5 soziale Initiativen für die Integration von Geflüchteten

Es wird viel darüber geredet, dass Asylbewerber und Menschen aus dem Ausland noch mehr und besser in die Gesellschaft integriert werden müssen. Damit es nicht an der praktischen Umsetzung scheitert, geben wir euch 5 Projekt-Beispiele in Augsburg.

5 soziale Initiativen für die Integration  von Geflüchteten

Seit Beginn der sogenannten Flüchtlingskrise sind mittlerweile einige Jahre vergangen. Derzeit werden bei uns in Augsburg knapp 1100 Asylsuchende in dezentralen Unterkünften beherbergt, wovon etwa ein Drittel unter 18 Jahre alt und ebenfalls (nur) ein Drittel weiblich ist.

So viel zu den Fakten.

Wenn man diese Art der Berichterstattung liest, vergisst man schnell einmal, dass es sich nicht nur um eine beliebige Gruppe von Menschen handelt, die nunmal in der Stadt Augsburg einen neuen Wohnort gefunden haben. In den meisten Fällen sind die meist männlichen ausländischen Neuankömmlinge von Chaos und politischen Unruhen, Hunger, Gewalt und weiteren traumatisierenden Erlebnissen aus ihrem Heimatland vertrieben worden. Der Aufnahmeprozess in einem europäischen Land wie Deutschland verläuft häufig schleppend langsam und frustrierend für (fast) alle Beteiligten.

Da heute der internationale Tag der Migranten ist, möchten wir euch einige Möglichkeiten aufzeigen, wie ihr in Augsburg im interkulturellen Bereich aktiv werden könnt, beziehungsweise, was es für geniale Initiativen gibt, die den Neuankömmlingen zur Seite stehen.

Tür an Tür

Das Café Tür an Tür sollte jedem, der sich ein wenig für das Thema Flüchtlings- und Migrationsarbeit interessiert, ein Begriff sein. Hier werden durch Öffentlichkeitsarbeit, Imagekampagnen und Lobbyarbeit die Interessen von Menschen mit ausländischen Wurzeln vertreten. Durch die Organisation von Maßnahmen zur beruflichen und sprachlichen Qualifizierung, wird aktiv daran gearbeitet, ihnen ein erfülltes, eigenständiges Leben in unserem Land und in der Stadt Augsburg zu ermöglichen. Jeder der sich einbringen möchte, ist willkommen seinen Teil zu dieser Art der Modellierung unserer Gesellschaft beizutragen.

Volldabei

Die 2012 gegründete Initiative Volldabei hat eine ähnlich noble Zielsetzung. Hier geht es hauptsächlich um die Anwendung einer Willkommenskultur. Das heißt im Klartext: eine offene Grundhaltung gegenüber jedem Mitmenschen zu zeigen, am Abbau von Barrieren der Integration mitzuwirken, sowie grundsätzlich Freude daran zu haben andere Kulturen kennenzulernen und mit ihnen in Kontakt zu treten.

Im praktischen Fokus der Begegnung steht hier das Fahrrad. Es werden Fahrradkurse angeboten und gemeinsame Reparaturen durchgeführt.

Über aktuelle Aktionen könnt ihr euch zum Beispiel auf der Homepage oder der Facebook-Seite der Initiative informieren.

Grandhotel

Als Klassiker, wenn es um Augsburgs Inklusionsprogramme geht, ist das Grandhotel im Herzen des Domviertels. Dieses vielseitige Kreativ-Großprojekt bietet sowohl viel Wohnraum für Hotelgäste und Asylbewerber, als auch Raum für neue Ideen der engagierten Augsburger. Hier wird gebacken, gebastelt, musiziert und gefeiert. Wer sich einbringen möchte ist auch hier willkommen, wobei jeder individuell entscheiden kann, wie viel er zu geben vermag.

Neruda

Das gemütliche, etwas exzentrische Kulturcafé Neruda gehört, genau wie das Grandhotel und das Café Tür an Tür, auf die Liste der interkulturellen Begegnungs-Hotspots in Augsburg. Hier finden regelmäßig Konzerte, Ausstellungen, Abendessen, Parties und viele weitere Arten von Veranstaltungen statt. Jeder der es möchte bekommt hier die Möglichkeit, zusammen mit anderen Menschen auf der Bühne zu stehen, um gemeinsam in einer friedlichen Atmosphäre das Verbindende am Anderssein der Kulturen aufzuzeigen.

Malteser Migranten Medizin

Auch, wenn es sich hierbei nicht um eine Initiative im direkten Sinn handelt, ist diese Art der Unterstützung dennoch erwähnenswert. Für viele Asylsuchende stellt es sich zunächst als kompliziert dar, in Deutschland eine Krankenversicherung zu erwerben, da ab dem Betreten des Landes viele bürokratische Schritte und Abläufe parallel zu bewältigen sind. Daher gibt es in vielen Deutschen Städten mittlerweile Ärzteteams, die Menschen ohne Versicherung behandeln. Besonders in Notsituationen oder für schwangere Frauen ist dieser Dienst extrem wichtig. Wenn ihr euch bei MMM beteiligen möchtet, obwohl ihr selbst keine Ärzte seid, findet ihr hier alle wichtigen Informationen, die euch zeigen, wie das möglich ist.

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