Bis mindestens Anfang nächster Woche bleiben die Temperaturen über 30 Grad. Während das Wetter damit optimal fürs Schwimmen ist, kann Hitze sich allerdings schnell negativ auf die Gesundheit auswirken.
Warum ist Hitze so gefährlich?
Hitze wirkt sich vorwiegend auf das menschliche Herz-Kreislauf-System aus. Weitere Probleme können Flüssigkeitsmangel, Hitzschlag, Atemprobleme durch eine schlechtere Luftqualität und chronische Erschöpfung durch Schlafprobleme sein. Extreme Hitze ist für alle ungesund, aber schadet besonders häufig vulnerablen Bevölkerungsgruppen. Dazu gehören etwa Säuglinge und Kinder, ältere Menschen und Menschen mit Vorerkrankungen. Im Sommer 2024 kam es laut dem Robert Koch-Institut (RKI) bundesweit zu über 3.000 hitzebedingten Todesfällen.
Ausreichend trinken – aber das Richtige
Wie schützt man sich also am besten gegen Hitze? Zu den üblichen Tipps gehört viel trinken. Vor allem Wasser, ungesüßte Tees und Fruchtschorlen. Auf Softdrinks und Alkohol solltet ihr lieber verzichten. Der hohe Zuckergehalt in Softdrinks stellt eine weitere Belastung für den Körper dar, welcher den zusätzlichen Zucker verarbeiten muss. Zudem können sie den Durst sogar verstärken. Alkohol entzieht dem Körper verstärkt Flüssigkeit. Zudem wirkt Alkohol zeitnäher, sodass man schneller betrunken ist. Dementsprechend an alle, die dieses Wochenende auf den Sommernächten sind: Trinkt zwischen Aperol und Bier genügend Wasser, übertreibt es nicht, passt auf euch auf und habt eine schöne Zeit!
Outfit of the Day – Summer Edition
Aber auch eure Kleidung kann einen Unterschied machen. Unter engen Synthetikstoffen staut sich oft die Hitze. Stattdessen bietet sich atmungsaktivere Bekleidung aus Baumwolle, Leinen, Seide und Lyocell an. Ob ihr lieber auf kurze oder lange Stücke tragen solltet, hängt von der Art der Hitze ab. Bei trockener Hitze bieten sich locker geschnittene Kleidungsstücke an, da sie eine kühlende Luftzirkulation ermöglichen können. Bei feuchter Hitze könnt ihr zu kurzer Kleidung greifen. Allerdings steigt damit das Risiko für Sonnenbrand. Unabhängig von der Länge eurer Kleidung sind aber zwei Dinge unverzichtbar: Verwendet konsequent Sonnencreme. Und denkt an eine Kopfbedeckung. Durch diese könnt ihr das Risiko für einen Sonnenbrand auf dem Kopf oder einen Sonnenstich verringern.
So bleibt eure Wohnung kühl
Damit euer Zuhause möglichst kühl bleibt, solltet ihr am besten frühmorgens oder in der Nacht lüften. Die Außentemperatur sollte dabei noch kühler sein, als die Temperatur in eurem Zimmer. Tagsüber solltet ihr eure Fenster abdunkeln, etwa indem ihr eure Rollläden oder Vorhänge schließt. Zudem könnt ihr ein nasses Handtuch vor dem Fenster aufhängen. Laut Ökotest entsteht beim Trocknen der Handtücher Verdunstungskälte, welche der Luft Wärme entzieht und dadurch den Raum abkühlt. Allerdings müsst ihr hierbei ein paar Sachen beachten: Drückt euer Handtuch gut aus, sodass es nicht mehr tropft. Zudem solltet ihr einmal am Tag stoßlüften, um der Bildung von Bakterien, Keimen und Schimmelsporen vorzubeugen, da das feuchte Handtuch die Luftfeuchtigkeit im Zimmer erhöht. Außerdem müsst ihr schauen, ob der Tipp für euch funktioniert. Denn manche finden schwül-warme Luft unangenehmer als trockene Hitze.
Vorsicht bei Medikamenten
Woran man vielleicht nicht als Erstes denkt, ist, dass sich Hitze auch auf Medikamente auswirken kann. Bei hohen Temperaturen erweitern sich die Blutgefäße, man schwitzt und trinkt mehr, was die Verteilung, Wirkung oder Ausscheidung von Medikamenten beeinflussen kann. Besonders betroffen sind davon Medikamente wie Blutdrucksenker, Entwässerungsmittel, Psychopharmaka, Insulin und orale Antidiabetika, Schmerz- und Rheumamittel, Schlafmittel und mehr. Wenn ihr regelmäßig Medikamente einnehmt, solltet ihr mit eurer Ärztin oder eurem Arzt besprechen, ob ihr bei extremen Temperaturen etwas beachten müsst. Auch wenn eure Medikamente gerade nicht aufgelistet wurden.