Erneute Sichtung eines Kängurus in Scherstetten bei Augsburg

Es klingt nach einem guten Witz, aber tatsächlich sollen zwei Spaziergänger im Staatswald bei Scherstetten ein Känguru gesichtet haben. Und das ist nicht das erste Mal.

Erneute Sichtung eines Kängurus in Scherstetten bei Augsburg

Kängurus gehören so gar nicht zum Bild eines bayerischen Forsts und dennoch ist mindestens ein Exemplar unterwegs. Wir haben ein wenig nachgeforscht und alle Känguru-Sichtungen zusammengetragen.

Die Geschichte von einem Känguru in den Stauden, dem südlichen Teil des Naturparks Westliche Wälder, begann mit dem Verschwinden des Beuteltiers namens „Knicksy“ im Jahr 2019. Das Tier gehörte zum „Kaindlhof“ in Erkhausen bei Scherstetten. Beim Kaindlhof handelt es sich um einen zertifizierten Begegnungshof, der eine artgerechte Tierhaltung und einen respektvollen Umgang zwischen Mensch und Tier vermitteln möchte. Das Känguru Knicksy büxte 2019 aus, woraufhin eine umfangreiche Suchaktion gestartet wurde. Das Tier konnte jedoch nicht gefunden werden.

Die erste Känguru-Sichtung

Im Januar 2020 meldete ein Leser der „Augsburger Allgemeinen“, dass er ein Känguru bei Langeneufnach gesehen habe. Damals wurde spekuliert, ob es sich um Knicksy handeln könnte und er den kalten Winter überlebt habe. Doch das Känguru verschwand wieder.

Dann passierte erstmal gar nichts mehr in Sachen Känguru – bis zu jenem Tag im April 2021, als ein Ehepaar ein Känguru zwischen Scherstetten und Erkhausen sichtete und es sogar fotografierten. Auf dem Foto sieht man das Tier auf einem Fahrradweg an der Straße sitzen. Sie informierten die Polizei und posteten das Bild in die Facebook-Gruppe „Tierfreunde Schwabmünchen & Umgebung e.V.“ Die BeamtInnen bekamen das Känguru allerdings nicht mehr zu sehen. Längst war es wieder weitergehüpft und verschwunden. Natürlich wurde zunächst vermutet, dass es sich bei dem Tier um Knicksy handeln könnte, immerhin ist es vor zwei Jahren ziemlich genau an diesem Ort ausgebüxt. Allerdings scheint das unwahrscheinlich zu sein. Knicksy verdankt seinen Namen nämlich einem Knick in seinem Schwanz. Der Knick ist auf dem Foto jedoch nicht zu erkennen.

Die aktuelle Känguru-Sichtung

Seit April dieses Jahres wurde keine weitere Känguru-Sichtung gemeldet – bis zum 16. September 2021. Wie die Augsburger Allgemeine (AZ) berichtet, haben zwei Augenzeugen ein Känguru zwischen Scherstetten und Konradshofen gesichtet. Wieder entstand ein Foto, das eindeutig ein Känguru zeigt. Handelt es sich bei dem Tier um das im April gesichtete Känguru oder könnte es doch Knicksy sein? Auf dem Foto, das Jäger Patrick Ulrich durch die Linse seines Fernglases geschossen hatte, ist der Schwanz des Tiers nicht zu sehen. Doch der Kaindlhof glaubt nicht, dass es sich um Knicksy handelt. Vermisst gemeldet ist jedoch auch kein Känguru.

Das Geheimnis um das Stauden-Känguru oder vielleicht ja um die Stauden-Kängurus wird uns also noch ein wenig begleiten.

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