Intolerant? Ich doch nicht! – Warum wir alle mehr Toleranz zeigen sollten

Heute ist der Internationale Tag der Toleranz. Doch was bedeutet Toleranz überhaupt? Und wie tolerant sind wir wirklich?

Intolerant? Ich doch nicht! – Warum wir alle mehr Toleranz zeigen sollten

Würdest ihr euch selbst als tolerant bezeichnen? Vermutlich ja. Vermutlich würde niemand sich eingestehen, intolerant zu sein. Doch die Wahrheit ist, dass viele leider ein anderes Gesicht zeigen, wenn es wirklich darauf ankommt. Und damit meine ich nicht nur lautstarke Beschimpfungen und Verbrechen. Auch im Alltag legen viele Intoleranz zu Tage und merken es oft selbst nicht einmal.

Doch der Grund für Intoleranz ist nicht einfach nur Bösartigkeit. Vor allem Unwissenheit führt dazu, dass unsere Gesellschaft eine Angst vor Fremdem entwickelt hat, ohne es wirklich realisiert zu haben. Um darauf aufmerksam zu machen und die Bedeutung von Toleranz wieder zu verdeutlichen, hat die UN Generalversammlung den 16. November zum Welttag der Toleranz erklärt.

Aber was bedeutet Toleranz? Ich definiere den Begriff vor allem durch Anerkennung, Akzeptanz und Respekt gegenüber den verschiedenen Kulturen, Lebensweisen, Meinungen und Einstellungen unserer Welt. Es bedeutet, unsere Vielfalt zu feiern, anstatt sie zu unterdrücken oder sogar zu verbieten. Es bedeutet, sich dafür einzusetzen, andere Menschen und ihre Hintergründe verstehen und kennenzulernen und auch Gemeinsamkeiten zu erkennen. Toleranz bedeutet Nächstenliebe.

Wieso versuchen wir also nicht – egal ob heute oder einem anderen Tag – einfach mal einen Schritt auf andere zuzugehen? Einen Nachbarn oder Kommilitonen, mit dem man sonst wenig zu tun hat, auf einen Kaffee einladen und einfach mal sein eigenes Verhalten hinterfragen. Denn wir müssen Fremdem und Ungewohntem nicht immer mit Angst begegnen, sondern viel öfter auch mit Neugier und Offenheit. Schließlich können wir alle etwas voneinander lernen – nur so entwickeln wir uns weiter.

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