Mit dem Avatar online treffen: Willkommen im Jugendhaus Kosmos

Das Jugendhaus Kosmos in Augsburg galt als Anlaufstelle für Kinder und Jugendliche. Durch Corona bleiben die Türen aber vorerst geschlossen. Die Lösung: Eine virtuelle Kopie des Jugendhauses für Online-Treffen.

Mit dem Avatar online treffen: Willkommen im Jugendhaus Kosmos

Das Leben von Kindern und Jugendlichen hat sich seit Beginn der Corona-Pandemie radikal verändert. Unterrichtet wird nur noch online, je nach Lage ist Freunde treffen tabu und viele andere Freizeitaktivitäten fallen auch weg. Das Jugendhaus Kosmos in Augsburg hat sich deshalb etwas einfallen lassen: Es gibt nun eine virtuelle Kopie des Hauses am Univiertel.

Plattform für Online-Treffen

Ziel des Stadtjugendringes (SJR) in Augsburg ist es, Kinder und Jugendliche online zu versammeln – zurzeit die einzige Möglichkeit, Kontakt zu halten. Normalerweise ist das Jugendhaus von Dienstag bis Samstag geöffnet. Neben Spiel und Spaß kümmern sich die MitarbeiterInnen um Probleme des Einzelnen und helfen bei Bewerbungsschreiben oder Prüfungen. So erreichten sie rund 300 Jugendliche jede Woche.

Auf der Online-Plattform sollen weiterhin Einzelberatungen möglich sein. Klickt man sich ein, sieht es auf den ersten Blick aus wie bei „Super Mario“. Am Anfang wird ein eigener Avatar gestaltet, über den dann kommuniziert werden kann. Events und Programme sollen das ganze abrunden. Eine tolle Möglichkeit sich auszutauschen und vor allem: sich weniger alleine zu fühlen. Mehr Infos findet ihr auf der Website des SJRs.

Jugendliche brauchen Perspektive

Robert Mailer, der Leiter des Jugendhaus Kosmos in Augsburg, meint, dass nicht nur Bildung auf der Strecke bleibe: „Familiär gibt es oftmals Probleme wegen des engen Wohnraums. Wenn eine vierköpfige Familie auf 60 bis 70 Quadratmeter beisammen ist, da staut sich einiges an.“ Es folgen unerlaubte Treffen mit mehreren Personen und Konflikte mit der Polizei. Auch Helmut Jesske, Geschäftsführer des Stadtjugendrings, sagt, dass es für Kinder und Jugendliche immer schwieriger werde, sich an die Corona-Regeln zu halten. Sie fordern eine Perspektive.

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