Augsburger Start-Up: Lebensmittel aus der Region online bestellen

Augsburg ist Gründerstadt. Heute wollen wir euch ein Start-up eines Augsburger Paars vorstellen, das regionale Lebensmittel zu euch nach Hause bringt.

Augsburger Start-Up: Lebensmittel aus der Region online bestellen

Im Lebensmittelbereich tut sich gerade sehr viel in Augsburg. Neben den wachsenden Solawis und Gemüsekisten-Angeboten, begeben sich auch immer mehr Start-Ups in den Lebensmittel-Bereich. Wir wollen euch heute die zwei Menschen hinter „FUDI“ vorstellen.

Diana Eberl und Michael Fuhrmann sind zusammen FUDI. Vor nicht einmal einem Jahr hatten sie die Idee zu ihrem regionalen Lieferdienst. Heute ist der Webshop fertig, die ProduzentInnen gefunden und die ersten Lieferunrunden sind gefahren. Seit Mitte August können die AugsburgerInnen FUDI nutzen.

So funktioniert FUDI

Ihr bestellt eure Lebensmittel online, über die Website von FUDI. Dabei seid ihr komplett frei in eurer Auswahl. Ihr packt alles, was ihr braucht in euren Warenkorb: Von Gemüse, über Milch, Käse, Backwaren bis hin zu Aufstrichen und Getränken. Der Clou: Fast alles kommt aus der Augsburger Region. Zum nächstmöglichen Liefertermin bekommt ihr eure Waren frisch nach Hause.

Warum FUDI?

„Wir wollen es einfacher machen, gute regionale Lebensmittel zu kaufen.“

Auf die Frage, was die beiden angetrieben hat, FUDI zu gründen, erzählt Michael, dass für sie beide klar war, etwas hier in der Region zu schaffen. Diana kommt aus Affing, Michael ist in Haunstetten aufgewachsen. „Mit FUDI wollen wir die Botschaft senden, dass es gesunde und regionale Lebensmittel auch ganz einfach gibt und dafür kein großer Aufwand nötig ist“, erklärt Michael. Sie wollen das große Potenzial der Augsburger Region ausschöpfen, die kurzen Lieferwege nutzen und kleine, regionale ProduzentInnen stärken. „Es gibt so viele tolle Produkte in der Umgebung, die einfach Aufmerksamkeit brauchen“, fügt Diana hinzu.

Der moderne Wochenmarkt?

„Regionale Lebensmittel kann man natürlich auch auf dem Wochenmarkt kaufen“, sagt Michael, doch besonders unter jungen Menschen nehme er keinen besonderen Stellenwert mehr ein. Der Online-Shop von FUDI mitsamt dem Lieferdienst entstand also aus der Idee heraus, die klassische Regionalität der Lebensmittel mit dem modernen Ansatz des Online-Shops zu kombinieren.

FUDI startet durch

„Im Januar kam die Idee zu FUDI auf, ab da hat uns das Thema nicht mehr losgelassen. Im März sind wir dann in die Planungen gestartet“, erinnert sich Diana.“ Der Lebensmittel-Bereich ist für beide Neuland. Michael kommt beruflich aus dem IT-Projektmanagement und Diana war bis vor der Pandemie in der Veranstaltungsbranche tätig. Somit hat Corona auch dazu beigetragen, dass die Idee zu FUDI so schnell umgesetzt werden konnte. Allerdings ist es mit Zeit allein beim Aufbau eines Unternehmens ja nicht getan. Die beiden harmonieren einfach, eben auch im beruflichen Kontext.

Wie war die ProduzentInnen-Suche im Raum Augsburg?

„Das hat super viel Spaß gemacht“, erzählt Diana. „Wir haben viele PartnerInnen gefunden, die so unkompliziert sind und aufgeschlossen Neuem gegenüber waren“, meint Michael. „Klar, war es auch viel Arbeit, die richtigen PartnerInnen für uns zu finden, aber es hat sich nicht so angefühlt, weil es einfach so viel Spaß gemacht hat.“ Bei vielen landwirtschaftlichen Betrieben haben Diana und Michael persönlich vorbeigeschaut. „Wir haben uns angesehen, wie die Tiere gehalten werden, wie die Produkte dort hergestellt werden … dabei haben wir super viel gelernt“. Dieser direkte Kontakt zu den PartnerInnen sei ihnen sehr wichtig. Außerdem achten die beiden darauf, dass es „familiäre“ PartnerInnen sind, wie Michael es ausdrückt. „Wir haben nicht vor mit Großbauern und GroßproduzentInnen zusammenzuarbeiten, sondern wollen stattdessen kleine ErzeugerInnen unterstützen.

Wie geht es weiter mit FUDI?

Diana und Michael wollen ihr Sortiment nach und nach erweitern. Bald wird Fleisch aus Weidehaltung hinzukommen, verraten die beiden. Auch das Team soll wachsen. Aktuell übernimmt den Ausliefer-Job Diana allein. Sie holt die Waren von den ProduzentInnen ab, verpackt sie und liefert sie an die KundInnen aus. „Ich möchte bald ein kleines Team aufbauen, um mehr Auslieferungen zu schaffen und damit mehr Kunden glücklich zu machen“, sagt sie.

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