Ausstellung "Kinobanner transformieren"

Vom 04. März bis 08. April kannst Du im Abraxas Kunst bestaunen – aus alten Kinobannern und -postern.

Ausstellung "Kinobanner transformieren"

Upcycling ist in. Dass alte Dinge aber nicht nur zu nützlichen neuen Erzeugnissen umgewandelt werden können, sondern auch zu Kunst, zeigt Verena Kandler. Die junge Künstlerin aus Augsburg macht schon seit vielen Jahren durch ihre innovativen Projekte auf sich aufmerksam und wurde 2017 von der Stadt Augsburg mit dem „Kulturförderpreis“ in der Kategorie Bildende Kunst ausgezeichnet.

Ihr aktuelles Projekt trägt den Titel: „Kinobanner transformieren“. Eine Serie, bei der der Name Programm ist. Alte Kinobanner werden bemalt oder collagiert und am Ende entsteht ein Kunstwerk. Oder um es mit der offiziellen Beschreibung zu erklären:

„Die mit Plastikmüll collagierten und bemalten Kinobanner visualisieren Konflikte zwischen Mensch- und Menschengemachtem. Diese beinhalten einerseits die Nicht-Identifikation oder Separation von Geschaffenem, andererseits die Beherrschung des Menschen durch das Geschaffene. Die Verarbeitung und Auswahl von Kinobannern liegt dem Anliegen zugrunde, diese als bildnerisches Kommunikationsmedium zu nutzen: Filmposter/-banner werden überarbeitet und verändert, sodass aus der Kombination von gegebenem und hinzugefügtem Bildmaterial eine neue Aussage entsteht. Mittels dieses gestalterischen Verfahrens können sowohl filmische als auch motivische Inhalte reflektiert und ‘individualisiert’ werden.“

Diese Vorgehensweise hat Verena Kandler schon als Live-Painting auf dem „Snowdance Independent Film Festival 2020“ in Landsberg am Lech demonstrieren können, indem sie die Plakate der nominierten Filme live transformiert hat. Die in Augsburg ausgestellten Banner-Werke haben übrigens auch einen besonderen Bezug zu unserer Stadt: Sie wurden zu einem Großteil vom Liliom Kino gesponsert. „Kinoposter bzw. -banner zeigen oft spannende Kompositionen und tolle Fotografien, bleiben auf der inhaltlichen Ebene aber oft relativ nichtssagend bzw. illustrieren in verknappter Form den Filminhalt“, erklärt die Künstlerin die Wahl ihrer Arbeitsmaterialien. „Diese riesigen Kommunikationsmedien können jedoch von bildenden Künstlern in ihrer Aussage – auch unabhängig vom Film – umgedeutet und transformiert werden, um persönlichen und aktuellen Dringlichkeiten eine bildnerische Plattform zu bieten“.

Die Ausstellung findet vom 04. März bis 08. April 2020 im Kulturhaus Abraxas (Ballettsaal), Sommestraße 30, statt. Besonderes Highlight wird die Midissage am 12. März mit Freigetränken, einem Gewinnspiel und Musik sein.

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