Augsburgs Instagram-Größen auf dem Influencer Day im 3M

Social-Media, Sekt und Gin und ein Public Speaker, der es in sich hat: am Samstag trafen sich Augsburgs und Münchens InfluencerInnen im 3M.

Augsburgs Instagram-Größen auf dem Influencer Day im 3M

Die Location wirkt schon mal absolut instagrammable.

Chill-Lounges mit Sesseln und Couches, eine professionelle Shooting-Kulisse mit Fotograf, Sekt und Gin ohne Ende: die Location und das Setting sind schon mal absolut instagrammable – und werden abgefilmt, fotografiert und verlinkt. Zwei Mädels stehen vor einer Wand mit Bildschirmen und schießen ein Selfie, andere sitzen schon entspannt auf den Sofas und tippen ins Handy. Sie alle haben etwas gemeinsam: und zwar unfassbar viele Follower.

Cat-Moms, Lifestyle-Blogger und Mode-InfluencerInnen.

Am Samstag wurden im Augsburger Steigenberger Hotel vermutlich hunderte Instagram-Storys veröffentlicht– von Cat-Moms, Lifestyle-, Fitness- und Travel-Bloggern, Mode-InfluencerInnen und Entrepreneuren. Sie kommen aus Augsburg und München und haben sich auf Instagram einen teilweise wirklich großen Namen gemacht. Sie sind für den zweiten Influencer Day ins 3 Mohren gekommen.

Hinter dem Event stehen die Jungs von INNOIT: Creative Director David Wojcik, Co-Founder und Nerd Hans Mina und Gründer und Speaker Ray Seibold. „Ich bin das Plappermaul von uns dreien, zu mir kommt ihr heute, wenn ihr einfach quatschen wollt“, lacht Ray bei der Anmoderation. Den Abend eröffnet dann eine ganze spezielle Augsburger Influencerin: Eva Weber.

„Als Politikerin bin ich ja irgendwie auch Influencerin.“ – Eva Weber.

Die zweite Bürgermeisterin hat selbst seit 2014 einen Account auf Instagram und erzählt, wie sie dazu gekommen ist: „Ich dachte erst das ist eine App zur Fotobearbeitung, bis ich gemerkt habe, was man damit alles machen kann“. Für sie ist Instagram ein tolles Tool, um zu hören was in der Stadt so los ist und um dann bei ihren Followern dafür Interesse zu wecken. „Als Politikerin bin ich ja irgendwie auch Influencerin“, sagt sie.

Bezahlte Luxus-Channels und Lifestyle-Blogs.

Für die meisten Leute hier ist Instagram deutlich mehr als das, denn sie verdienen ihr Geld damit. Maximilian lebt in München und hat sich seinen ersten Account vor über 8 Jahren angelegt. Mittlerweile hat der gelernte Hotelfachmann drei Channels – auf dem erfolgreichsten folgen ihm über 95-tausend Menschen. Er veröffentlicht Videos und Bilder über Luxus, Lifestyle und Reisen und hat mit dem daraus gewonnenen Knowhow eine App für Online-Marketing und eine Agentur für Content-Management gegründet. „In der Woche verbringe ich im Schnitt so um die 60 Stunden am Handy und auf Instagram. Das ist ‘ne ganz schöne Sucht, aber halt auch mein Job“, erzählt Maxi.

Um den Lebensunterhalt mit Instagram verdienen zu können, gehen die jungen Instagrammer etliche Kooperationen mit bekannten Marken und Firmen ein. Dass der gefilterte und bezahlte Content teilweise sehr junges Publikum stark beeinflusst ist wohlbekannt. Das birgt Gefahren und manch einer verliert so schnell den Bezug zur Realität. Doch nicht alle betreiben ihren Account für bezahlte Kooperationen.

Sie gehört zu den Cat-Moms auf Instagram.

Heidi kommt aus Gersthofen und gehört zu den Cat-Moms auf Instagram. Mit den beiden Accounts über ihre Stubentiger Bellatrix und Molly kommt sie auf fast 50-tausend Follower. Dabei macht sie das Ganze nur nebenbei. „Hauptberuflich arbeite ich als Projekt-Managerin in München. Seit ich vor zwei Jahren meine beiden Katzen bekommen habe und den Account damit fülle, verbringe ich 2 bis 3 Stunden am Abend damit“.

Public Speaker Dan kennt das Business wie kein Zweiter.

Jeder und jede hier hat seine ganz eigene Story. Sie sind auf dem Influencer Day um zu networken, zu quatschen und neue Kontakte zu knüpfen. Und um dem wohl energiegeladensten Public Speaker und Instagram Coach zuzuhören: Daniel Zoll. In seinem Workshop teilt er Insider-Tipps zu Social-Media Plattformen wie TikTok, YouTube, Instagram und LinkedIn. „Denk’ nicht nur über Deinen Content nach, sondern auch über die Leute mit denen Du Dich vernetzt und wie Du auf deren Nacken Business machen kannst“, sagt Dan während er zwischen den Leuten hin und her läuft. Für den Abschluss des Abends geht es dann mit dem Shuttle ins Kesselhaus – und nebenzu wird natürlich fleißig gefilmt und getaggt.

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