Hochschule Augsburg produziert Hörspiel für Deutschlandfunk Kultur

Das „Klanglabor“ der Hochschule Augsburg kommt groß raus! Am Montag, den 29. März ist ihre Mini-Serie im Deutschlandfunk Kultur zu hören.

Hochschule Augsburg produziert Hörspiel für Deutschlandfunk Kultur

Dem „Klanglabor“ der Fakultät für Gestaltung der Hochschule Augsburg kam eine ganz besondere Ehre zu. Zusammen mit der Projektleiterin der „Wurfsendung“ des Deutschlandfunks Kultur, Julia Tieke, entwickelten die Studierenden eine Serie für dieses Format. Am kommenden Montag, den 29. März wird „Mensch, Maschine!“ im bekannten Radiosender als „Serie der Woche“ präsentiert.

Menschen, die mit Maschinen reden

Das Thema des Hörspiels „Mensch, Maschine!“ ist die Beziehung zwischen Mensch und Maschine. Wie es zur Idee kam, erklärt sich Professor Robert Rose, der das Klanglabor leitet, folgendermaßen: „Zum einen arbeiten wir im Klanglabor der Fakultät intensiv an Maschinen und zum anderen kam dann auch noch die Pandemie mit dem ‚Hausarrest' dazu. Das waren die Zutaten für unser Setting.“

In den 45 Sekunden langen Folgen der Miniserie kommunizieren Mensch und Maschine miteinander. Da beschwert sich die Mikrowelle, dass das Essen nicht sofort herausgeholt wird, sobald sie den Signalton gibt oder es muss sich um die Waschmaschine gesorgt werden, die zu viel weißes Pulver konsumiert. Die Maschinen sprechen dabei nicht wirklich. Sie greifen auf die ihnen zur Verfügung stehenden Geräusche und Rhythmen zurück. So entsteht ein witziger und überraschend verständlicher Dialog zwischen Mensch und Gerät.

Im Skript zu den einzelnen Folgen hatten die Maschinen jedoch wirklich Texte, wie Miriam Artmann erzählt. Sie ist Studentin an der Hochschule Augsburg, übernahm die Regie des Hörspiels und ist die Autorin der Texte. „Durch den Text konnten wir uns an dem Klang der menschlichen Worte orientieren”, sagt sie. Die Aufnahmen für die Miniserie seien teils direkt an Haushaltsgeräten aufgenommen worden, teils aus der Vorstellung des Teams zusammen mit dem was die Synthesizer des Klanglabors hergaben, entstanden, erklärt Miriam Artmann weiter.

Die Herausforderungen

Innerhalb von nur 45 Sekunden einen Charakter in einer Geschichte glaubwürdig rüberzubringen, sei eine große Herausforderung gewesen, erzählt Robert Rose. Auch Miriam Artmann hatte, insbesondere durch die Pandemie, einige Hürden zu nehmen. Eine Aufgabe, die unter anderem dazu führte, dass sie gestandene Profis zu Sprachaufnahmen im Kleiderschrank bewegte.

„Die Idee, Maschinen ohne Worte sprechen zu lassen, forderte mich und das Team ganz schön heraus. Ich war mir erst noch unsicher, ob allein durch Tonhöhe, Klangfarbe und Rhythmus irgendeine Information transportiert werden könnte”, erzählt Miriam Artmann. „Am Ende war es war eine kleine Überraschung, dass recht deutlich zu verstehen ist, was die Geräte uns mitzuteilen haben – ganz ohne menschliche Worte.”

Die Serie „Mensch, Maschine!” wird in den nächsten Tagen viel Aufmerksamkeit bekommen. Am Donnerstag, den 25. März, wurde sie im Deutschlandfunk Kultur von Julia Tieke vorgestellt und ab 29. März wird sie als „Serie der Woche“ ausgestrahlt.

Ihr wollt sofort reinhören? Dann klickt euch auf die Webseite von Deutschlandfunk Kultur. Dort findet ihr „Mensch, Maschine!“ in der Rubrik „Wurfsendung“.

Logo