Freilichtbühne Augsburg: Spielbetrieb 2026 aus Sicherheitsgründen eingestellt | Aktuelle Nachrichten und Informationen

Die Konzerte stehen bereits fest, doch die Kulisse fällt weg: Die Freilichtbühne Augsburg muss saniert werden, weshalb die Veranstaltungen der Saison 2026 dort nicht wie geplant stattfinden können.

Freilichtbühne Augsburg: Spielbetrieb 2026 aus Sicherheitsgründen eingestellt

Die Freilichtbühne besticht durch ihr wunderschönes Ambiente – doch so bewundernswert ihr historischer Anblick ist, so kritisch ist mittlerweile der Zustand der Tribüne. Da die Sicherheit der Besucher oberste Priorität hat, muss der Spielbetrieb für die Saison 2026 an andere Standorte verlagert werden.

Konzerte müssen verlegt werden

Neue Untersuchungen des Bauwerks zeigen, dass sich der Zustand der Tribüne deutlich verschlechtert hat. Eine sichere Nutzung ist damit nicht mehr gewährleistet. Das bedeutet konkret: Bereits geplante Veranstaltungen der Freilichtbühne, darunter ein Konzert der Sportfreunde Stiller sowie ein Auftritt von Gerhard Polt und den Well-Brüdern, können nicht wie vorgesehen an der traditionsreichen Spielstätte stattfinden.

In einer Pressemitteilung der Grünen heißt es, ein Großteil der Veranstaltungen solle nun ins Gaswerk verlegt werden. Dieses verfüge sogar über eine größere Kapazität, sodass Besucher trotz der schwierigen Umstände weiterhin ein umfassendes Kulturangebot wahrnehmen könnten.

Wiedereröffnung erst in weiter Ferne

Wie die Initiative Generation AUX in einem Statement anmerkt, dürfte es bis zu einer Wiedereröffnung allerdings noch Jahre dauern. Die Sanierung könne nicht zeitnah beginnen, da bislang weder eine konkrete Planung noch eine gesicherte Finanzierung vorlägen. Für die Stadt Augsburg bedeute dies auf längere Sicht den Verlust einer wichtigen Kulturinstitution.

Kritik aus der Kulturszene

Die Ankündigung der vorübergehenden Schließung stößt in der Augsburger Kulturszene auf deutliche Kritik. Sebastian Karner, Konzertveranstalter und Stadtratskandidat der Generation AUX, erklärt: „Die kurzfristige Sperrung der Freilichtbühne ist für Augsburgs Kulturlandschaft ein schwerer Schlag. Die Enttäuschung ist groß – und sie wäre vermeidbar gewesen. Hätte man rechtzeitig reagiert und die Immobilie vorausschauend gemanagt, wäre das jetzige Szenario nicht eingetreten.“ Wären frühzeitig Prüfungen erfolgt und Veranstalter rechtzeitig eingebunden worden, hätten Konzertabsagen – wie aktuell bei den Sportfreunden Stiller – laut Karner vermutlich verhindert werden können.

Streit um den Ersatzstandort

Den Vorschlag, das Gaswerk als Ausweichspielstätte zu nutzen, sieht Karner kritisch. Es handle sich nicht um einen adäquaten Ersatz, da der Standort den spezifischen Anforderungen von für die Freilichtbühne konzipierten Open-Air-Produktionen nur bedingt gerecht werde. Die Generation AUX plädiert stattdessen für eine Verlegung in die Stadtmitte, etwa in Form eines temporären „Kulturstadions“ auf dem Rathausplatz. Alternativ werden auch der Wittelsbacher Park oder das Rote Tor als mögliche Spielstätten genannt. Zudem wird diskutiert, die Freilichtbühne ab 2027 ausschließlich außerhalb der Spielzeiten zu sanieren.

Forderung nach Transparenz und früherem Handeln

Unter dem Strich ist für Generation AUX klar: Es braucht eine transparentere Kommunikation und ein deutlich früheres Eingreifen seitens der Verantwortlichen. Nur so lasse sich verhindern, dass sich ein solches Szenario in Zukunft wiederholt.