Warum mir das ewige Jammern langsam auf den Keks geht

Zugegeben, manchmal tut es gut, sich einfach so richtig auszukotzen über das Leben. Aber diese ewige Dauer-Jammerei nervt gewaltig!

Warum mir das ewige Jammern langsam auf den Keks geht

„Es ist einfach viel zu heiß“, „Es ist einfach viel zu kalt“, „Meine Arbeit ist soo stressig“, „Ich bin doch viel zu dick“, „Mich liebt eh keiner“ …

Ja ich weiß, es tut manchmal echt gut, sich so richtig bei einem guten Freund/einer guten Freundin über sein Leben auszukotzen. Aber irgendwann reicht es auch wieder!

Denn egal wo man ist, in der Arbeit, auf der Straße, zusammen mit Freunden und Familie oder auch in den Medien – stets wird man konfrontiert mit Beschwerden und Klagen! Und da frage ich mich, kann denn heutzutage keiner mehr zufrieden sein? Was wurde aus „positive thinking“ und Dankbarkeit für die kleinen Dinge?

In meiner eigenen jahrelangen Erfahrung als „Schulter-Zum-Ausheulen“ habe ich vor allem festgestellt, dass meistens nicht mal ein wirklich schwerwiegendes Problem der Auslöser für das Jammern ist, sondern einfach nur ein Mangel an Aufmerksamkeit und Zuwendung. (Ernsthafte Probleme wie beispielsweise das Leiden unter einer psychischen Krankheit sind dabei natürlich nicht gemeint! Denn in diesen Fällen ist es unglaublich wichtig, mit Vertrauten offen und regelmäßig zu sprechen.) Aber wenn wir ehrlich sind, beklagen wir uns oftmals einfach nur, um Mitleid zu erhaschen und begeben uns damit freiwillig in eine Opferrolle. Es klingt jetzt vielleicht hart, aber ich habe langsam kein Mitleid mehr für grundloses Jammern! Denn es gibt wohl nichts anstrengenderes, als ständig gut gemeinte Ratschläge zu verteilen, die im Endeffekt eh keiner ernst nimmt. Denn wenn ich eins gelernt habe, dann ist es, dass viele Dauer-Jammerer gar nichts an ihrer Situation ändern wollen, sondern am liebsten so lange wie möglich Selbstkonfrontation vermeiden und langsam aber sicher im Selbstmitleid versinken. Liebe Leute, das nervt gewaltig! Schließlich hat jeder mit der Hitze oder einer stressigen Arbeit zu kämpfen – die Herangehensweise macht den Unterschied!

Ja, die Wahrheit tut manchmal weh. Dabei ist das Thema „Jammern“ viel schwerwiegender, als viele von euch vielleicht denken. Denn das ewige Beklagen nervt nicht nur, sondern schadet auch der Gesundheit – sowohl der eigenen, als auch der eurer Mitmenschen! Unzählige Studien wie beispielsweise von der Stanford University belegen nämlich: Wer viel jammert wird vergesslicher! Denn durch ständiges Beklagen und negative Gedanken schrumpft der Hippocampus, der Teil des Gehirns, der für das Gedächtnis zuständig ist. Wer also kein unnötiges Alzheimer-Risiko eingehen will, sollte vielleicht mal seinen Lebensstil überdenken. Außerdem – und um das zu erkennen, brauchen wir nicht einmal Studien – setzt das Jammern den Körper unter unnötigen Stress und schwächt dadurch auch das Immunsystem. In letzter Zeit schlecht geschlafen? Vielleicht ist zu viel Jammern die Ursache dafür. Aber nicht nur der eigene Körper wird dadurch unter Stress gesetzt, sondern auch die unschuldigen Mitmenschen. Schließlich sind sie es, die die volle Ladung eurer „negative vibes“ abbekommen!

Und wenn wir ehrlich sind, umgeben wir uns selbst doch viel lieber mit Menschen, die zumindest versuchen, positiv zu denken und auch mal das Gute im Leben sehen. Schließlich gibt es genug Leid und Probleme auf der Welt, sodass man sich nicht noch selbst zusätzlich welche schaffen muss. Also, stay positive, people!

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