Gefärbte Eier kaufen in Augsburg? Hier gibt es Ostereier in Bio-Qualität

Die Osterzeit ist da und immer mehr bunte, hartgekochte Eier stapeln sich in den Lebensmittelgeschäften. Wusstet ihr, dass es die farbigen Eier auch in Bio-Qualität gibt? Wir zeigen euch wo.

Gefärbte Eier kaufen in Augsburg? Hier gibt es Ostereier in Bio-Qualität

Bunte Ostereier dürfen zum Osterfest nicht fehlen. Sie sind nicht nur fester Bestandteil des Osternests, sondern auch des Ostersonntagsfrühstücks. Wir alle kennen die leuchtend bunten Eier, die es das ganze Jahr über in den Supermärkten gibt.

Als Ergänzung zu den selbstgefärbten Eiern eignen sich die fertigen natürlich perfekt und landen somit häufig in den Einkaufskörben. Was ihr vielleicht bisher nicht wusstet: Die fertig gekochten und gefärbten Eier gibt es auch in Bio-Qualität von Hühnern, die in Freilandhaltung leben.

Gefärbte Bio-Eier in und um Augsburg

Warum das ganze Jahr über auf Freiland-Eier setzen und bei den fertigen Ostereiern Abstriche machen? Das kommt, zumindest für uns, nicht in die Tüte. Deshalb haben wir uns auf die Suche nach bunten Eiern in Bio-Qualität gemacht und waren überrascht vom großen Angebot.

Biohof Kaisinger in Itzlishofen bei Fischach

Auf dem Biohof Kaisinger leben sechs Kühe, deren Kälber sowie ein Stier und etwa 660 Hühner in Haltung nach den Bio-Richtlinien.

Die gefärbten Bio-Eier vom Biohof Kaisinger bekommt ihr an verschiedenen Orten rund um Fischach und direkt im Hofladen. Unter anderem beim Strausser Hof in Döpshofen, im Edeka Staudenmakt Korlian, im Naturoase e.V in Ustersbach, bei der Metzgerei Roman Hauser in Fischach und auch im Selbstbedienungsladen vom Biohof Kaisinger in Langeneufnach.

Adresse: Biohof Kaisinger, Vögelestraße 19, 86850 Fischach-Itzlishofen

Hafnerbauer in Gablingen

Ein Bioland-zertifizierter Betrieb erwartet euch in Gablingen, nördlich von Augsburg. Betrieben wird er von Familie Rotter mit einem eigenen Hofladen. Dieser hat donnerstags, freitags und samstags vormittags für euch geöffnet. Jetzt, zur Osterzeit bekommt ihr hier gekochte und gefärbte Eier von den hofeigenen Hühnern. Die Tiere leben dort in zwei mobilen Ställen, die jede Woche umgestellt werden, sodass die Hühner immer frisches Grün unter die Krallen bekommen.

Adresse: Biberbacher Straße 46, 86456 Gablingen

Hasenberghof in Adelsried

Ebenfalls eine gute Adresse für gefärbte Bio-Eier ist der Hasenberghof in Adelsried. Mit dem Hof haben sich die Hasenbergbauern Anna und Jörg einen Traum erfüllt. Sie wirtschaften im Einklang mit der Natur, möchten Landwirtschaft auch für euch als KundInnen erlebbar machen und ihren Tieren ein schönes Leben bescheren. Sie vermarkten sowohl die Eier ihrer Hühner als auch das Fleisch der Bruderhähne. Einkaufen könnt ihr im Hofladen, der freitags von 13 bis 18 Uhr und samstags von 9 bis 13 Uhr geöffnet hat. Alternativ steht euch auch immer der Eierautomat in Adelsried an der Post zur Verfügung.

Adresse: Am Hasenberg, 86477 Adelsried

Wiedenhof in Ziemetshausen

Der Wiedenhof wird von Familie Vogele betrieben, die auf dem schönen Grundstück Rinder und Hühner hält. Eine Hühnerschar lebt in der „Schweden-Villa“, wie die Familie den rot-weiß gestrichenen Hühnerstall nennt. Ihre Produkte verkaufen sie in einem kleinen Selbstbedienungsladen, direkt am Hof. Dort könnt ihr jeden Tag der Woche vorbeischauen.

Adresse: Wiedengasse 8, 86473 Ziemetshausen

Frisch gefärbt in der ältesten Eierfärberei Deutschlands

Bestimmt habt ihr euch schon gefragt, wo die Eier gekocht und gefärbt werden. Machen die einzelnen Höfe das selbst in Handarbeit?

