Augsburger Startup startet beeindruckende Maskenproduktion

Augsburger Startup baut Massenproduktion für Masken innerhalb einer Woche auf.

Augsburger Startup startet beeindruckende Maskenproduktion

Vor drei Jahren, im Jahr 2017, gründen Jonathan Kreuzer, Burak Küçük und Josua Janda das upcoming Mode-Label HEATERS. Sie stehen seither für klassische Streetwear und feiern mit ausverkauften Kollektionen Erfolge als Mode-Startup. „Wir haben bereits Anfang 2019 geahnt, dass Basketball und der Lifestyle drumherum das Thema für 2020 sein wird“, sagt Burak Küçük. So schmieden sie für 2020 coole Pläne und Projekte in Verbindung mit großen zentralen Events wie einem Streetball-Turnier am Augsburger Rathausplatz. „Leider können wir Dank Corona nichts davon umsetzen“, erzählen die Gründer. Doch statt den Kopf in den Sand zu stecken, stellen die drei Unternehmer das Geschäftsmodell innerhalb einer Woche komplett um und bauen eine Maskenproduktion für Stoffmasken mit oder ohne individuellem Logo-Druck auf.

Von der Idee zur Umsetzung

Schon zu Beginn der Corona-Pandemie bedrucken die HEATERS-Gründer Masken für den eigenen Gebrauch mit dem eigenen Logo, verteilen Sie an Freunde und verkaufen sie im Online-Shop. Die Nachfrage ist enorm, doch an eine Massenproduktion denken die jungen Mode-Gründer Jonathan Kreuzer, Burak Küçük und Josua Janda noch nicht. „In meinem Umfeld versuchten mich zwar einige Vertraute zu motivieren mehr zu produzieren, doch ich war hin und hergerissen“, sagt Burak Küçük. Schließlich sei ein neuer Geschäftszweig mit vielen Risiken verbunden, harte Arbeit und man brauche Risikokapital für die Produktion.

Burak Küçük: „Kurz darauf kam die Anfrage einer Firma, deren Bedarf bei 40.000 Masken mit eigenem Firmenlogo lag. Diese sollten aussehen, wie die Masken von HEATERS. Ab dann ging alles los und die Maskenpflicht kam erst wenig später.“ Der Startschuss für die Massenproduktion mit über 10.000 Stück am Tag. Bereits in der ersten Woche konnten sie 70.000 Masken zum Verkauf abwickeln und in Auftrag geben. Bei Bedarf kann dieProduktion sogar auf 50.000 Stück pro Tag hochgefahren werden.

Innerhalb eines Tages konnten sie eine funktionierende Lieferkette auf die Beine stellen, da viele Firmen aufgrund von Corona freie Kapazitäten hatten. Nach drei Tagen wurden die ersten Muster produziert. Nach einer Woche ging die Webseite Online, mit einem komplett neuen Geschäftsmodell.

Hauptmotivation: Faire Preise schaffen

Burak Küçük: „Wir haben festgestellt, dass Behelfsmasken sehr teuer sind. Einfache Masken aus Baumwolle für 12,00 EUR – das ist eigentlich schon fast Wucher. Deshalb haben wir es uns als Ziel gesetzt, die günstigste Alternative am Markt zu sein. Wir möchten die günstige und zeitgleich hochwertigste Alternative für bedruckte und unbedruckte Masken im B2B-Markt sein.“

Faire Preise, faire Stoffe, faire Arbeitsbedingungenund paneuropäisch

Die Produktion findet in Europa statt, in Bulgarien und Portugal. Ein externes Sales-Team unterstützt den Vertrieb mit 10 Mitarbeitern von Barcelona aus. Jonathan Kreuzer sagt dazu: „Uns ist es wichtig, dass wir in der EU und unter OEKO-TEX Standards produzieren“. Neben fairen Arbeitsbedingungen und sicheren, kurzen Transportwegen und somit auch einem geringeren CO2-Ausstoß, können auch bestellte Produkte schneller geliefert werden. Außerdem können die Masken bei 60° Celsius gewaschen werden und sind wiederverwendbar.

Online-Marketing wird zur großen Herausforderung für die Vermarktung

Wer auf ein neues Geschäftsmodell umschwenkt, muss mit neuen Herausforderungen kämpfen – angefangen bei der Prozess-Optimierung, den Herausforderungen durch Reisebeschränkungen bis hin zur Online-Bewerbung. Neben Klopapier und Nudeln, sind Atemschutzmasken das „Must-Have“ des Jahres. Doch Google, Facebook und Amazon verbannen Werbung für Desinfektionsmittel, Mundschutz und Tests von ihrer Plattform. Der Hauptgrund: Zu viele unseriöse Angebote und Falschinformationen.

Doch durch diese starke Einschränkung der Reichweite, können auch hochwertige und seriöse Produkte nicht beworben werden und bleiben trotz des Mangels an seriösen, preisgünstigen Anbietern unentdeckt. Wer vor der Krise leicht gefunden wurde, der wird dies auch während und nach der Krise. Während der Corona-Krise bekannt zu werden, stellt die Gründer vor eine unvorhersehbare Herausforderung.

„Wir müssen es schaffen während der Krise auffindbar zu werden, um den benötigten Bedarf an fair produzierten und günstigen Masken decken zu können“, so Jonathan Kreuzer. „Wir starten nun eine Sales-& PR-Kampagne und Content-Marketing-Maßnahmen.“So können seriöse Hersteller die teils sinnvollen Einschränkungen der großen Gatekeeper des digitalen Marketings Facebook und Google umgehen und auffindbar gemacht werden.

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