Bisher war 2026 ein wahres Fest für Fangirls der Popkultur. Harry Styles feierte sein Comeback mit seinem neuen Album Kiss All the Time. Disco, Occasionally. Auch die Romance-Eishockey-Serie Heated Rivalry ist nach wie vor in aller Munde und Eiskunstläuferin Alysa Liu erobert seit ihrem Sieg bei den Olympischen Spielen die Herzen der Menschen. In diesem Sinne geht hoffentlich auch das restliche Jahr weiter. Um noch mehr Interessen zu feiern und neue zu entdecken, haben wir euch unsere Favoriten zusammengestellt – perfekt für euren Start in den Sommer, während der nächste Hype noch auf sich warten lässt.
Magic, Murder, Romance – Rückkehr in die Welt der Shadowhunters
Erinnert ihr euch noch an Jace, Clary und Co.? Mit Lady Midnight geht Cassandra Clare wieder zurück in die vertraute Welt der Shadowhunter. Im Mittelpunkt steht diesmal allerdings Emma Carstairs, die den ungeklärten Tod ihrer Eltern aufdecken und sich an ihrem Mörder rächen will. Parallel sorgt eine mysteriöse Mordserie in Los Angeles für Unruhe, die mit Emmas Vergangenheit verknüpft zu sein scheint. Gemeinsam mit ihrem Parabatai Julian Blackthorn und dessen Geschwistern gerät Emma in ein gefährliches Netz aus dunkler Magie, alten Geheimnissen und verbotenen Gefühlen. Und hin und wieder tauchen ein paar altbekannte Gesichter auf.
Für Kollegin Hannah ist der erste Teil der Trilogie eine absolute All-Time-Favorite-Empfehlung: „Cassie ist für mich eine der wenigen Autorinnen, die wirklich jedem einzelnen Charakter Tiefe einer echten Person verleihen kann und es gleichzeitig schafft, die Beziehungen und die Gefühle so menschlich und real erscheinen zu lassen. Allein die Komplexität von Julian, der seine Geschwister alleine aufzieht und die Zerrissenheit zwischen seiner Liebe zu ihnen und den Schuldgefühlen, frei von dieser Aufgabe sein zu wollen… Chef’s Kiss, sag ich da nur! Und wir sprechen noch nicht mal von der Storyline und den Plot Twists! Ein absolutes Must-Read für alle, die tief fühlen und die Realität hinter sich lassen wollen!”
Female Rage in vier musikalischen Akten
Shakespeare in modern, musikalisch und feministisch? Genau das liefert RAYE mit ihrem neuen Album THIS MUSIC MAY CONTAIN HOPE. Das Konzept ist dabei mehr als durchdacht: Das Album erzählt die Geschichte eines ganzen Jahres – beginnend im Herbst, über Winter und Frühling bis hin zum Sommer. Jede Jahreszeit funktioniert wie ein eigener Akt einer größeren Geschichte. Dabei startet die Reise in eher melancholischen, schweren Themen, entwickelt sich aber Schritt für Schritt in Richtung Hoffnung. Spätestens nach diesem Projekt dürfte endgültig klar sein, warum sie mit Songs wie Escapism oder Prada weltweit so bekannt wurde.
Leo hört das Album seit Wochen auf Dauerschleife: „Selten habe ich eine Künstlerin erlebt, die ihre Geschichten so ehrlich, wütend, verletzlich und gleichzeitig poetisch erzählt. Und das, als Independent Artist in einer Industrie, die Frauen oft kleinhalten will. Tracks wie „Click Clack” gemeinsam mit Hans Zimmer oder „The Whatsapp Shakespeare” werden mich definitiv durch den Sommer tragen und meinem Female Rage das passende Ventil geben.”
Feenstaub und ein Hauch von Magie
Ein bisschen Zauber und Geborgenheit für die warmen Tage gefällig? So geht es auch der Cambridge-Professorin Emily Wilde. Sie hat genug von Menschenmengen und ist lieber in Gesellschaft ihrer Bücher, ihres Hundes und des Feenvolkes. Deswegen hat sie nicht vor, sich mit den Bewohner:innen des Dorfs Hrafnsvik anzufreunden, geschweige denn Zeit mit ihrem akademischen Rivalen Wendell Bambleby zu verbringen. Doch als sie einem Geheimnis der magischen Wesen auf der Spur ist, kreuzt sich dieses mit einem Rätsel um ihren Kollegen, welches sie auf unerwartete Wege führt.