Das ist natürlich nicht der Fall – der Aufwand wäre wohl kaum bezahlbar. Stattdessen liefern die Höfe einen Teil ihrer Eier nach Thannhausen zur Eierfärberei Beham. Seit 1953 werden unter dem Namen Beham Ostereier schonend gekocht und gefärbt. Der Großteil der Eier stammt von konventionellen Höfen aus der Umgebung. Doch nun steht mal wieder ein Wochenende an, an dem ausschließlich Bio-Eier in bunte Ostereier verwandelt werden. Die Eier der oben genannten Höfe sind mit dabei.

Anteil an Bio-Eiern klein

Warum der Anteil der Bioeier so klein ist? Markus Rothermel, der zusammen mit Inge Rothermel (geb. Beham) die Geschäftsführung des Familienbetriebs innehat, weiß darauf eine klare Antwort. „Erstens gibt es einfach nicht die Menge an Bio-Eiern und zweitens will der Verbraucher zwar Tierwohl, ist aber nicht bereit dafür zu bezahlen.“ Die LandwirtInnen würden im Bereich Bruderhahnaufzucht und artgerechte Haltung viel investieren, doch er merke deutlich, dass der Kunde „wenn es hart auf hart kommt“ zu den billigeren Eiern greife. Der Preisunterschied zwischen dem gefärbten Bio-Ei und dem gefärbten konventionellen Ei betrage bei ihm im Verkauf 22 Cent: 50 Cent für das Bio-Ei, 28 für das konventionelle.

Dabei betont Rothermel auch, dass konventionell nicht gleich schlechter und bio nicht gleich besser heißt. „Wir müssen begreifen, dass wir nur zusammen gewinnen können“. Er halte überhaupt nichts vom gegenseitigen Schlecht-machen der jeweils anderen Seite. Es sei ihm ein großes Anliegen, dass das von den KonsumentInnen verstanden werde. Er plane sogar eine zweite Halle, in der er Aufklärungsarbeit leisten wolle.

Vorbereitungen für die Bio-Eier

Bio-Eier zu färben sei für seinen Betrieb mit einem großen Aufwand verbunden, sagt Rothermel. „Die Anlage muss, bevor die Bio-Eier durchlaufen, komplett gereinigt werden“, erklärt er. Alle Farbreste müssen weg, denn die Bio-Eier werden mit anderen Farben gefärbt – mit Farbstoffen natürlicher Herkunft, beispielsweise aus gemahlenen Steinen oder Paprika-Extrakten. Auch viele Komponenten der Anlage, wie Leitbleche, müssen komplett ausgetauscht und durch andere ersetzt werden, damit keine Vermischung von Bio und konventionell passiere, sagt Rothermel. Der Aufwand sei es ihm aber wert.

Alle wollen bio, aber wer kauft es am Ende wirklich?

„Ich bin absoluter Bio-Verfechter und glaube, dass das der richtige Weg ist“. Dennoch müsse man realistisch bleiben, meint Rothermel, denn VerbraucherInnen seien nicht bereit, mehr Geld zu bezahlen. „Das wird mir heuer wieder besonders klar. Es wird alles teurer und dann wird zuerst an den Lebensmitteln gespart“. Die regionalen Bauern haben massive Probleme, unter anderem durch Bruderhahnaufschläge und explodierende Futterkosten, weiß Rothermel.

Wie sehen die gefärbten Bio-Eier aus?

Der Unterschied zwischen den gefärbten konventionellen Eiern und den Bio-Eiern liegt nicht nur in ihrer Herkunft, sondern – wie schon erwähnt – auch in der Farbe, die zum Einsatz kommt. Ist die Bio-Farbe blasser als die konventionelle? Das kann Rothermel verneinen. „Man kann die Eier gut voneinander unterscheiden, aber beide sind sehr schön“. Die gefärbten Bio-Eier seien farblich einfach weniger „krachad“, wie er beschreibt, aber genauso leuchtend und bunt.

Die Eierfärberei Beham schickt die fertig gekochten und gefärbten Eier wieder zurück an die Höfe, die sie dann verkaufen. Zum Teil kauft die Färberei aber auch Eier ab und vertreibt sie selbst.

Übrigens: Ihr könnt die Eierfärberei Beham selbst besuchen und von einer Aussichtsbühne aus, beim Färben der Eier zusehen. Die gefärbten Bio-Eier, die ihr direkt dort kaufen könnt, stammen vom Dominikushof in Merching sowie vom Hof von Philipp Egger aus Salgen.

Noch mehr gekochte und gefärbte Bio-Ostereier gibt es hier:

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