Das Grand Hotel- ein Ort der interkulturellen Gemeinschaft

Das Grand Hotel ist viel mehr, als nur ein Hotel. Was genau dieser Ort der Begegnung beinhaltet, verraten wir euch in diesem Artikel.

Das Grand Hotel- ein Ort der interkulturellen Gemeinschaft

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Bunt und alternativ sein. Diesen Wunsch hat mittlerweile vermutlich so ziemlich jede (deutsche) Stadt. Nicht nur das, denn auch die Themen Integration und Inklusion haben besonders seit dem Beginn der Flüchtlingskrise im Jahr 2015 hochgradig an Bedeutung gewonnen. Leider hat diese Krise zu einer geradezu schockierenden Divergenz der Meinungen geführt. Was uns alle jedoch am Ende des Tages am meisten verbindet, ist die Tatsache, dass wir beim Thema Asylbewerber in ärgerlich-nervöses Schwitzen verfallen. Die einen, weil sie die traumatisierten Menschen aus fernen Ländern nicht dahaben wollen, die anderen, weil der Aufnahmeprozess frustrierend schlecht und langsam organisiert verläuft. Ein heikles Thema, wie wir alle wissen.

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Dass Augsburg “bunt und alternativ” als Attribute im Lebenslauf stehen hat, ist mittlerweile nichts neues mehr. Schon lange ist unsere Heimatstadt auf den Zug aufgesprungen und hat sich vom historisch bedeutsamen, verschlafenen Nest in einen Hipster- und Studenten-Magnet verwandelt.

Doch auch Augsburg hatte mit dem Thema der Flüchtlingshilfe zu kämpfen. Die Frage, welche Art des Handelns die Richtige ist, konnte auch hier nicht leicht geklärt werden.
Wir haben uns gefragt, ob es einen Knotenpunkt gibt, der “Inklusion” und “Alternativsein” miteinander verbindet und wir sind tatsächlich fündig geworden.

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Das Grand Hotel im Herzen des Augsburger Domviertels ist natürlich nicht der einzige Ort der interkulturellen Begegnung. Die Art der Umsetzung und die Philosophie, die hinter dem außergewöhnlichen Hotel steckt, suchen allerdings definitiv noch ihresgleichen.

Für alle von euch, die bis heute noch nichts vom Grand Hotel gehört haben, erklären wir kurz das Konzept.

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Das Hotel ist definitiv kein Hotel im klassischen Sinn, auch wenn der Name dies vermuten lässt. Dieses “große Kunstprojekt” oder “soziale Plastik”, wie sich das Hotel auf der Website vorstellt, beinhaltet verschiedene Bestandteile, die eine interkulturelle Begegnung ermöglichen. Auf insgesamt circa 2600qm gehören dazu einerseits ein klassischer Hotel bzw. Hostelbetrieb in bezahlbarem Rahmen, eine Ateliergemeinschaft für Kulturschaffende, Räumlichkeiten für Asylbewerber, sowie eine Gaststätte, die anhand von öffentlichen Veranstaltungen ein Bindeglied zur Stadtgesellschaft bildet.

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Das Ganze klingt, wenn man es liest schonmal ganz schön, fasst aber nicht einmal annähernd zusammen, mit welcher außergewöhnlichen Kreativität und Liebe das Grand Hotel gestaltet wird. In einem nie endenden Wandlungsprozess erhält jeder Teilhaber und jedes Glied der Gesellschaft die Möglichkeit sich zu beteiligen und positive Erfahrungen zu sammeln. Das geschieht auf einer solidarischen Basis, ohne dass finanzielle Mittel eine Einschränkung darstellen. Beispielsweise gilt im Gastro-Betrieb des Hotels das Prinzip “zahl soviel du kannst”. So wird das Angebot auf sympathische und alternative Weise zielgruppenübergreifend und inklusionsfördernd.

Wenn ihr euch jetzt fragt, wie das funktionieren kann: Die Immobilie gehört der Augsburger Diakonie und wird von dem gemeinnützigen Verein “Grandhotel Cosmopolis e.V.” geleitet und lebt, durch ehrenamtliche und gemeinschaftliche Arbeit.

Auch ihr könnt ein Teil des Hotels werden. Schaut doch mal auf der Website vorbei. Die unzähligen Interessengruppen und Workshopangebote geben für jeden Geschmack etwas her.

Wir leben in einer Welt, in welcher der Sinn für Gemeinschaft und Solidarität immer wichtiger wird. Das Grand Hotel Augsburg geht als vorbildliches Konzept mit großen Schritten in diese Richtung.

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