Für Fiona ist das die perfekte Geschichte für den Übergang in die warme Jahreszeit: „Wenn es um mich herum wieder wärmer und lebendiger wird, zieht es mich nicht nur buchstäblich ins Grüne, sondern auch in Buchform. Dann lese ich besonders gerne Geschichten, die sich auf magische Art und Weise mit der Natur auseinandersetzen. Eine Buchreihe, die ich immer besonders mit dem Frühling verbinde: Emily Wilde’s Encyclopaedia of Fairies von Heather Fawcett. Die Kombination aus Cozy Fantasy, detailliertem Worldbuilding und einer tollen Liebesgeschichte erweckt in mir immer den Wunsch, selbst loszuziehen und nach versteckten Toren zur Feenwelt zu suchen.”
Natur, Gefahr und echte Einsätze
Das Wetter wird immer schöner und virale Hiking-Clips befeuern eure Wanderlust? So prächtig Wandern in den Alpen sein kann, so gefährlich ist es auch. Die Einsatzzahlen der bayerischen Bergwacht steigen deutlich – auch weil viele ihre Fähigkeiten überschätzen oder unterschätzen, wie ausgeliefert man den Naturgewalten am Berg ist. Genau hier setzt die Dokuserie In höchster Not – Bergretter im Einsatz des Bayerischen Rundfunks an: Mit GoPros begleitet die Serie ehrenamtliche Retter:innen bei dramatischen Einsätzen – von Vermisstensuchen über Bergungen verletzter Wander:innen bis hin zu Rettungen aus Schneestürmen und Steilwänden. Die Aufnahmen zeigen eindrucksvoll, wie schnell man im Gebirge in eine brenzlige Situation geraten kann. 2025 erschien die erste Staffel, seit Anfang Mai läuft die zweite. In der ARD-Mediathek erscheinen momentan jeden Mittwoch zwei neue Folgen.
Für Alessandra ist das DIE Empfehlung des Jahres bisher: „Zu einem Zeitpunkt, bei dem Wandern immer beliebter wird, schafft In höchster Not – Bergretter im Einsatz für mich besonders eines: Bewusstsein, dass die Rettungskräfte der Bergwacht alle ehrenamtlich tätig sind. Wer jetzt fürchtet, dass die Serie nur den mahnenden Finger hebt und langweilig ist, liegt falsch. Mit ihrer Nahbarkeit, ihrem Pragmatismus und Humor gewinnen die Bergretter:innen einen schnell für sich und lassen die Zuschauer:innen mitfiebern. Und auch spannungstechnisch hält die Serie mit denen Produktionen großer Streamingdienste locker mit. Für mich gehört In höchster Not derzeit mit zu den besten Serien in der ARD, die jeder gesehen haben sollte. Ganz besonders alle, die dieses Jahr wandern gehen wollen.“
Neue Musik für Menschen mit zu vielen Gedanken
Mit dieser Empfehlung wird der Hot Girl Summer leider verschoben. Stattdessen heißt es: Sad Girl Summer. Der Indie-Folk-Sänger Noah Kahan veröffentlichte am 25. April sein neues Album The Great Divide: The Last of The Bugs. Wie nicht anders zu erwarten, dreht sich das Album um Themen wie Heimat, innere Zerrissenheit, Schuldgefühle, unerfüllte Potenziale und komplizierte Beziehungen – egal ob innerhalb der Familie, in Freundschaften oder in Beziehungen.
„Für mich ist es ein Album, dass mir das Herz zerreißt, aber gleichzeitig zusammenflickt. Einerseits sind die Gefühle, die in den Lyrics wiedergegeben werden super intim und verletzlich. Gleichzeitig fühlt es sich ein bisschen wie eine Umarmung an, zu wissen, dass man mit diesen nicht komplett alleine ist. Eine herzliche Empfehlung für alle, die Ticken zu viel nachdenken, intensiv fühlen und sich gesehen fühlen wollen. Ganz nach dem Motto: I wish you could know me and I wish I could know you much more sometimes.”