500 Jahre Fuggerei: Das passiert mit dem Jubiläums-Pavillon

Fünf Wochen lang wurde gefeiert, am Wochenende endete das Jubiläums-Programm im „Fuggerei NEXT500 Pavillon“. Was jetzt mit ihm passiert.

500 Jahre Fuggerei: Das passiert mit dem Jubiläums-Pavillon

Immer wieder wurde der Augsburger Rathausplatz in den letzten Jahren Schauplatz diverser Veranstaltungen und Jubiläen. Ob FCA-Aufstieg, Sommernächte oder Beachvolleyball-Meisterschaft – je nach Anlass prägten viele unterschiedliche Bauten und Dekorationen zeitweise das Bild des Augsburger „Wohnzimmers“. In den vergangenen fünf Wochen wurde der Platz von einer einmaligen Holzkonstruktion beansprucht, die sogar international auf sich aufmerksam machte.

Begeisterte BesucherInnen von nah und fern

Der „Fuggerei NEXT500 Pavillon“, der anlässlich des 500-jährigen Jubiläums der ältesten Sozialsiedlung der Welt errichtet wurde, zog seit Anfang Mai zahlreiche BesucherInnen an. Nicht nur BürgerInnen aus Augsburg und der Region, sondern auch viele Gruppen von TouristInnen statteten dem außergewöhnlichen Bauwerk aus Holz, welches komplett aus den Fuggerschen Stiftungswäldern stammt, einen Besuch ab. Auch EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und der bayerische Ministerpräsident, Markus Söder, gaben sich die Ehre und besichtigten den Jubiläums-Pavillon.

Regelmäßig fanden hier Führungen und Veranstaltungen mit zum Teil hochkarätigen Gästen statt. BesucherInnen konnten dabei einiges über den sogenannten „Fuggerei-Code“ und die Vision neuer Fuggereien der Zukunft erfahren. Sowohl von außen, als auch von innen war der Pavillon ein absolutes Highlight und vor allem ein beliebtes Fotomotiv.

Das passiert mit dem Fuggerei-Pavillon

Kaum war der Pavillon fertig aufgestellt, schon begannen die Überlegungen, was nach den fünf Jubiläumswochen damit geschehen soll. Viele AugsburgerInnen äußerten den Wunsch, dass die ansprechende Holzkonstruktion dauerhaft in ihrer Form erhalten bleiben soll. Nun teilten die Fuggerschen Stiftungen mit, dass dies auch der Fall sein werde – allerdings an einem anderen Ort.

In den nächsten Tagen wird der Pavillon auf dem Rathausplatz abgebaut und in die Niederlande transportiert. Im Kunst- und Skulpturenpark der Stiftung „Fraeylemaborg“ in Groningen soll er wieder aufgebaut werden und die Geschichte der Fuggerei erlebbar machen. Hintergrund der Entscheidung ist, dass in Groningen eine Siedlung nach dem Vorbild der Fuggerei entstehen soll. Fünf Jahre lang möchte die niederländische Stiftung den Pavillon nutzen. Möglicherweise kehrt er danach wieder nach Augsburg zurück.

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