Augsburger Herbstplärrer: Fahrgeschäfte im Test

Ob Kult-Fahrgeschäft oder brandneu auf dem Plärrer – wir waren da und haben einiges ausprobiert. Hier unser Erfahrungsbericht.

Augsburger Herbstplärrer: Fahrgeschäfte im Test

Geisterbahn, Achterbahn, Riesenrad und vieles mehr. Obwohl auf dem Plärrer noch immer das Motto „klein, aber fein“ gilt und man locker innerhalb von einer Viertelstunde über das Plärrergelände schlendern kann, erfreut er durch eine große Vielfalt. Wie jedes Jahr sind die alteingesessenen Fahrgeschäfte wieder da, aber es gibt auch neuen Zuwachs.

1001 Nacht

Eine kleine Reise in den Orient kann man bei dem Fahrgeschäft „1001 Nacht“ machen. Mit seinen liebevollen und detailgetreuen Verzierungen ist es schon von außen ein Prachtstück anzusehen. Fahnen, Kamele und Figuren schmücken die Außenwand. Die letzten Jahre stand am Plärrer an dieser Stelle immer ein Fallturm oder Überschlag-Geschäft, doch während diese nur für die Großen erlaubt waren, ist 1001 Nacht ein Hochfahrgeschäft für die ganze Familie. Hier überschlägt man sich nicht, stattdessen sitzt ihr wie in einer Longe auf dem „fliegenden Teppich“, der sich langsam hochschaukelt und so seine Runden dreht. Bei 27 Metern Höhe ist das Kribbeln im Bauch auf jeden Fall garantiert!

Roue Parisienne und Wellenflug

Wer es nicht ganz so wild mag, der kann auch im Riesenrad „Roue Parisienne“ oder in dem Kettenkarussell „Wellenflug“ entspannt seine Runden drehen. Von dort hat man einen tollen Ausblick. Man kann nicht nur das bunte Treiben auf dem Plärrergelände beobachten, sondern auch in Richtung Stadt und Umland sehen. Beides traditionelle Fahrgeschäfte, die sich auf jeden Fall lohnen.

Leopardenspur

Ein weiterer Klassiker eines jeden Plärrers ist die Leopardenspur. Mit sagenhaften 62 km/h pro Stunde fährt man immer wieder im Kreis durch eine Dschungellandschaft. Doch an alle, die außen sitzen aufgepasst: Durch die Rotation wird der innere Sitznachbar während der Fahrt nach außen gezogen, sodass er mit seinem ganzen Gewicht auf den Äußeren drückt. Hier gilt einfache Mathematik: Je mehr Leute in einem Wagen sitzen, desto unangenehmer wird die Fahrt für den Äußersten. Vor allem Familien sollten ihre Kinder deshalb lieber auf die rechte Seite setzen.

Haunted Mansion

Düstere Stimmung herrscht schon vor der Tür, doch wer auf Angst und Schrecken steht, der sollte sich die Geisterbahn „Haunted Mansion“ auf keinen Fall entgehen lassen. In einem offenen Wagen wird man in eine Welt entführt in deren Finsternis zahlreiche Zombies, Skelette und Werwölfe warten. Die Schausteller schrecken nicht davor zurück auch selbst einmal unerwartet aus einer der dunklen Ecken zu springen und führ einen extra Schock zu sorgen. Diese Fahrt ist nichts für schwache Nerven!

Flipper und Break Dance

Die Bratwurstsemmel solltet ihr euch lieber nach diesen Fahrgeschäften kaufen, wenn ihr dann noch Appetit habt, denn hier geht es wortwörtlich rund. Beim „Flipper“ stellt sich die rotierende Drehscheibe bis zu 50 Grad schräg, während auch die Gondeln darauf wild hin und her schwingen, sodass man jegliches Gefühl dafür verliert, wo unten und wo oben ist. „Breakdance“ ist ähnlich aufgebaut, wird jedoch nicht schräggestellt. Stattdessen erfreut es durch eine weitere Drehachse, was für extra Schwung und noch mehr hin und her sorgt. Während der Fahrt könnt ihr spritzige Musik hören und die fröhliche Stimme der Inhaberin mit den Worten: „Ihr seht noch gut aus! Bereit für die nächste Runde?“

X-Racer

Eine Achterbahn darf auf dem Plärrer auf keinen Fall fehlen. Was wir die letzten Jahre als „Wilde Maus“ kannten, ist dieses Jahr als „X-Racer“ am Start. Von außen betrachtet sieht sie gar nicht so heftig aus: keine Loopings, keine Schrauben. Dennoch hat es diese Bahn ganz schön in sich. Ihr Geheimnis liegt in den scharfen Kurven. Mit einer rasanten Geschwindigkeit fährt man auf die Kurve zu, mit dem Gefühl man fliege über sie hinaus. Erst im allerletzten Moment macht der Wagen eine scharfe 180 Grad Wendung und rast auf die nächste Kurve zu. Abgerundet wird die Achterbahn mit einer schwungvollen Berg- und Talfahrt, bevor der Wagen wieder sicher in das Ziel einfährt.

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