Warum es Impfdurchbrüche gibt und wie ihr Anzeichen erkennt

Derzeit kommt es vermehrt zu Impfdurchbrüchen. Wir wollen heute klären, welche Symptome euch warnen und warum es überhaupt zu Impfdurchbrüchen kommt.

Warum es Impfdurchbrüche gibt und wie ihr Anzeichen erkennt

Die Zeiten in denen man sich als doppelt geimpfte Person komplett sicher fühlte sind vorbei. In den Medien und auch im Freundes- sowie Bekanntenkreis hören wir immer häufiger von Impfdurchbrüchen. Was das bedeutet und wie ihr damit umgehen könnt, erfahrt ihr jetzt.

Was ist ein Impfdurchbruch?

Von einem Impfdurchbruch spricht man dann, wenn eine Person gegen eine bestimmte Krankheit geimpft ist, sich aber dennoch infiziert und auch Symptome hat.

Woher kommen die Impfdurchbrüche?

Das Robert-Koch-Institut (RKI) schreibt hierzu, dass die Covid-Impfstoffe zwar sehr gut wirken, jedoch nicht zu 100 Prozent vor einer Infektion schützen können. Bei steigender Impfquote steigt deshalb auch der Anteil der infizierten Geimpften. Außerdem spielen die „aktiven Fälle“ eine große Rolle: Je mehr Menschen infiziert sind, desto höher die Wahrscheinlichkeit, dass sich auch Geimpfte Personen anstecken. Hinzu kommt, dass der Impfstoff mit der Zeit an Wirksamkeit verliert. Eine israelische Studie zeigte, dass die Wirksamkeit des Biontech-Impfstoffs nach drei Monaten um die Hälfte abnimmt, wie Deutschlandfunk berichtete. Auch wurde festgestellt, dass der Impfstoff von Johnson & Johnson am wenigsten vor einer Corona-Infektion schützt. Es wird empfohlen mit Biontech oder Moderna nachzuimpfen.

Zudem empfiehlt die Ständige Impfkommission (STIKO) eine Booster-Impfung, wenn die Zweitimpfung sechs Monate her ist.

Sind die Covid-Impfstoffe trotzdem wirksam?

Die Wirksamkeit der Impfstoffe ist trotz der Impfdurchbrüche weiterhin unumstritten. In allen Fällen bewahre eine Impfung vor einem schweren Krankheitsverlauf. Auf den Intensivstationen der Krankenhäuser liegen fast ausschließlich ungeimpfte Corona-PatientInnen. Auch verringere der Impfstoff die Gefahr einer Ansteckung mit dem Coronavirus erheblich, so das RKI.

Sind vollständig Geimpfte mit Corona weniger ansteckend als ungeimpfte Infizierte?

Die aktuellen Datenlage des RKI ergibt, dass geimpfte Infizierte weniger ansteckend als ungeimpfte Corona-Positive sind. Das RKI weist jedoch auch darauf hin, dass dennoch davon ausgegangen werden müsse, dass geimpfte Corona-PatientInnen infektiöse Viren ausscheiden. Allerdings sei der Zeitraum, in der Viren ausgeschieden werden kürzer als bei ungeimpften Personen. „In welchem Maß die Impfung die Übertragung des Virus reduziert, kann derzeit nicht genau quantifiziert werden“, schreibt das RKI abschließend hierzu. Die AHA-Regeln sind also dennoch – auch für Geimpfte – in jedem Fall einzuhalten.

Symptome eines Impfdurchbruchs

Auch wenn wir vollständig geimpft sind, können wir uns mit dem Coronavirus anstecken, einen Krankheitsverlauf mit Symptomen haben und auch von Long-Covid-Folgen betroffen sein. Außerdem besteht die Gefahr, – wenn auch vermindert – dass wir das Virus an andere weitergeben. Daher sollten wir auf mögliche Symptome achten, die auf einen Impfdurchbruch hinweisen können.

  • Laufende Nase und Niesen: Anders als bei ungeimpften Infizierten ist das Niesen und das Nase-laufen bei geimpften Infizierten ein häufiges Symptom.

  • Ohrenschmerzen: Wenn ihr Probleme mit euren Ohren habt, dann könnte das auf eine Infektion mit dem Coronavirus hinweisen. Geimpfte Infizierten klagten häufig über Ohrenschmerzen, aber auch über Tinnitus.

  • Atemprobleme: Ihr seid viel schneller aus der Puste als sonst? Kurzatmigkeit ist sowohl bei ungeimpften als auch bei geimpften Corona-PatientInnen ein häufiges Symptom.

  • Geschwollene Lymphknoten: Wenn ihr eure Lymphknoten am Hals, am Hinterkopf, in den Achselhöhlen oder am Nacken spüren könnt, sind diese geschwollen. Ihr kennt das Symptom sicher von starken Erkältungen oder anderen Viruserkrankungen. Auch bei einer Corona-Infektion kommt es häufig zu geschwollenen Lymphknoten.

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