Schüler gehen in Augsburg für den Klimaschutz auf die Straße

Nein, das Gerede über den Klimawandel hängt jungen Generationen von heute noch nicht zum Hals raus! Im Gegenteil: das Bewusstsein stärkt sich immer weiter und Aktivistinnen wie die junge Greta Thunberg gehen mit großen Schritten als Beispiel voran.

Schüler gehen in Augsburg für den Klimaschutz auf die Straße

Dass Klimaschutz nicht nur Politiker und gefährdete Tierarten betrifft, hat vor einigen Monaten eine junge Schwedin klargestellt. Die Schülerin Greta Thunberg ist erst sechzehn Jahre alt und protestiert bereits seit vier Monaten jeden Freitag vor dem schwedischen Reichstag für einen besseren Klimaschutz. Auf ihrem Instagramprofil ist das engagierte Mädchen häufig mit einem großen Pappschild zu sehen, auf welchem “Skolstrejk för Klimatet” steht, was auf deutsch “Schulstreik für das Klima” bedeutet. Ihr ist das Thema extrem wichtig, weshalb sie für die Streikaktionen die Schule schwänzt. In einem Video, welches die Schülerin vor Vertretern aus 194 Staaten zeigt, spricht sie auf emotionale Weise über die zukünftigen Folgen des Klimawandels und die große Notwendigkeit die Klimapolitik zu intensivieren. Das Video könnt ihr euch hier ansehen.

In vielen deutschen Städten, wie beispielsweise Kiel, Heidelberg und Karlsruhe, haben Schüler nun begonnen, sich Greta Thunberg als Vorbild zu nehmen und ebenfalls in Sachen Klimapolitik auf die Straße zu gehen. Auch in Augsburg ist nun eine solche Demonstration für den kommenden Freitag, den 18.1., angesetzt. Bundesweit finden an diesem Tag Demos unter dem Titel “Forderung einer besseren Klimapolitik” statt, die von der WWF-Jugend und BUND-Jugend unterstützt werden.

Wie die AZ berichtet, soll es um 11 Uhr auf dem Rathausplatz losgehen, wo eine Kundgebung stattfinden wird. Der Rundweg der Demonstration führt vorbei an Schulen und der Regierung von Schwaben über die Maximilianstraße, Hallstraße, Konrad-Adenauer-Allee, Königsplatz (Zwischenkundgebung), Fuggerstraße, Kasernstraße, Fronhof, Peutinger Straße, Johannisgasse, Kesselmarkt, Annastraße, Steingasse und von dort aus zurück zum Rathausplatz. Um 14 Uhr findet dort dann die Abschlusskundgebung statt. Insgesamt wird mit circa 500 Teilnehmern gerechnet.

In einem Interview mit der AZ hat der Ministerialbeauftragte für Gymnasien in Schwaben Peter Kempf, zwar klar gestellt, dass das Recht der Versammlungsfreiheit und das Demonstrationsrecht auch Schülern gegenüber gilt und dass er es auch für gut halte, wenn sich Schüler für einen guten Zweck einsetzen. Er betonte jedoch, dass dies in der unterrichtsfreien Zeit stattfinden müsse, da die Zeit der Demonstration sonst als unentschuldigtes Fehlen gelten würde. Das wiederum gilt als Fehlverhalten an Schulen und wird auf unterschiedliche Weise von Schulen gehandhabt.

Natürlich hat Kempf Recht damit, darauf hinzuweisen, dass Schüler nicht unrechtmäßig vom Unterricht fernbleiben sollten. Doch demonstrieren geht tatsächlich auch auf regelkonforme Art. Am besten möglich ist es, wenn Lehrer und Schüler gemeinsam im Rahmen von Bildungs- und Unterrichtsmaßnahmen an der Demonstration teilnehmen. Falls ausreichend Zeit vorhanden ist, kann das wichtige und alltagsrelevante Thema Klimawandel im Unterricht auch vor- oder nachbereitet werden.

Nichtsdestotrotz erscheinen ein, zwei verpasste Unterrichtstage geradezu irrelevant, wenn man über den sozialen und medialen Einfluss einer Demonstration nachdenkt.

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