Heyzel eröffnet eine neue Filiale am Augsburger Königsplatz

Seit langem gibt es die Heyzel Coffee Filiale am Rathausplatz. Mit einem neuen Konzept gegen die Umweltverschmutzung, eröffnet nun eine weitere am Königsplatz.

Heyzel eröffnet eine neue Filiale am Augsburger Königsplatz

Das Heyzel Coffee ist in Augsburg eine altbekannte Institution und ein hervorragender Anlaufpunkt, für einen leckeren Kaffee zwischendurch. Das Sortiment deckt nicht nur verschiedene Kaffeespezialitäten ab, sondern auch Tees, kleinere Speisen und Snacks, Milchshakes und kühle Getränke.

Der bisherige Hauptstandort am Rathausplatz erfreut sich, nicht nur aufgrund seines ausladenden Sitzplatzangebotes, das ganze Jahr über einer großen Beliebtheit. Im Sommer können wir uns die warme Sonne ins Gesicht scheinen lassen, während wir einen kühlen Frappuccino schlürfen. Im Winter kuscheln wir uns in die sichere Wärme des Kaffeehauses und trinken leckeren, wärmenden Latte Macchiato, während wir die vorbeilaufenden Augsburger bei ihren täglichen Unternehmungen beobachten.

Ab heute gibt es jedoch nicht nur den Spot am Rathausplatz, der uns mit Kaffee versorgt. Auch am Königsplatz gibt es ab sofort eine Heyzel-Filiale, in der euch jeder noch so spezielle Kaffeewunsch von den Lippen abgelesen wird. Und noch etwas ist neu: Auch in Sachen Umweltfreundlichkeit hat sich etwas getan!

Zu unserer großen Freude ist das Geschäftskonzept der Kaffeehauskette, an diesem neuen Standort noch moderner geworden. Die leckeren Produkte können hier nur noch im praktischen und umweltfreundlicheren Recup-Becher mitgenommen werden. Das ist der erste Schritt, den Heyzel wagt, um den Plastikbecher-Umweltsünden die Freundschaft zu kündigen.

Um einige Insider-Infos zu dem neuen Bechersystem herauszufinden, unterhalte ich mich mit “Freshi”, der ein alter Hase im Kaffeebusiness des Heyzel ist. “Es ist einfach nachhaltiger”, meint er. Aktuell werden die Recup-Becher in der Königsplatz-Filiale getestet. Wenn sich die Take-Away-Methode bewährt, wird sie zukünftig auch am Rathausplatz eingeführt.

“Die Recups sind einfach nachhaltiger”

Das Prinzip ist einfach und verständlich. Wer einen Kaffee mitnehmen möchte, kauft entweder einen 1€-Pfand-Recup oder bringt einen eigenen Becher mit. Der Recup-Becher kann später an über 60 verschiedenen Orten in Augsburg zurück getauscht werden. So werden die unnötigen Mengen an Müll eingespart, die normalerweise durch die Verwendung von Einmal-Plastikbechern produziert werden.

Auch was die Strohhalmsituation angeht, tut sich was. Freshi erklärt, dass eine Sorte Papp-Strohhalme schon getestet wurde, die allerdings nicht gut funktionierten. Daher wird im Moment noch auf eine bessere Variante der Strohhalme gewartet, die in Zukunft ihre Plastikverwandten ersetzen sollen.

Da es mich interessiert, was die Heyzel-Kundschaft so von der neuen Art des Take-Away hält, habe ich mich mal umgehört. Die Rückmeldungen sind unterschiedlich. Zwei Mädels, die sich beide einen Caramel-Macchiato gönnen, sind begeistert davon. Sie geben zu, zwar noch nichts von Recup gehört zu haben, freuen sich aber darüber, dass die Zeit der Plastikbecher sich dem Ende zuneigt. Sie sind bereit mehr zu zahlen, erkundigen sich aber auch danach, ob es möglich ist, eigene Becher mitzubringen. Freshi erklärt mit einem Augenzwinkern, dass das geht, wobei sich die Kaffeemenge natürlich nicht der Größe des mitgebrachten Gefäßes anpasst…

Andere Meinungen sind etwas negativer. “Es ist ein bisschen unpraktisch, dass es keine Alternative gibt. Entweder der Cappuccino kostet einen Euro mehr oder du kannst ihn halt nicht mitnehmen.” Ich verstehe die Kritik, denn manch einer möchte sich vielleicht auch einfach nicht um die Rückgabe des Bechers bemühen. Eine Anmerkung, die ich für sinnvoll halte, bekomme ich von der Begleitung des Kritikers. Sie findet das Prinzip sehr lobenswert, da sie auch gegen den Konsum von Wegwerfbechern ist. “Was ich aber blöd finde ist, dass es keine Deckel für die Recups gibt. Der Becher ist ja gut, aber ohne Deckel ist er unpraktisch. Im Auto ist das besonders blöd.” Klar, denn einen überschwappenden Kaffeebecher hat keiner gerne im Auto mit dabei.

„Was ich aber blöd finde ist, dass es keine Deckel für die Recups gibt.“

Das Fazit: Die Idee und der Beginn des Recup-Verkaufs ist großartig. Ein paar Feinheiten und Problematiken sollten aber noch verbessert und geklärt werden.

Wir wünschen der neuen Heyzel-Filiale und der neuen Take-Away-Strategie auf jeden Fall alles Gute!

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