Hitzewellen nehmen zu: Das will die Stadt Augsburg dagegen machen

Aktuell erlebt Augsburg eine langanhaltende Wärmeperiode, welche gesundheitliche Risiken birgt. Um der Hitze entgegenzuwirken, ergreift die Stadt Augsburg eine Reihe strategischer Maßnahmen.

Hitzewellen nehmen zu: Das will die Stadt Augsburg dagegen machen

Die Auswirkungen des Klimawandels auf Städte und Gemeinden sind unverkennbar. Die Anzahl heißer Tage im Jahr steigt und die damit verbundenen Risiken für die Gesundheit und das Wohlbefinden der Bürger:innen werden größer. Aus diesem Grund sagt die Stadt Augsburg der Hitze nun den Kampf an.

Zuversicht in der Krise

Mittel- und langfristig werden Hitzetage mit mehr als 30 Grad zunehmen. Laut den Klimaprojektionen, die im Rahmen des Klimawandel-Anpassungskonzepts der Stadt Augsburg (KASA) erstellt wurden, steigt die Zahl der Hitzetage im Laufe der Jahre von durchschnittlich fünf auf zehn bis 15. Reiner Erben, Referent für Nachhaltigkeit, Umwelt, Klima und Gesundheit, ist dennoch optimistisch: „Zunehmende Hitze ist eine ernsthafte Herausforderung für unsere Stadt, aber auch eine Chance, gemeinsam innovative Lösungen zu finden und Augsburg widerstandsfähiger und klimafreundlicher zu gestalten.“

Das sind die Maßnahmen

Die Stadt Augsburg stellt zum einen hilfreiche Informationen des Bayerischen Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) sowie des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit bereit. Sie sollen der Bevölkerung helfen, besser mit Hitze umgehen zu können. Zudem werden LGL-Flyer mit Tipps zum Umgang mit Hitze in den Bürgerbüros und in teilnehmenden Apotheken verteilt. Auf diese Weise sollen auch Menschen ohne Zugang zu elektronischen Medien die Infos einsehen können. Als kleines Startpaket gibt es zu den ersten Flyern einen Handfächer.

Folgende Apotheken nehmen teil:

  • Gudjons-Apotheke, Friedrich-Merz-Straße 1

  • Bismarck-Apotheke, Konrad-Adenauer-Allee 65

  • Apotheke im Pfersee Park, Franz-Kobinger-Straße 9a

  • Anna Apotheke, Färbergäßchen 5

  • Apotheke an der Bergstraße, Gögginger Straße 106

  • Casania-Apotheke, Augsburger Straße 9 1/2

  • Bergius-Apotheke, Bergiusstraße 1-3

  • Prinz-Karl Apotheke, Schertlinstraße 25

  • Rosen Apotheke, Donauwörther Straße 107

  • Stern-Apotheke, Maximilianstraße 27

  • Lotos-Apotheke, Hermann-Köhl-Straße 24

  • Bavaria-Apotheke, Neuburger Straße 11

  • Apotheke an der Wertachbrücke, Schöpplerstraße 1

  • St. Martins Apotheke, Bleicherbreite 21

  • Luther King Apotheke, Luther-King-Straße 4

Ab heute, Montag, den 10. Juli, können Flyer und Fächer abgeholt werden – kostenlos und solange der Vorrat reicht.

Im Rahmen des KASA sollen zudem weitere Maßnahmen greifen, die unter anderem den Ausbau des Trinkbrunnen-Netzes, die Kühlung relevanter Einrichtungen und die Schaffung von Klimaoasen als kühlende Grünstrukturen beinhalten. Zu den Leitprojekten gehört die Erstellung eines Hitzeaktionsplans, mit welchem eine nachhaltige Umsetzung der Maßnahmen und eine Minimierung der Auswirkungen von Hitze erreicht werden sollen. Ziel ist die systematische Erfassung und Prüfung möglicher Anpassungsstrategien und deren Überführung in einen dauerhaft funktionierenden Aktionsplan.

Vorsicht, Waldbrandgefahr

Durch die anhaltende Hitze und die dadurch entstandene Dürre ist der Waldbrandgefahrenindex vor Ort gestiegen. Die Stadt Augsburg bittet daher, sich in den Bereichen des Stadtwalds umsichtig zu verhalten und die geltenden Regeln einzuhalten. Zu diesen gehört ein ganzjähriges Verbot von offenem Feuer und Grillen im Stadtwald, in Parks, am Lech sowie an der Wertach und ein striktes Rauchverbot von März bis Oktober im Wald. Zudem dürfen keine Zigaretten oder andere brennbare Gegenstände in die Natur geworfen werden. Autos sollen nicht auf trockenen Grasflächen abgestellt werden.

Besonders in den heißen, trockenen Sommermonaten ist es umso wichtiger, Betriebs-, Rettungs- sowie Löschfahrzeuge beim Einsatz nicht zu behindern. Bei Qualm, herrenlosen Lagerfeuern oder Bränden ist in jedem Fall der Notruf unter der Nummer 112 zu wählen. Forstreferent Roland Barth appelliert: „Ich bitte alle Bürgerinnen und Bürger, sehr vorsichtig zu sein und offenes Feuer, aber auch Unachtsamkeiten mit parkenden Autos oder Zigaretten in unseren Wald- und Wiesengebieten unbedingt zu vermeiden. Wir müssen unseren wertvollen Stadtwald bestmöglich schützen.“

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