Augsburger Forscher erfinden KI für Allergiker

Künstliche Intelligenz ist eines der aktuellen großen Themen in der Wissenschaft. In Augsburg wird nun geforscht, wie man mit ihrer Hilfe ein Frühwarnsystem für Allergiker erstellen kann.

Augsburger Forscher erfinden KI für Allergiker

Momentan haben Allergiker und Heuschnupfen-Geplagte bis zum nächsten Frühling eine wortwörtliche Verschnaufpause. Dann geht es wieder los mit roten Augen, Niesattacken und verschnupften Nasen. Wäre es nicht schön, sich auf diese Zeit gut vorbereiten zu können? Diesem Anliegen hat sich der Augsburger Forschungsverbund „Unika-t“ verschrieben. Ein Team unter ihrer Leitung erforscht dort den Einsatz von KI zum besseren Schutz von Allergikern, indem mit einem digitalen Netzwerk die Menschen besser und präziser über Pollenflug informiert werden.

Vorhandene Daten clever nutzen

Aktuelle Daten gebe es schon heute, da acht Stationen in ganz Bayern mit einer Aerosolmessung die Pollen-Belastung in der Luft überwachen. Um Allergikern künftig noch besser helfen zu können, soll nun ein Frühwarnsystem entstehen, das möglichst schnell und präzise Prognosen erstellt. Das Problem dabei: Es muss ganz genau bekannt sein, wann und wo wie viele Pollen fliegen. Dies sei aber nicht ganz einfach, da die Pollenflug-Konzentration starken zeitlichen und sehr kleinräumigen Schwankungen unterworfen sei. An dieser Stelle setzt die künstliche Intelligenz an. Die Technik soll die Pollenart und deren Konzentration in der Luft schneller und besser erkennen und diese Informationen dann automatisch und je nach Allergie personalisiert digital an Betroffene weitergeben. Das funktioniere je nach Pollenart schon unterschiedlich gut, aber hier kommt wieder die Natur der KI zugute: Die Technik verbessert sich als lernende Maschine ständig selbst.

Geplant ist auch, dass neben Pollen auch allergene Pilzsporen von dem Warnsystem erkannt werden sollen. Denn mit dem Klimawandel würden auch immer mehr Umwelterkrankungen für neue Herausforderungen an die Gesundheit sorgen. Die neue Technik könne dabei helfen, diese Probleme besser in den Griff zu bekommen.

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