Ein Streifzug über den Augsburger Christkindlesmarkt

Seit einer Woche ist es endlich wieder soweit – der Christkindlesmarkt in Augsburg öffnete seine Bratwurst- und Glühweinstände!

Ein Streifzug über den Augsburger Christkindlesmarkt

Um diese Zeit des Jahres kommt man fast nicht drum rum: Der Christkindlesmarkt in Augsburg hat wieder geöffnet. Deshalb machten auch wir uns am Wochenende auf, um zusammen die Glühweinstände unsicher zu machen. Am Markt angekommen mussten wir natürlich erst einmal eine Runde drehen – schließlich wollen wir ja auf dem Laufenden sein, welcher Krimskrams dieses Jahr wieder verkauft wird. Da uns dank der bezaubernden kleinen Schneeflocken in der Luft dann aber doch schnell so richtig kalt wurde, war es auch schon Zeit für den ersten Aufwärmer. Der Kampf zum Stand war hart – Menschenmassen wuselten auf dem kleinen Engelesplatz um die Stände herum.

Doch die Mühe lohnt sich, denn die Auswahl an heißen Getränken ist gigantisch! Alleine vom Glühwein gibt es die außergewöhnlichsten Sorten – rot, weiß, Heidelbeer, Honig, Kirsch, usw. Wir entschieden uns für einen Amaretto-Zauber - also weißer Glühwein mit Amaretto – und einen Engeleskuss – ein (wie man mir versicherte) ganz besonderer heißer Rotwein, mit Schokolade verfeinert und einer schokolierten Erdbeere. Ganz schön süß, aber zumindest machte er warm. Also wieder raus aus der Masse und – „Ooh man, jetz hat mich jemand angerempelt! Ich bin ganz klebrig!“ - weiter geht’s ...

Nach diesem ersten Tässchen war (bis auf die Zehen) alles wieder schön aufgewärmt und wir fühlten uns gleich ein Stückchen mutiger. Diesmal kein Glühwein – etwas Ausgefallenes soll es sein! Dank den furchtbar süßen Kinderschokolade-Crêpes zuvor, war der Lumumba (Heiße Schokolade mit Rum) und auch die Heiße Oma (Heißer Eierlikör mit Sahne) gleich aus dem Rennen. Der Auserwählte war schließlich ein heißer Erdbeer-Caipi - Zwar fast genauso süß, dafür aber auch richtig lecker! Dumm nur, dass man sich mit dem Trinken beeilen muss – man hat ja schließlich einen HEIßEN Caipi bestellt. Fröhlich am Strohhalm nuckelnd machten uns dann plötzlich auch die kitschigen Nikolausmützen und Elchgeweihe um uns herum nichts mehr aus.

Mittlerweile waren wir auf Hochtouren und drehten noch eine Runde, um zu sehen, was es noch so alles zu kaufen gab. „Oh schau mal, so schöne leuchtende Sterne .... aah halt! Da vorne gibt’s Glühbier!“ Klingt übel, ich weiß. Aber man sollte ja alles einmal im Leben probiert haben, oder? Schließlich habe ich schon von vielen Seiten gehört, dass diese „Spezialität“ eigentlich ganz gut schmeckt. Aber ja, was soll ich sagen: Der erste Schluck war – zugegeben – nicht mein Geschmack! Irgendwie bitter und fruchtig gleichzeitig. Es war schwer zu definieren, was da genau alles drin war (wen das genauer interessiert, der findet HIER ein Rezept ) . Aber je mehr man davon trinkt, desto leckerer wird’s! Am Ende war es sogar richtig gut!

Nachdem wir uns dann dabei ertappt hatten, wie wir am Edelstein-Stand herumlungerten und unsere Sternzeichen suchten, war es Zeit – nichts wie weg hier! Das beste (und stärkste!) Getränk haben wir uns ja zum Glück für den Schluss aufgehoben: eine richtig leckere Feuerzangenbowle! Dafür schlenderten wir (wenn auch schon etwas wackelig) den Judenberg hinunter und hinein in den Innenhof der Alten Silberschmiede. Wir wurden auch gleich von den herzlichen Helfern begrüßt, die uns zwei Feuerzangenbowlen einschenkten. Das Anzünden ist jedes Mal eine Schau – auch wenn sie uns an diesem Abend wohl doch etwas mehr begeisterte als sonst. Aber es sieht doch auch einfach genial aus, findet ihr nicht?

Im entspannten und festlichen Ambiente der Silberschmiede blieben wir dann auch noch eine Weile – nach all dem Trubel tat die Ruhe so richtig gut! Als wir ausgetrunken haben, gingen wir wieder zum Rathausplatz, kauften uns zwei schicke Leuchtsterne (seufz) und fuhren nach Hause.

Fazit: Auch wenn heißer Caipi, heißer Hugo oder sogar heißer Aperol lecker sind, geht unserer Meinung nach doch nichts über die gute alte Feuerzangenbowle! Aber immer schön langsam – so süß er auch schmeckt, kann er schnell den Boden unter den Füßen wegziehen!

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