Hanf-Trends - hab ich was verpasst?

Es gibt viele Formen der Nutzung von Hanf - nicht nur die Verbotene! Was Hanf zur Trendpflanze des Jahres 2018 macht erfahrt ihr im Artikel.

Hanf-Trends - hab ich was verpasst?

Auch wenn man an sich nicht viel mit dem Thema befasst, ist es im Moment geradezu unübersehbar, welchen gesellschaftlichen Aufschwung die Hanfpflanze erfährt. Überall entdecken wir den für lange Zeit geächteten Inhaltsstoff: In Kleidung, Nahrung, Hautpflegeprodukten und anderen Bereichen. Das macht sich auch in Augsburg bemerkbar. Nicht nur verfügt der Laden LifeTree, im Oberen Graben 15, über ein beachtliches Angebot an Hanffaser-Kleidung, wie ihr vielleicht mitbekommen habt, hat auch in der Bahnhofsstraße im vergangenen Monat ein auf Hanf spezialisierter Laden eröffnet. Alles über den „etwas anderen Bioladen“ findet ihr hier.

Hanfläden

Nicht nur Augsburg geht mit dem Trend. In immer mehr deutschen Städten finden wir Einzelhändler, die sich auf den Verkauf von Cannabisprodukten spezialisiert haben. Im Sortiment befinden sich einerseits verschiedene Arten von Kosmetika, Nahrungsergänzungsmittel, Tees und Produkte, die vom Geschmack und der beruhigenden Wirkung des Cannabis profitieren. Legal ist das ganze, weil der verkaufte Hanf weniger als 1% des illegalen Wirkstoffes THC enthält und somit nicht in die Klassifikation der Rauschmittel und Drogen fällt.

Hanfsamen und Co. - das neuentdeckte Superfood

Ähnlich den Chia- oder Leinsamen enthalten Hanfsamen erstaunlich hohe Mengen an Proteinen, Mineralen und Ballaststoffen. Hanfmilch stimuliert angeblich die Enzymproduktion und stärkt das Immunsystem. Hanföl zeichnet sich im Gegensatz zu anderen Ölen durch seine geringe Menge an gesättigten Fettsäuren aus, welche im Allgemeinen als eher ungesund betrachtet werden. Ein weiteres beliebtes Nahrungsergänzungsmittel ist das aus Hanf gewonnene Proteinpulver. Es enthält eine außerordentliche Bandbreite an Aminosäuren, die für den Aufbau von Muskelmasse sehr wichtig sind. “Hut ab!”, kann man da nur sagen!

Legalisierung - wie machen es die Anderen?

Doch wie wir alle wissen ist Deutschland kein revolutionärer Vorreiter, was den Umgang und die Verarbeitung von Cannabis betrifft. Nicht nur in den Niederlanden ist Cannabis Konsum legal. Auch in vielen US-Staaten, in Kanada und Uruguay wurden in den vergangenen Jahren diesbezüglich neue Regelungen beschlossen. Als einer der ersten Staaten, der einen drastischen Schritt wagte, legalisierte Uruguay die Droge bereits im Jahr 2014. Um dem illegalen Handel entgegenzuwirken, ist der Verkauf von legalem Cannabis in Apotheken seit diesem Sommer von Uruguays Regierung genehmigt. Demnach dürfen registrierte Nutzer bis zu 10 Gramm pro Woche erwerben. Wie sich dieses Experiment weiterentwickeln wird, bleibt wohl noch abzuwarten. Alles zur Legalisierung in Kanada findet ihr hier.

Medizinisches Cannabis und CBD-Produkte

In Deutschland ist seit dem letzten Jahr die Verschreibung und der Konsum von medizinischem Marihuana legal, sofern eine medizinische Notwendigkeit besteht. Wenn keine andere Behandlungsmethode in Frage kommt, bezahlt sogar die Krankenkasse dafür. Unter anderem werden in Deutschland aktuell einige unterschiedliche Nervenkrankheiten, Tourette und ADHS mit medizinischem Cannabis behandelt. Dennoch wird es noch eine Weile dauern, bis der Anbau von THC-enthaltenden Cannabispflanzen auch in Deutschland in großem Stil betrieben werden kann. CBD, der zweite Inhaltsstoff, welcher seit kurzer Zeit immer mehr an Beliebtheit und Beachtung gewinnt, ist in Deutschland nicht illegal und ist in vielen Cannabis-Produkten enthalten. Diese sollen beruhigende und entkrampfende Eigenschaften aufweisen.

Cannabis-Tampons zur Linderung von Regelschmerzen

Ein Phänomen, welches gerade in den USA immer mehr in Mode gerät, ist die Benutzung von Cannabis-Tampons. Erfahrungsberichte und Packungsbeilagen versprechen ein Abklingen der unangenehmen Regelschmerzen nach etwa 15 bis 30 Minuten. Sie können in Kombination mit normalen Tampons getragen werden, sodass gleichzeitig das Blut aufgefangen und die Schmerzen gelindert werden können. Klingt eigentlich nach einer guten Kombination, was meint ihr, Mädels?

Wenn euch das Thema interessiert und ihr noch Fragen habt, dann bildet euch doch bei der Vortragsreihe “Hanfliebe” am 8.11. und 22.11.2018 noch ein bisschen weiter.

Was haltet ihr von diesen ganzen Trends? Sagt uns eure Meinung in den Kommentaren!

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