Einmal 9 Fragen an: eine Hundefriseurin

In unserer Interviewreihe „Einmal 9“ wollen wir Berufe anhand von neun Fragen genauer kennenlernen. Dafür haben wir diesmal ein Pläuschchen mit einer Hundefriseurin gehalten.

Einmal 9 Fragen an: eine Hundefriseurin

Waschen, schneiden, föhnen – das volle Programm gibt´s auch für unsere geliebten Vierbeiner. Was man so alles erlebt, wenn man in der Hundepflege arbeitet und was sonst so in einem Hundesalon abgeht, fanden wir im Gespräch mit der Geschäftsführerin des Hundesalons Iris heraus.

Zu aller erst einmal: Wie kommt man denn überhaupt dazu einen Hundesalon zu eröffnen?

Meine Cousine hat mich auf diese Idee gebracht, sie hat sich beklagt, dass man so schwer einen Termin bei einem guten Hundefriseur bekommt. Außerdem war es schon immer mein Traum einen Beruf mit Tieren auszuführen, also eröffnete ich vor 8 Jahren meinen eigenen Hundesalon und verließ meine Arbeitsstelle bei einem großen Technologiekonzern.

„Wie der Hund, so das Herrchen?“, stimmst du zu?

Ja ich würde schon sagen. Vor allem charakterlich, sonst wird´s auf Dauer echt schwer, wenn ein willensstarker Terrier mit einem schüchternen Herrchen zusammenlebt.

Stehen bei Hunden auch eher die Frauen auf einen Besuch beim Friseur?

Nein, da kann man keinen Unterschied zwischen den Geschlechtern feststellen. Und gleich kitzlig sind auch alle, vor allem an den Vorderfüßen, das mag kein Hund so wirklich.

Gibt´s wie bei uns auch bei Hunden neue Frisuren-Trends? Under-Cut oder Dauerwelle?

Pudel kann ich nicht schneiden wie Terrier, deshalb kann es auch keine pauschalen Trends geben. Für jede Rasse bleibt eigentlich eine beständige kürzere Frisur im Trend.

Hast du selbst einen Hund? Bestimmt oder?

Witzigerweise nicht. Ich bin wohl die einzige Besitzerin eines Hundesalons, die keinen eigenen Hund besitzt. Mir fehlt einfach die Zeit dafür und außerdem habe ich ja jeden Tag ganz viele Hunde um mich. Zu Hause wartet aber eine Katze auf mich.

Der Besuch beim Friseur - für den Hund eher Stress oder Wellness?

Für die meisten Hunde bedeutet das Haareschneiden doch erstmal Stress. Einige werden allerdings lockerer mit der Zeit und nach regelmäßigen Besuchen.

Über welchen Hund freust du dich am meisten, wenn er in deinen Salon kommt?

Eindeutig über Pekingesen, wenn sie einen anschauen, da schmilzt mein Herz einfach.

Was gab´s schon für absurde Kundenwünsche, mit denen du konfrontiert wurdest?

Oftmals wollen Kunden das Fell ihrer Hunde färben, sowas mach ich nicht. Mein Friseursalon ist eher der Familienfriseur, nach dem die Hunde natürlich und gepflegt den Laden verlassen.

Schon mal etwas besonders Lustiges erlebt als Hundefriseurin?

Vor kurzem ist ein Hund während dem Haareschneiden einfach eingeschlafen, das fand ich wirklich lustig. Aber auch ein gutes Zeichen für mich: er fühlt sich einfach wohl hier.

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