Gaswerk – So sieht der Plan für 2020 aus

Im vergangenen Jahr hat sich schon einiges getan auf dem Gaswerk-Areal. 2020 soll es genauso ambitioniert weitergehen.

Gaswerk – So sieht der Plan für 2020 aus

2019 lagen alle Augen auf dem Gaswerk-Areal in Oberhausen. Es kehrte Leben ein: Nach der Renovierung des Ofenhauses haben dort das Restaurant Ofenhaus, das Staatstheater mit der brechtbühne sowie rund 80 Künstler vom Reese-Gelände ein Zuhause gefunden. „Das war ein Sprint“, erklärt Alfred Müllner, Geschäftsführer der swa. „Jetzt gehen wir in einen Marathon über und entwickeln das Gelände Schritt für Schritt zu einem Hotspot der Kultur- und Kreativwirtschaft.“

Ein Ort für Alle

Gleichzeitig wollen die swa das Gelände für alle Bürger öffnen. Durch das Staatstheater, verschiedene Konzerte und Künstler sowie das Modular-Festival besuchten im vergangenen Jahr schon 40.000 Menschen das Gaswerk-Areal. Müllner hat für 2020 den Vorsatz noch mehr Besucher anzulocken. Dieses Ziel will er vor allem mit einer verbesserten Aufenthaltsqualität erreichen. Dazu bekommt das Ofenhaus einen Biergarten mit Bäumen und es werden gemeinsam mit dem Landschaftspflegeverband Blühwiesen entstehen sowie Beete in einem Urban-Gardening-Projekt mit Schulklassen und zahlreiche Sitzgelegenheiten im Grünen für Besucher und Mieter.

Ein Heim für die Kunst- und Kulturwirtschaft

Auch die noch nicht fertiggestellten Gebäude sollen mit einer Interims-Nutzung schon belebt werden. Dies könne in Form von Veranstaltungen, Ateliers oder als Event-Location erreicht werden. So erhoffe man sich auch langfristige Mieter, die in die Lokalität hineinwachsen. Auf diese „organische“ Entwicklung des Gaswerk-Areals legt Müllner besonders viel wert. Dabei soll die Umgestaltung der Gebäude mit potenziellen Mietern immer gemeinsam stattfinden. Die Prämisse dabei: Die künftigen Nutzer sollen in der Kunst- und Kulturwirtschaft tätig sein.

Für einige der Gebäude gibt es schon konkretere Pläne. Der Einzug verschiedener entsprechender Startups in die Direktorenvilla ist noch für dieses Jahr geplant. Weitere junge Unternehmen sowie Co-Working-Spaces sollen ab 2021 im Portalgebäude untergebracht werden. Das nächste Großprojekt steht auch an: Das 2500 Quadratmeter große Reinigergebäude soll saniert werden. Bis Spätsommer 2021 sollen hier rund 60 Proberäume für Augsburger Bands entstehen. Im Kühlergebäude starten ebenfalls die Bauarbeiten. Hier soll eine Multifunktions-Eventfläche entstehen.

Das Modular kehrt zurück

Bezüglich Modular wurden auch schon weitere Informationen genannt. Dieses Jahr wird das Festival trotz vieler Baustellen wieder am Gaswerk stattfinden. Das große Gelände biete genug Flexibilität, um auf andere Flächen auszuweichen. Demnach wird die diesjährige Ausgabe auch anders aussehen als im Vorjahr. Die Veranstalter stellen neben einem Line-up mit lokalen und internationalen Bands ein vielfältiges Programm auf die Beine: Workshops, Module und Kreativmarkt miteingeschlossen.

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