Das Konzept des Stehausschanks ist recht simpel. Ausgeschenkt wir meist Bier, ohne Speisekarte und ohne Reservierung. Schnell, unkompliziert und ohne langes Warten. Für die Münchner Brauerei ist es allerdings nicht die erste Eröffnung nach diesem Konzept. In München gibt es bereits neun Standorte mit diesem Konzept. Vor allem auf dem Münchner Viktualienplatz erfreut sich der Stehausschank großer Beliebtheit, das soll nun auch in Augsburg Fuß fassen.
Frühstückslokal Bricks muss weichen
Giesinger Bräu hat sich den Standort bewusst ausgesucht. Sie möchten dahin „wo sich das Leben abspielt“, so heißt es in einer Pressemitteilung. Das Geschäftsmodell ist eine moderne Interpretation einer bayerischen Tradition und ein Gegenmodell zu klassischer Gastronomie. Die Brauerei setzt auf spontane Besuche und hohe Frequenz. Ein weiterer entscheidender Faktor für den Standort ist eine gewisse Präsenz von dem Bier im Getränkemarkt. Heißt: die Augsburger:innen würden das Bier bereits kennen, so Steffen Marx, Gründer von Giesinger Bräu. „Ein Stehausschank funktioniert am besten, wenn die Menschen unser Bier schon kennen“, betont Marx.
In den Räumen befindet sich aktuell das Café Bricks. Das beliebte Frühstückslokal im Herzen der Innenstadt wird Anfang Juni schließen. Auf der Instagram-Seite berichtet das Lokal, dass sie bald verkünden werden, wie es mit dem Café weitergehen wird.
Das Konzept des neuen „Mini-Wirtshaus“
Sobald das Bricks seine Tore verschlossen hat, beginnen die Umbauarbeiten. Marcus Weinreich, Inhaber des Café Bricks, hatte vergangenes Jahr Zoff mit der Stadt Augsburg. Weinrich wollte seinen Kunden stets beste Qualität liefern. Angesichts der Preissteigerungen sprachen ihn Kunden wiederholt darauf an. Um dem entgegenzusteuern, hätte er an der Qualität einsparen müssen. „Das war für uns keine Option“, so Weinrich. Diese beiden Faktoren führten zur Neuausrichtung. Trotzdem bleibt Weinrich als Betriebsleiter aktiv.
Als Partner zur Giesinger Bräu wurde Ruff’s Burger gewonnen werden. Diese zählen zu einer bundesweiten Burger-Kette, die ihre Ursprünge ebenso in München hat. Es entsteht also ein Mini-Wirtshaus im Herzen der Innenstadt. Es wird eine kleine Mittags- sowie Abendkarte geben. Ein neuer Name für das Lokal steht noch aus, soll aber zeitnah bekannt gegeben werden. Frühstück wird es hingegen nicht mehr geben. Die gute Nachricht für alle Beschäftigten: sie werden übernommen!