüche verübt werden, gibt es im vergangenen Jahr nur noch rund 120 Delikte zu verzeichnen. Der aktuelle Stand von 2019 liegt bei rund 50 Taten und auch bei den Einbruchsversuchen ist die Tendenz leicht abnehmend. Es hat sich also einiges getan in den letzten Jahren. Doch was genau hat sich verändert?

Jetzt ist die Kripo im Spiel.

Ein erster Einflussfaktor ist die Gesetzeslage: Seit zwei Jahren ist Wohnungseinbruchdiebstahl ein eigener Tatbestand im Strafgesetzbuch. Das heißt, alle Einbrüche werden mit mindestens einem Jahr Haft zur Verantwortung gezogen – abschreckender als die bisherige Mindeststrafe von drei Monaten. Eine weitere Veränderung speziell im Fall Augsburg: Seit 2015 kümmert sich nicht mehr nur die Polizei, sondern auch die Kripo um die Einbrüche.

Ein einzelner Täter gesteht vergangenes Jahr hunderte Einbrüche.

Die Fälle können seither verglichen und gebündelt werden. Durch den Wechsel in der Ermittlung kristallisieren sich leichter und immer häufiger Banden und Serientäter heraus. Denn eine Vielzahl der Einbrecher sind Wiederholungstäter. Im vergangenen Jahr gesteht ein Einbrecher im Rahmen seiner Festnahme hunderte von ihm begangene Einbrüche.

Doch auch wenn nun mit der dunklen Jahreszeit die heiße Phase der Wohnungseinbrüche beginnt: Den Tätern wird es durch die Ermittlungsarbeit der Kripo nicht leicht gemacht und das schlägt sich auch in den Zahlen nieder. Die Wahrscheinlichkeit eines Einbruchs bei Dir ist also deutlich gesunken. Nichts desto trotz sollte auf abgeschlossene Türen und Fenster geachtet werden, um den ungebetenen Gästen keine unnötige Vorlage zu liefern.

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