Grottenau – was wird aus dem ehemaligen Postamt?

Die imposanten Hallen des Postzentrums an der Grottenau befinden sich seit zwei Jahren im Umbau. Ende des Jahres werden erste Teile fertiggestellt.

Grottenau – was wird aus dem ehemaligen Postamt?

Außen imposant, innen noch viel imposanter.

Zu übersehen ist er kaum, der Prachtbau in der Grottenau. Das Gebäude zwischen dem Staatstheater und der Neuen Stadtbücherei ist ein imposanter Blickfang und das nicht nur von außen. Auch wenn Dir der Begriff Grottenau jetzt auf Anhieb vielleicht nichts sagt, kennst Du die Räumlichkeiten sicher trotzdem – sei es vom Open-Air-Rave Hidden Places im Innenhof oder der Paketabholung in der Schalterhalle der Post. Seit zwei Jahren befindet sich das Gebäude nun schon im Umbau. Doch was wird eigentlich aus den Räumlichkeiten?

Der Beginn eines großen Sanierungsprojektes

Eine Wunschplanung wird plötzlich möglich.

2011 kauft die Stadt das denkmalgeschützte Gebäude und plant ein großes Sanierungs-Projekt. Bis vor einer Weile werden die Hallen noch, wie bereits seit über hundert Jahren, als Postamt benutzt. Als Anfang 2017 der Mietvertrag mit der Post nicht verlängert wird, steht der Stadt die Realisierung einer lange nicht für möglich gehaltene Wunschplanung offen: Ein Konzertsaal, der Platz für rund 155 Zuschauer bietet. Die imposante Haupthalle mit der verglasten Decke und elf Meter hohen Wänden, in der bisher die Postschalter zu finden waren, liefert Fachleuten zufolge eine sehr gute Akustik.

Wie werden die Räumlichkeiten in Zukunft genutzt?

Das erste Konzert findet schon im Februar statt.

Nach dem Umbau werden die Räumlichkeiten in dem gigantischen Neobarockbau von der Stadtverwaltung und dem Leopold-Mozart-Zentrum bezogen. Doch nicht nur der Konzertsaal steht den Schülern, Studenten und Lehrenden des Leopold-Mozart-Zentrums künftig zur Verfügung, sondern auch ein Orchesterprobesaal und etliche Räume für die Musiker der Universität entstehen.

Das erste Konzert in den beeindruckenden, massiven Gemäuern findet schon im Februar 2020 statt und das Leopold-Mozart-Zentrum selbst wird im Frühjahr in die Grottenau ziehen. „Die Standards der Hochschulausbildung werden mit dem Umzug wesentlich verbessert“, sagt Ralf Schmidtmann vom städtischen Wirtschafts- und Finanzreferat. Die Stadtverwaltung wird voraussichtlich im Dezember dieses Jahres einziehen. Unter anderem finden sich dort dann der Ordnungsdienst und das Amt für Kinder, Jugend und Familie ein. Ein weiterer Teil des weitläufigen Gebäudes wird an die Telekom vermietet werden.

Am längsten werden die Baumaßnahmen im Außenbereich andauern. Mehrere Mauern werden vollständig abgebrochen – wie es in Augsburg üblich ist, folgen daraufhin archäologische Grabungen und die nehmen einige Zeit in Anspruch. Nach Abschluss dieser Arbeiten, wird die Instandsetzung der letzten Bereiche begonnen. Sind alle Maßnahmen abgeschlossen, ergibt sich ein neuer, verkehrsberuhigter Weg für Fußgänger durch Torbögen und den Innenhof von der Kleinen Grottenau zur Grottenau.

Ein neues städtebauliches Glanzstück entsteht

„… wir erhalten ein neues […] Glanzstück in Augsburg“ – Eva Weber.

Die Grottenau trägt mit dem Einzug des Leopold-Mozart-Zentrums künftig zur Formung einer Kulturmeile zwischen dem Theater und der Bücherei bei. „Durch die Sanierung und Modernisierung der Innenräume sowie der Außenfassade wie auch durch den Neubau der Dachkonstruktion erhalten wir ein neues städtebauliches Glanzstück in Augsburg“, freut sich Bürgermeisterin Eva Weber.

Was wird aus dem Leopold-Mozart-Zentrum in der Maximilianstraße?

Und auch dem dann ehemaligen Leopold-Mozart-Zentrum in der Maximilianstraße steht eine Umbauphase bevor. In den nächsten Monaten beraten sich die städtischen Gremien über die geplanten Sanierungsarbeiten. Das wird sich jedoch noch etwas ziehen, denn während der Universitätsbetrieb noch läuft, ist es schwierig die notwendigen Untersuchungen zu beginnen. Bevor die Renovierungsarbeiten aufgenommen werden, wird das Gebäude jedoch erst einmal während des Rathausumbaus zwischen 2021 und 2022 es als Übergangs-Location dienen.

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